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Erster Weltkrieg

Neumarkter spenden für Hinterbliebene

Die Männer ziehen in den Ersten Weltkrieg, die Familien bleiben zurück. Neben Geld vom Staat können die Neumarkterinnen auf ihre Mitbürger zählen.

Dem Roten Kreuz gehen immer mehr Spenden in den ersten Tagen des Weltkriegs zu. Foto: Wolf

Neumarkt.Der Erste Weltkrieg ist erst einige Tage alt, da findet sich im Tagblatt schon eine erste Kriegschronik –verbunden mit der Aufforderung, diese auszuschneiden und zu sammeln. Ob den Sammlern dieser Chronik bewusst war, wie lang die Chronik dieses Krieges noch werden würde?

Klar war den Menschen aber schon zu diesem Zeitpunkt, dass es Menschen geben wird, die unter dem Krieg leiden werden. Spenden werden in diesen Tagen allerorts gesammelt. Das Tagblatt befeuert diese Stimmung mit dem Beispiel des Maurers Konrad Firmkäs aus Holzheim.

In der Tagblatt-Ausgabe vom 7. August erfahren die Leser, dass dieser seinen letzten Ersparnisse in Höhe von 15 Mark den Hinterbliebenen von gefallenen Soldaten und dem Roten Kreuz gespendet habe. „Ich für meine Person arbeite bei den Bauern, da bekomme ich mein Essen und mehr brauche ich nicht“, zitiert die Zeitung Firmkäs.

Auch der Staat nimmt Geld in die Hand für die Frauen und Kinder der Soldaten. Das Tagblatt berichtet, dass Ehefrauen von Soldaten in den Monaten Mai bis Oktober neun Mark staatlicher Unterstützung bekommen, in den restlichen Monaten sind es zwölf Mark. Für jedes Kind unter 15 Jahren sind es monatlich sechs Mark.

Derweil haben die Militärs, die nun das Sagen haben, am Tag zuvor ein Fahrverbot für alle motorisierten Fahrzeuge außerorts verkündet. Einzig das Militär darf weiterhin fahren.

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