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Ausstellung

Verwaltung wird zur Attraktion

Die Erlebniswelt Wasserstraße in der Gösselthalmühle soll in acht Wochen fertig sein. Investiert wurde eine Million Euro.
Von Dagmar Fuhrmann

  • Das Holzschiff stammt aus der Landesgartenschau Bamberg und steht nun in der Gösselthalmühle.

Gösselthalmühle.. Wer auch nur einen Funken Interesse für den Main-Donau-Kanal und die Schifffahrt hat, wird begeistert sein, über das, was zur Zeit in der Gösselthalmühle entsteht. Hier ist seit gut fünf Jahren die Revierzentrale des Kanals untergebracht. Deren Arbeit als Kommandozentrale läuft eher von der Öffentlichkeit unbemerkt ab. Das wird auch künftig so bleiben.

Eine Million Euro als Investition

Damit aber auch die Öffentlichkeit in den Dunstkreis rund um den Kanal eintauchen kann, wird derzeit dies Erlebniswelt geschaffen, in der es jede Menge Informationen rund um diese Wasserstraße gibt.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt investiert hier gut eine Million Euro, wie die Projektleiterin Stefanie von Einem bei einem Presserundgang informierte. Die Einweihung der Erlebniswelt am 24. Juni soll der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Geburtstag des Main-Donau-Kanals werden, der heuer 25 Jahre alt wird. Jetzt, gut acht Wochen vor der Einweihung, muss noch eine Menge passieren, aber dass dies ein weiterer Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische werden wird, ist deutlich erkennbar.

Besucher können die Gösselthalmühle sowohl über den Landweg als auch – hoffentlich, wie sie sagte – bald über den Wasserweg betreten. Nämlich vom Ausflugsdampfer aus, der am Steg anlegen soll, an der Umsetzung dieser Idee werde noch gearbeitet, es sehe aber so aus, als ob es klappen werde. Auf jeden Fall können die Touristen auf dem Radweg zur Gösselthalmühle kommen. Da sich aber die meisten auf der Seite des Klosters Plankstetten befinden werden, sollen sie per Beschilderung zu dem neuen Anziehungspunkt geleitet werden.

Der erste Blick wird auf eine Infotafel fallen und dann auf das noch namenlose Holzschiff, das der eine oder andere Besucher vielleicht von der Landesgartenschau in Bamberg noch in Erinnerung hat. „Es ist beim Transport heile geblieben, bis auf einige Ersatzteile“, sagte von Einem. Dies seien ungefähr 50 Prozent gewesen, sagte ihr Kollege Kai Bramhoff, Leiter der Außenstelle Riedenburg, augenzwinkernd. Dieses nun wieder instand gesetzte Holzschiff bietet eine erste Aufenthaltsmöglichkeit auf dem Deck und viele Informationen im Inneren. So wie bei der ganzen Gösselthalmühle wurde auch hier auf Barrierefreiheit geachtet, daher führt auch eine Rampe auf das Schiff hinauf.

Wer mit kleinen Kindern die Erlebniswelt besuchen möchte, der sollte auf jeden Fall Sachen zum Umziehen mitnehmen, denn am Wasserspielplatz wird vermutlich keine Hose trocken bleiben, mit einer Wasserschraube kann an der Sulz geplantscht werden und können auch Versuche vorgenommen werden.

Um das Gelände der Erlebniswelt von der umgebenden Landschaft abzugrenzen, wird mit Naturmaterialien gearbeitet. „Wir wollten das Gelände nicht einzäunen“, sagte von Einem.

Neu entstanden ist ein Aufzug, der neben der Außentreppe in die Ausstellung hinaufführt. Sie berichtet von den Herausforderungen, die es bedeutet, an einem denkmalgeschützten Gebäude einen Fahrstuhl anzubringen.

Der bisherige Eingang in das Gebäude führte in die Revierzentrale. „Aus Sicherheitsgründen haben wir diesen Bereich abgetrennt“, sagte von Einem. Der Haupteingang in das Gebäude entsteht gerade auf der Vorderseite.

Kern- und Herzstück des Projekts sind die Ausstellungen im Gebäude selber. Es gibt den Raum Wasser und den Raum Schifffahrt im Obergeschoss. Von Einem ist sichtlich angetan von dem Projekt. „Meines Wissens nach ist es das erste Mal, dass sich eine Verwaltung dermaßen positiv präsentiert“, sagt von Einem. Man kann in diesen Räumen lernen, was es mit der Wasserüberleitung auf sich hat, warum ein Schiff schwimmt.

Historische und moderne Schifffahrt

Im Raum Schifffahrt kann man lernen, wie es in der historischen Schifffahrt zuging aber auch, wie moderne Binnenschiffer leben und arbeiten.

An einem Schiffssimulator kann man selber ein Schiff steuern und beispielsweise an der Loreley vorbeifahren. Auch die Wasserschutzpolizei bekommt hier einen Auftritt. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 8 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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