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Erster Weltkrieg

Neumarkter organisieren Kriegsopferhilfe

Der Erste Weltkrieg ist noch jung. In Berching und Neumarkt erkennt man aber schon die Notwendigkeit, für die Verwundeten und Witwen zu sorgen.

In der damaligen königlichen Realschule – heute ist dort das Förderzentrum (ehemalige Erwin-Lesch-Schule) – richtete das Rote Kreuz Anfang 1914 eine Sammelstelle für Sachspenden ein. Foto: Stadtarchiv

Neumarkt.Seit einigen Tagen nehmen die Berichte über den Kriegsverlauf immer größeren Platz im Neumarkter Tagblatt ein.

Mit den sich verstärkenden Kämpfen an den verschiedenen Fronten in Osten und Westen wachsen die Anstrengungen in der Heimat, die Hilfe für die Opfer des Krieges zu organisieren. Das Tagblatt berichtet am 12. August 1914 in seiner Ausgabe von der Gründung eines „Comitees zur Unterstützung verwundeter und kranker Krieger sowie der Hinterbliebenen“ in Berching.

Sogleich fließen die ersten Spenden. Der Turnverein Berching spendet 200 Mark. Den gleichen Betrag steuern außerdem jeweils die Stadt Berching und gewissen „Herren“ – damit sind wohl Männer aus der Führungsschicht Berchings gemeint – bei.

Auch in Neumarkt organisiert sich die Hilfe für die Kriegsopfer. Dabei sind es insbesondere die Frauen verschiedener Organisationen, die sich hervortun. Der Ortsverband des Roten Kreuzes und der israelitische Frauenverein richten gemeinsam eine Sammelstelle im Realschulgebäude ein. Das Tagblatt ruft die Bevölkerung dazu auf, Kleidung, Bettzeug, Verbandsmittel, Tabak oder auch Lebensmittel dort hin zu bringen.

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