MyMz
Anzeige

Mit großen Schritten in die Zukunft

Jugend, Senioren, Windkraft: Das waren die Themen 2013 – und sie werden es wohl auch 2014 bleiben. Die Gemeinden im Landkreis haben bereits reagiert.
von Kathrin Bayer

  • Wahlkampf 2013: Viele Politiker waren in diesem Jahr im Landkreis zu Gast – unter anderem der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer in Sengenthal. Foto: Archiv
  • Viele Trauergäste nahmen im Januar Abschied von Altlandrat Josef Werner Bauer. Foto: Archiv
  • Seit diesem Jahr sind sie wieder zu haben: die alten Kennzeichen. Foto: Archiv
  • Bischof Dr. Gregor Maria Hanke besuchte in diesem Jahr bei seiner Visitation zahlreiche Pfarreien im Landkreis –unter anderem Pilsach. Foto: Archiv
  • Der Ex-Pfarrer von Reichertshofen sorgte für überregionale Schlagzeilen: Zwischen 1998 und 2001 soll sich der damalige Seelsorger des Dorfes mehrfach an einem Buben vergangen haben. Foto: Archiv
  • Die Schweppermannspiele in Kastl waren wieder ein voller Erfolg. Foto: Archiv
  • Der Landkreis bleibt vom Hochwasser im Juni weitgehend verschont. In Mühlhausen müssen allerdings einige Keller leergepumpt werden. Foto: Archiv
  • Viele Gäste feierten das Jubiläum 125 Jahre Sulztalbahn mit. Foto: Archiv
  • Landrat Albert Löhner feierte in diesem Jahr Geburtstag - und auch Regierungspräsidentin Brigitta Brunner gratulierte. Foto: Archiv

Landkreis Neumarkt. Deining hat seit heuer ein Naturbad, Hausheim ein Haus des Dorfes, der Jugend und Vereine, Postbauer-Heng einen Bahnhofskiosk, Freystadt ein erweitertes Seniorenzentrum. Und das sind nur einige Beispiele: Viel ist im vergangenen Jahr im Landkreis vorangegangen, vieles hat sich verändert. Die Projekte werten die Gemeinden auf, machen sie fit für die Zukunft.

Vergangenheit: Regionalplan, Rufbus, Fachhochschule

Der Landkreis hatte sich einiges für dieses Jahr vorgenommen. Viele Ziele wurden erreicht. Die Fachhochschule gehört nicht dazu. Dieser Versuch blieb schon in den Anfängen stecken. Und 2014 droht sogar das komplette Aus. „Das bleibt ein Stachel“, sagt Michael Gottschalk, Pressesprecher und Leiter der Abteilung Kreisentwicklung am Landratsamt. Auch die Windenergie und damit der Regionalplan werden die Bürger weiter beschäftigen. Der Plan weist Konzentrationsflächen für Windräder aus – und soll so die ewige Diskussion um Zahl und Standort der Windräder beenden. Viele haben den Plan schon heuer erwartet, jetzt wird es wohl 2014 werden.

Ganz anders sieht es bei den Rufbussen aus. Mittlerweile sind zwölf der 19 Landkreisgemeinden an das System angeschlossen. Und der Einsatz scheint sich zu lohnen: Die Zahl der Fahrten sei schon deutlich gestiegen, sagt Gottschalk. In Pilsach, Berg und Lauterhofen übernehmen die Gemeinden sogar die Hälfte vom Fahrpreis. Gottschalk: „Da müssen wir dranbleiben.“ Schließlich gehe es hier darum, dass die Bewohner von Dörfern mobil bleiben.

Gegenwart: Jubiläen,

Jugend und Senioren

Eine der wichtigsten Herausforderungen ist momentan der demografische Wandel. Die Jugendlichen sollen in den Gemeinden gehalten, die Senioren umfassend betreut werden. Der Landkreis hat dabei gute Karten – das Fazit zur Jugendbefragung in den Gemeinden dieses Jahr fällt positiv aus: Relativ viele der Jugendlichen haben angegeben, dass sie gerne in ihrer Heimatgemeinde bleiben wollen. Ein Ansporn für die Gemeinden, noch mehr für ihre jugendlichen Bürger zu tun, meint Gottschalk.

Zum Beispiel müsse darauf reagiert werden, dass heute andere Wohnformen gefragt sind, als früher: Benötigt würden mehr Miet- und kleine Eigentumswohnungen. Oder betreutes Wohnen zu Hause: Ein Angebot, das sich viele Senioren wünschen. „Das sind die Schwerpunkte in den nächsten Jahren“, sagt Gottschalk. In Freystadt zum Beispiel wurde schon reagiert. Das Seniorenheim ist erweitert worden – 32 neue Plätze wurden eingerichtet, rund 3,5 Millionen Euro hat die Stadt dafür investiert. Die Kinderbetreuung ist ebenso ein wichtiges Thema. Viele Gemeinden im Landkreis stellen sich darauf ein: In Sengenthal zum Beispiel wurden heuer zwei neue Krippengruppen eingerichtet.

Grund zum Feiern gab es 2013 aber nicht nur in den Kindergärten – sondern auch bei einigen Jubiläen: Unter anderem feierte Landrat Albert Löhner mit unzähligen Gratulanten 65. Geburtstag, die Engelsberger Wehr wurde 100 und der FC Deining 60 Jahre alt.

Zukunft: Bildung,

Betreuung und Politik

Die Jugendlichen im Landkreis halten: Das wird auch 2014 ein Thema bleiben. Ebenso wie die Kinderbetreuung und neue Wohnformen für Senioren. In diesen Bereichen ist im kommenden Jahr einiges geplant.

Auch politisch steht eine Veränderung ins Haus: Am 16. März sind Kommunalwahlen. Albert Löhner wird nicht mehr antreten – er hat die Altersgrenze überschritten. Während seiner Amtszeit hat er viel dazu beigetragen, den Landkreis fit zu machen für die Zukunft. Das bescheinigte ihm an seinem Geburtstag auch Regierungspräsidentin Brigitta Brunner: „Er hat den Landkreis Neumarkt zu einem Juwel in der Oberpfalz fortentwickelt”. Auch Gottschalk sagt: „Wir haben eine sehr gute, stabile gesellschaftliche Entwicklung.“ Und ergänzt: „Aber wir dürfen nicht stehenbleiben. Wir müssen dranbleiben – mit viel Dynamik.“

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht