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Laber muss dem Radweg weichen

Für den Radweg nach Breitenbrunn ist neben der Staatsstraße zu wenig Platz. Ein Triebwerkskanal muss verlegt werden.
Von Markus Rath

An dieser Engstelle muss der Triebwerkskanal dem geplanten Radweg weichen. Foto: Markus Rath
An dieser Engstelle muss der Triebwerkskanal dem geplanten Radweg weichen. Foto: Markus Rath

Dietfurt.In der Nachbargemeinde Breitenbrunn wartet Bürgermeister Johann Lanzhammer schon sehnlich auf die Stadt Dietfurt, die noch eine Lücke in der Radwegeverbindung zwischen den beiden Gemeinden schließen muss. Doch jetzt gibt es erneut eine Verzögerung.

Hintergrund: Schon 2015 war Breitenbrunn vorgeprescht und hatte das rund 1,5 Kilometer lange Teilstück auf ihrem Gemeindegebiet asphaltiert. Mehr als 200 000 Euro kostete die Befestigung, für die es Fördermittel von insgesamt 150 000 Euro gab. Seitdem endet die asphaltierte Strecke am Wasserwerk Parleithen.

Richtung Dietfurt

Dahinter geht es auf einem unbefestigten Weg weiter Richtung Dietfurt. Nachdem ursprünglich drei Trassenvarianten zur Wahl standen, hatte sich die Stadt für einen Radweg entlang der Staatsstraße entschieden, weil dieser ähnlich wie auf Breitenbrunner Seite vom Bund gefördert würde.

Hier besteht das Problem, dass der Triebwerkskanal so nahe an die Staatsstraße heranrückt, dass auf dem Abschnitt zwischen Wasserwerk und der Abzweigung nach St. Bartlmä nur wenig Platz für den geplanten Radweg bleibt. Damit der Triebwerkskanal nicht verlegt werden muss, hatte das Planungsbüro Lehner an dieser Stelle eine Spundwand vorgesehen.

Spundwand ist zu teuer

Das Bodengutachten hat nun aber gezeigt, dass der Untergrund derart problematisch ist, dass allein für die Spundwand Kosten von bis zu 200 000 Euro entstehen würden. Zum Vergleich: das gesamte Radwegprojekt ist in Dietfurt mit rund 550 000 Euro im Haushalt eingeplant.

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Planer Roland Lehner vom gleichnamigen Ingenieurbüro informierte den Bauausschuss darüber, dass der Untergrund an der Oberfläche nicht tragfähig sei. Die Spundwand müsste daher sehr tief gegründet werden. Dort ist der Boden aber so fest, dass Bohrungen notwendig wären. Dies alles würde die Kosten nach oben treiben.

Als Alternative schlug Lehner dem Bauausschuss vor, dass der Triebwerkskanal nun doch um einige Meter verlegt werden könnte, was der Bauausschuss auch als bessere Lösung ansah. Dafür muss aber erst noch mit den Grundstücksbesitzern verhandelt werden, ob diese bereit sind, die notwendigen Flächen auch abzugeben. Der Geschäftsleiter Ernst Dietlmeier sieht darin kein größeres Problem.

Gehbänder für Kirchgänger

Musterfläche vor dem Kloster. Foto: Rath
Musterfläche vor dem Kloster. Foto: Rath

Begutachtet hat der Bauausschuss am Montagabend auch die Musterfläche für barrierefreie Gehbänder im Bereich der Klosterkirche und der Pfarrkirche. In der Pfarrgasse, der Klostergasse und am Klostervorplatz ist das Kopfsteinpflaster so uneben, dass Rollstuhlfahrer sowie Nutzer von Krücken oder Gehwagen große Probleme haben, diese Strecke zu bewältigen. Deshalb sollen überall dort, wo vor allem ältere Kirchgänger unterwegs sind, rund 1,5 Meter breite Gehbänder aus Flossenbürger Granit entstehen.

Hinweis auf Worms

Dafür würde das alte Kopfsteinpflaster ausgebaut und durch die ebenen Steine ersetzt. Das Material ist identisch mit dem in der Innenstadt, nur sind kleinere Steinplatten verwendet worden. Ein ästhetisches Problem durch unterschiedliche Pflasterarten sieht Dietlmeier nicht: „Ich war vor Kurzem in Worms. Dort wurden einfach pragmatisch Gehbahnen geschaffen. Wenn es dort geht, warum soll es bei uns nicht gehen“, sagte er. Der Bauausschuss beauftragte die Verwaltung nun, ein Konzept und die Kosten für das Projekt zu entwickeln.

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