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Leistung

Nepalhelfer waren überwältigt

Zum Dank für für den Wiederaufbau der Schulen nach dem Erdbeben gab es für die Beilngrieser eine Feier.

Die Mitglieder der Beilngrieser Nepalhilfe wurden zum Willkommen dekoriert. Foto: Michael Rebele
Die Mitglieder der Beilngrieser Nepalhilfe wurden zum Willkommen dekoriert. Foto: Michael Rebele

Beilngries.Das gewaltige Erdbeben im April 2015 hatte auch für die Schulen der Nepalhilfe Beilngries drastische Folgen: 15 davon wurden vollständig oder teilweise zerstört. Mit einem Kostenaufwand von annähernd zwei Millionen Euro gelang es, sie in den zurückliegenden vier Jahren wieder zu errichten. Diese Leistung wurde an der Jana Jagriti Secondary School von Sangachok gewürdigt.

Die Mitglieder der Nepalhilfe Beilngries und deren Freunde und Unterstützer waren überwältigt. Schon der Anblick der in ihren traditionellen Gewändern gekleideten vielhundertköpfigen Besucher aus den umliegenden Dörfern war beeindruckend. Maskentänzer aus Tibet, Tanzgruppen der Schulen des Sindhupalchok Distriktes und Männergesänge bildeten weitere optische und akustische Bausteine die der Feier einen besonderen Stellenwert verliehen.

Nicht fehlen durften in dem mehrstündigen Programm natürlich die Reden von Politikern. Allen voran Nepals Vizepremierminister, Nanda Bahadur Pum, der im Hubschrauber samt Bodyguards eingeschwebt kam. Sie alle nutzten die günstige Gelegenheit, um vor dem außergewöhnlich großen Auditorium über ihre politischen Erfolge zu parlieren.

So geht es weiter

  • Ressourcen:

    Die finanziellen Ressourcen der Hilfsorganisation sind nicht unbegrenzt. Man setzt auf Unterstützung von Spendern Himalaya 2020“ oder die Erlöse aus den Benefizveranstaltungen.

Auch das kam den Besuchern irgendwie bekannt vor. Der Vizepremier ging in seinen Dankesworten auf die schon so lange währende Verbindung zwischen Bayern und Nepal ein. Was im Jahr 1992 als kleines Pflänzchen zu wachsen begann habe sich über die Jahre zum ausladenden Baum entwickelt der bis in den Süden Nepals reiche. Ein Spiegelbild für die enge und konstruktive Zusammenarbeit stelle dazu das Logo der Nepalhilfe dar, die beiden ineinandergreifenden Hände vor der Kulisse der hohen Berge.

Ein Zugang zu Bildung

Ralf Petschl, der Erste Vorsitzende der Hilfsorganisation ging in seiner Rede auf die Notwendigkeit ein, jungen Menschen einen Zugang zu Bildung und Erziehung zu verschaffen denn dies erhöhe damit ihre Chancen für eine erfolgreiche Berufslaufbahn. Gerade dafür stünde die Arbeit der Nepalhilfe Beilngries.

Ergreifend für die Gäste Bayern waren die in deutscher Sprache formulierten Worte der 14-jährigen Isha Tamang, mit denen sie sich stellvertretend für ihre Mitschülerinnen für das überwältigende Engagement der Nepalhilfe bedankte. Sie verband dies mit der Bitte, doch auch künftig auf die Belange ihrer Schulen und deren Schüler zu achten und schloss mit dem Wunsch: „Möge Gott sie und alle schützen, die uns geholfen haben um diese große Werk zu schaffen“. Da sah man in manchem Augenwinkel der Gäste eine kleine Träne.

Denkwürdiger Tag

Vizepremier Bhahadur Pum enthüllte danach eine Wandtafel die an diesen denkwürdigen Tag erinnern wird. Glücksschals in verschiedenen Formen und Farben gab es für die Gäste als Geste des Dankes und des gegenseitigen Respekts. Danach entschwand der hohe Gast in Richtung Kathmandu. Verständlich, dass der lokale Bürgermeister ob dieses hohen Besuches vor Stolz und Freude schier platzte – der zweithöchste politische Vertreter Nepals in seinem Bergdorf!

Im Licht der untergehenden Sonne ging die Feier zu Ende und der neu gepflasterte Schulhof begann sich zu leeren. Die einheimischen Besucher kehrten zurück in ihre entlegenen Dörfer und Gehöfte. Er wird ihnen lange in Erinnerung bleiben, dieser Tag.

Prominenz unter den Gästen

Das gilt aber auch für die Besucher aus Deutschland und Österreich unter denen sich auch der erfolgreichste deutsche Höhenbergsteiger Ralf Dujmovits und der Kölner Journalist Stefan Nestler befanden. Beide hatten sich mit der Aktion „School up“ besonders der Wiederherstellung der Shree Setidevi Secondary School von Thulosirubari angenommen.

Mit im Kreis der Gäste war auch die Witwe des bereits 1999 verstorbenen Rajendra Giri aus Kadambas, dem Ort, in dem im Jahr 1995 die „Michl-Dacher-Schule eröffnet wurde. Wer hätte sich damals gedacht, dass ihr weitere 20 in der Region folgen sollten. Drei davon standen am Folgetag noch auf dem Besuchsplan. Sie waren ein Beleg dafür, dass sich die Mühen der Freunde vor Ort bezahlt gemacht hatten.

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