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Kanaljubiläum

Kanal muss sich noch bewähren

Der „Vater“ der Wasserstraße, Dr. Konrad Weckerle, besucht Mühlhausen und findet, dass sich der Kanal seine Sporen noch verdienen müsse.
Von Hans Gleisenberg

Dr. Konrad Weckerle trägt sich ins Goldene Buch der Gemeinde, flankiert vom Altbürgermeister und dem aktuellen Rathauschef ein. Foto: ngl
Dr. Konrad Weckerle trägt sich ins Goldene Buch der Gemeinde, flankiert vom Altbürgermeister und dem aktuellen Rathauschef ein. Foto: ngl

MÜHLHAUSEN.Da das Kanaljubiläum derzeit aktuell ist, hat sich die Gemeinde Mühlhausen einen der Väter dieses Jahrhundertbauwerks, Professor Dr. Konrad Weckerle, ins Rathaus nach Mühlhausen geholt um über den Kanalbau und sein Für und Wider zu sprechen, aber auch um einen Eintrag ins Golden Buch Mühlhausens zu erhalten.

Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer und Altbürgermeister Anton Galler begrüßten den Gast, der sichtlich gut gelaunt die damaligen Geschehnisse, natürlich nicht nur aus Sicht der Sulzgemeinde Revue passieren ließ.

Mittlerweile 75 Jahre alt, erinnert sich Dr. Weckerle, dass vor allem in der Planungsphase große Hindernisse zu bewältigen waren: „Es war ein permanenter Kampf und vor allem die Raumordnungsverfahren hatten es in sich. Als diese Hürde genommen war, verlief der eigentlich Bau ziemlich reibungslos und die schon oft viel gerühmte deutsche Gründlichkeit kam hier wieder einmal zum Tragen“, berichtete der damalige Vorstandsvorsitzende der RMD AG.

Weckerle machte aber auch deutlich, dass sich solch ein Bauwerk nicht über ein Vierteljahrhundert amortisieren könne, sondern verwies darauf, dass es sich hier um ein Jahrhundertbauwerk handele, dass sich seine Sporen schon noch verdienen müsse. Er gab auch zu, dass sich die von ihm damals prognostizierten Umschlagzahlen noch nicht erfüllt hätten, doch wie er weiter sagte: „Gut Ding braucht Weile“. Er plädierte auch für den umstrittenen Ausbau der Donau von Kelheim bis Passau der, so Weckerle, dringend notwendig sei, um die zunehmenden Tonnagen auf dieser Wasserstraße bewältigen zu können.

Altbürgermeister Anton Galler sprach in seinem Rückblick in die 70er und 80er Jahre von einem Projekt, das in der Bevölkerung soviel Für und Wider erzeugt habe, wie kein zweites. Doch waren der damalige Bürgermeister Florian Weber und er selbst große Verfechter dieser Wasserstraße und nicht zuletzt durch ihren Einsatz wurde die Hafen Lände bei Bachhausen eine Erfolgsgeschichte sowie ein wirtschaftliches Standbein für Mühlhausen. „Auch heute noch sind wir mit dieser Anlage auf Expansionskurs und der Kanal ist auf jeden Fall ein Gewinn, auch in Punkto Freizeitwert könne von besten Werten gesprochen werden, so der Altbürgermeister.

Der aktuelle Rathauschef war in der Kanalbauphase so um die 30 Jahre alt und ebenfalls etwas im Zweifel, zumal er ja den Doktortitel in der Agrar – und Landschaftsökologie anstrebte und ihm war klar, dass die Macher viel Verantwortung trugen. Heute sei er ein klarer Befürworter dieser Wasserstraße.

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