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Erster Weltkrieg

Kriegsgefangene fahren vorbei

Ende August 1914 währt der Erste Weltkrieg schon einige Wochen. Das Neumarkter Tagblatt berichtet erstmals von einem Zug voll gefangener Franzosen.

Wie diese Gruppe deutscher Soldaten gerieten im Ersten Weltkrieg nach Schätzungen rund acht Millionen Soldaten in Kriegsgefangenschaft. Foto: dpa

Neumarkt.Am 22. August 1914, 18 Tage nachdem Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg erklärt hat, feuern britische Soldaten die ersten Schüsse auf den deutschen Gegner ab.

Mit etwas Verzögerung erfahren die Leser im Tagblatt auch über den Tod von Papst Pius X. im Rom fern der Schlachtfelder. Dessen Haltung beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs ist nicht unumstritten. 1835 im Ort Riese in Venetien geboren, das damals noch zu Österreich gehörte, hatte sich Pius offensichtlich eine große Sympathie zu Österreich erhalten. So legte er keine große Neutralität an den Tage und befürwortete militärische Schritte Österreichs gegen Serbien.

Die Folgen der militärischen Schritte Österreichs gegen Serbien sind bekannt. Es entfachte sich daraus ein Weltenbrand, der zahlreiche Nationen mit in den Krieg hinein zog. Die Folgen können die Neumarkter auch in diesen späten August-Tagen auf der an ihrer Stadt vorbeiführenden Bahnlinie sehen. Das Tagblatt berichtet von 250 verwundeten Franzosen, die in deutsche Gefangenschaft gerieten und nun nach Regensburg gebracht werden.

In den folgenden Wochen gibt es auch Berichte im Tagblatt, wonach französische Kriegsgefangene aus Grafenwöhr zur Stadt hergeführt wurden, um dort vorübergehend Arbeitsdienst zu leisten.

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