MyMz
Anzeige

Lokales auf die Schippe genommen

Mehrere Tausend Schaulustige haben am Sonntagnachmittag den Velburger Gaudiwurm bewundert. Fast 40 Gruppen wirkten mit ideenreichen Beiträgen mit.
Von Wolfgang Schön

  • Dicht gedrängt standen die Schaulustigen beim Umzug am Velburger Stadtplatz. Fotos: Schön
  • Die Duselschreiber gehörten zu den farbenprächtigsten Anblicken.
  • Musikalische Fliegenpilze

Velburg.Der Faschingsumzug in Velburg zählt zu den Besonderen der Region: Nicht nur, dass er Jahr für Jahr eine Vielzahl von Schaulustigen begeistert, sondern er bringt durch seine tollen Beiträge so manches auf den Punkt, was die Menschen hier in ihrem Alltagstreiben bewegt. Obendrein begeistert er durch seine farbenfrohe Vielfalt.

Fast eine Stunde lang schlängelte sich am Sonntagnachmittag der Umzug durch die Straßen im Altstadtbereich, wo die Schaulustigen dicht gedrängt standen und Beifall klatschten. Themen, die dabei mehrfach in den Blickwinkel genommen wurden, waren die Windkraftnutzung und der „protzige“ Sportpalast des DJK-SV Lengenfeld. Frage sich nur, wer hier in beiden Fällen letztendlich die Zeche zahlt. Peter Spies kommentierte von erhöhter Warte aus das Geschehen am Stadtplatz unterhaltsam.

Die Windkraftnutzung macht es zumindest möglich, dass man nun vom Nikolaustag bis Ostern den Velburger Stadtplatz im gleißenden Licht seiner Weihnachtsbeleuchtung erleben kann, wie gleich mehrfach dargestellt wurde. Und dass in Velburg die kommunalpolitisch Verantwortlichen ein Herz für die Windkraftnutzung haben, ist hinlänglich bekannt.

„Darf’s a bisserl größer sein“ hat man auch beim Bau des neuen Lengenfelder Sportpalastes gefragt, doch nun heißt es: „Wer soll das bezahlen? Der Bischof von Limburg sicherlich nicht, und Wolfgang Schäuble wohl auch nicht“.

Dass die Fußball-WM 2022 in Katar „gekauft“ worden sei, behaupteten andere. In Bernla und Albertshofen wäre man dagegen schon froh, wenn zumindest einige Tausend Euro für das Herrichten ihrer Ortsverbindungsstraße abfallen würden, schließlich soll es sich dabei nach ADAC-Erhebungen um das schlechteste Straßenteilstück in der gesamten Oberpfalz handeln.

Fröhlich und ausgelassen war die Stimmung – bei den Teilnehmern ebenso wie bei den Zuschauern. Sie erfreuten sich an den vielen ideenreichen Beiträgen.

Und was die Velburger nicht selbst aufzubieten hatten, holten sie sich ins Boot, oder besser auf die Straße, wie beispielsweise die Faschingsgarde aus Hohenfels, die ebenfalls ein charmanter Hingucker war.

Dass sich gleich eine ganze Dorfgemeinschaft (Dantersdorf) um die zukünftige Abend- und Freizeitgestaltung eines in „Altersteilzeit“ gegangenen Tagblattberichterstatters Gedanken macht und diesem dann einem Faschingswagen-Beitrag widmete, wurde zumindest mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen.

Erfreut zeigten sich die Veranstalter, dass es beim Umzug und auch danach zu keinerlei Zwischenfällen gekommen ist.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht