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Erster Weltkrieg

Neumarkt baut Baracken für ein Lazarett

100 000 Mark nimmt die Stadt Neumarkt im August 1914 für ein Krankenlazarett in die Hand. Selbst im Rathaussaal sollen Verwundete versorgt werden.

Postkarten von dem Neumarkter Baracken-Lazarett verschickten die Patienten häufig an ihre Angehörigen. Foto: Stadtarchiv

Neumarkt.In Belgien startet die deutsche Armee eine Großoffensive. Noch ist der Erste Weltkrieg in Bewegung, doch bald wird er sich in den Schützengräben Nordfrankreichs festfahren. Der Krieg wird sich zu einem Konflikt entwickeln, wie er nie zuvor dagewesen ist und ihn die Militärs auch nicht erwartet haben.

Derweil bereitet man sich in der Heimat auf die ersten Verwundeten vor. Der Neumarkter Magistrat beschließt, dass für 100 000 Mark ein Barackenlager gebaut werden soll. Dieses ist für Verwundete vorgesehen. Auch im Rathaussaal sollen Verwundete untergebracht werden.

Der Frauenverein erklärt sich bereit, sich um die Verwundeten zu kümmern. So wollen die Frauen die Krankenkost kochen und die Wäsche reinigen sowie reparieren. Laut Bericht stehen 400 Betten in den Reservelazaretten zur Verfügung.

Für die Verwundeten braucht es Nachschub an der Front, der Krieg muss weiter gehen. Dazu will offenbar der Amtsgerichtsdiener Fischer in Beilngries seinen Beitrag leisten. Das Tagblatt berichtet, dass der Beamte die Jugend militärisch drillt.

Die Daheimgebliebenen können den Neumarkter Soldaten eine besondere Verbindung zur Heimat zukommen lassen. Das Tagblatt wirbt für seine Felddienst-Abonnements und verspricht eine möglichst schnelle Zustellung der Zeitung an die verschiedenen Fronten.

Zu guter Letzt meldet das Tagblatt für den 21. August noch ein Ereignis, das Symbolcharakter für diese dunklen Tage hat. Es soll eine Sonnenfinsternis geben.

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