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Umfrage

So zufrieden ist der Landkreis Neumarkt

In einer Umfrage wollte die MZ wissen, was Sie am Leben in der Region schätzen und was Sie stört. Hier sind die Ergebnisse.
Von Johannes Heil

Die MZ wollte in einer Umfrage wissen, was den Menschen im Landkreis bezüglich ihrer Lebensumstände wichtig ist. Foto: Johannes Heil
Die MZ wollte in einer Umfrage wissen, was den Menschen im Landkreis bezüglich ihrer Lebensumstände wichtig ist. Foto: Johannes Heil

Neumarkt.In unserer Umfrage zum Thema zum Thema „Wie leben die Neumarkter?“ wollten wir von den Neumarktern wissen, was sie am Leben im Landkreis Neumarkt schätzen und wo es ihrer Meinung nach Nachholbedarf gibt.

Der Landkreis Neumarkt gilt als einer der am meisten prosperierenden Landkreise in ganz Bayern. Mit einer Arbeitslosenquote von rund 1,4 Prozent steht die Region im Vergleich sehr gut da. Doch wie sieht es mit den Bedürfnissen der Menschen aus? Im Folgenden erfahren Sie, was die Umfrage unter den MZ-Lesern ergeben hat:

Warum leben Sie hier?

Für die meisten Teilnehmer unserer Umfrage unserer Umfrage ist der Grund, warum sie im Landkreis Neumarkt wohnen ein emotionaler: Es ist ihre Heimat. Sie sind hier geboren und aufgewachsen. Ein kleinerer Teil gibt an der Arbeit wegen in den Landkreis Neumarkt gekommen zu sein.

Was schätzen Sie besonders in Ihrer Gemeinde?

„Man hat alles, was man vor Ort braucht“, schreibt ein Teilnehmer. Ein anderer schätzt die Grundversorgung an Ärzten, Schulen und die gute Verkehrsanbindung. Auch die Familienfreundlichkeit wird in mehreren Antworten gelobt.

Was fehlt Ihnen am meisten in Ihrer Gemeinde?

Hier ist die Antwort, die am häufigsten zu lesen ist „bezahlbarer Wohnraum, günstigere Mieten“. Ein Teilnehmer schreibt: „Wir werden leider bald wegziehen müssen, da wir bald zu fünft sind und es nichts Bezahlbares gibt. Aber eigentlich wollen wir nicht weg.“ Auch in Sachen öffentlicher Personennahverkehr gibt es Misstöne. Ein Teilnehmer fordert so „eine bessere Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wohnen & Leben

Top-Fakten über den Landkreis Neumarkt

Der Landkreis boomt. Welche Summen fließen in Großprojekte? Wie viele Kinder unter drei Jahren gibt es? Wir geben Antworten.

Leben Sie im Eigenheim oder zur Miete?

Hier geben 70,4 Prozent an, im Eigenheim zu wohnen. 29,6 Prozent der Befragten leben in Miete.

Wie bewerten Sie die Kosten für Wohnen und Lebenshaltung?

Bei dieser Frage tun sich zwei Lager auf. Die eine Seite empfindet die Kosten für „enorm hoch“ oder „zu hoch, vor allem für Familien“. „Viel zu teuer für junge Erwachsene“ ist auch zu lesen. Die andere Seite ist entgegengesetzter Meinung. Ein Teilnehmer hält die Lebenshaltungskosten für „angemessen“, ein anderer für „insgesamt gut und preislich ok“.

Wie schätzen Sie das Angebot in Sachen Nahversorgung in Ihrer Gemeinde ein?

Hier scheint der Landkreis Neumarkt flächendeckend hervorragend aufgestellt zu sein. Denn das Gros der Antworten empfindet das Angebot als „gut“, „sehr gut“ oder gar als „perfekt“.

„Rufbusse und Sammeltaxis sollten immer verfügbar sein. Zu allen Tages-Nachtzeiten.“

Ein Teilnehmer der Umfrage

Wie finden Sie die Infrastruktur/den ÖPNV?

Hier ergibt sich hingegen ein komplett anderes Bild. Der ÖPNV wird zum großen Teil als verbesserungswürdig erachtet. Ein Teilnehmer meint: „Der ÖPNV ist miserabel. Es gibt eine zu starke Orientierung an Autos.“ Ein anderer fordert: „Rufbusse und Sammeltaxis sollten immer verfügbar sein. Zu allen Tages-Nachtzeiten.“ Ein Weiterer schätzt den ÖPNV in manchen Dörfern als „praktisch nicht vorhanden“ ein.

Hier lesen Sie alle Teile unserer Serie „Leben und Wohnen in Neumarkt“.

