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Narren feierten bis in die späte Nacht

Der Umzug durch den Ort war der Höhepunkt des Faschings in Töging – doch noch lange nicht sein Ende. Nach der Podiumsgaudi ging es in die Gaststätten.
von Konrad Leidl

  • Die Gruppe Altmühlpower war ziemlich fröhlich als Indianer verkleidet auf dem Kriegspfad unterwegs. Fotos: Leidl
  • Venezianischer Karneval in Töging
  • Die Anglergruppe brachte einen Hauch von Orient mit.
  • Klassische Gardeuniformen durften beim Faschingszug in Töging natürlich auch nicht fehlen.
  • Bürgermeister Franz Stephan lenkte den Wagen des Stadtrats.

Töging.„Kasa wau!“ So schallte es am Wochenende in Töging an jeder Ecke. Ganz besonders stark zum Einsatz kam der Töginger Faschings-Schlachtruf beim originellen Umzug am Sonntag. Einige Tausend Besucher erlebten bei idealer Witterung einen wunderschönen Umzug mit drei Musikkapellen (Kolpingkapelle Töging, die Bergmusikanten aus Otterzhofen und die Siebentäler aus Dietfurt).

Den Zug führten traditionell die Töginger Schecken an, gefolgt von der Kolpingkapelle. Die Dechinger Fußballdamen suchten Tarzan. Die Kindergartenkinder gingen hingegen als Frösche und waren kaum wieder zu erkennen. Eine andere Gruppe befasste sich mit dem kaputten Auto des Pfarrherrn und rief zu Spenden auf. Ein weiterer Geistlicher war auch Teil des Gespötts: Die Gruppe Rocky Mountains nahm dem Limburger Bischof Tebartz van Elst aufs Korn. Der Töginger „Firlefanz“ fungierte als Glücksbringer und verteilte Marienkäfer.

Erstmals war die Kindergarde aus MAD (Meihern-Deising-Altmühlmünster) dabei. Die Baumstammdudler begeisterten auf einem Baumstamm sitzend mit flotter Musik und unterhielten auch im Anschluss in den Gaststätten. Eine starke Gruppe stellte auch die Altmühlpower als Indianer dar. Die Gruppe No Name befasste sich mit Füchsen und Jägern und fragte sich: „Was sagt der Fuchs?“

Die Anglergruppe brachte einen Hauch von Orient nach Töging mit ihren orientalischen Gewändern. Neben Orient war auch der Oxident vertreten in Form des venezianischen Karnevals und sogar die fröhliche Runde aus Dietfurt traute sich nach Töging.

Auch konnten die Bürgermeisterkandidaten bestaunt werden. Den Einachser des Stadtrates fuhr kein Geringerer als Bürgermeister Stephan quasi als letzte Amtshandlung.

Alle Gruppen wurden fachmännisch von Christine Paulus Jaksch und von Wolfgang Ibel in humorvoller Weise kommentiert. Den Abschluss bildete der bekannte Weckruf. Nach dem grandiosen Umzug wurde bei der Podiumsgaudi Wolfgang Ibel mit dem Kasa-Orden für seine zahlreichen Verdienste ausgezeichnet. Das gemeinsam gesungene „Kasalied“ beendete die offizielle Feier des Faschingstreiben vor dem Schloss, das sich in den Lokalen und Gaststätten jedoch bis spät in die Nacht fortzog.

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