Wie schätzen Sie den Zustand der Straßen in Ihrer Gemeinde ein?

Hier wiederum sind die Befragten gespalten. Viele finden die Straßen „in Ordnung“ oder „gut“. Andere kritisieren den zum Teil schlechten Zustand der Straßen. „Manche Straßen gehören sich unbedingt verbessert“, schreibt ein Teilnehmer.

Wie schätzen Sie die Internetverbindung in Ihrer Gemeinde ein?

In der Frage nach der Qualität der Internetverbindung sind die meisten Befragten nur wenig begeistert. „Könnte besser sein“, „zu langsam“ oder „Schulnote 5“ ist in den Antworten zu lesen.

Wie schätzen Sie die Versorgung in Sachen Ärzte/Gesundheit/Pflege ein?

Beim Angebot an Ärzten sind die meisten grundsätzlich zufrieden. Kritisiert hingegen werden die langen Wartezeiten auf einen Termin, die es nach Meinung einiger Befragten hinzunehmen gilt. Ein weiterer Kritikpunkt ist das mangelnde Angebot an Hausärzten im ländlichen Bereich. „Es gibt nicht im Ansatz ausreichende Möglichkeiten der Kurzzeit-Verhinderungspflege. Weder für Senioren noch für Menschen mit Behinderung“, kritisiert ein weiterer Teilnehmer.

Mehr zur MZ-Themenwoche „Leben und Wohnen in Neumarkt“:

Wie bewerten Sie das Angebot an Erziehungseinrichtungen in Ihrer Gemeinde?

Hier sind die Befragten ebenfalls gespalten: Von „sehr gut“ über „ausbaufähig“ bis hin zu „schlecht“ reicht die Palette der Antworten. Ein Teilnehmer moniert, dass es zu wenige konfessionsfreie Angebote gebe. Ein weiterer Negativpunkt bei den Befragten: Es gibt zu wenig Kitas und dementsprechend zu wenig Kitaplätze.

Denken Sie in Ihrer Gemeinde wird genug für Kinder getan? Was könnte man verbessern?

Die meisten denken hier: „Ja, es wird genug getan.“ Manchen fehlt es aber an geeigneten Treffpunkten für Jugendliche. Ein anderer Teilnehmer kritisiert fehlende Freizeitangebote in den Wintermonaten.

Wie bewerten Sie das Angebot für Senioren in Ihrer Gemeinde?

Auch hinsichtlich des Angebotes für Senioren sind die meisten Teilnehmer zufrieden. Manche schätzen das Angebot aber auch als „sehr schlecht“ ein, ein Teilnehmer merkt an: „Ohne die Angebote der Kirchen wäre es wenig.“ Ein anderer Teilnehmer merkt an, dass die Preise zu teuer seien – vor allem angesichts der geringen Rente, die viele Senioren nur zur Verfügung hätten.

Wie bewerten Sie das Freizeitangebot in Ihrer Gemeinde?

„Sehr vielfältig, interessant und umfangreich“ – „Äußerst schlecht“. Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich die Antworten auf diese Frage, wobei der Großteil der Befragten das Angebot als „in Ordnung“ einstuft.

„Ohne Auto ist man aufgeschmissen.“

Ein Teilnehmer der Umfrage

Wie gut sehen Sie sich in die Nachbarschaft integriert?

Den meisten ist eine lebendige Nachbarschaft offenbar durchaus wichtig. Denn die meisten Befragten sehen sich als „gut“ oder „sehr gut“ integriert an. Nur wenige geben an, „gar nicht“ oder „durchschnittlich“ integriert zu sein.

Engagieren Sie sich im Verein/ehrenamtlich?

Bei den Antworten wird klar: Viele Menschen engagieren sich nicht oder nicht mehr in Vereinen oder ehrenamtlich. Ein Teilnehmer sagt: „Habe mich mehr als 28 Jahre lang engagiert – jetzt aber nicht mehr.“

Welche sind für Sie die Vor- und Nachteile des ländlichen Raums?

Hier sind die beiden wichtigsten Argumente die Ruhe und zum anderen die Natur. Als Nachteil werden mehrfach die weiten Wegen und die Qualität des ÖPNV genannt. Einer meint: „Man ist immer auf das Auto angewiesen.“ Ein weiterer spitzt es noch weiter zu: „Ohne Auto ist man aufgeschmissen.“

Wollen Sie längerfristig hier leben?

Hier antworten fast alle mit einem eindeutigen „Ja“. „Hier will ich alt werden“, sagt ein Teilnehmer. Ein anderer will in der Region bleiben, „bis ich tot umfalle“.

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