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OB-Wahlkampf

„Bin an Hoch-Zeit Neumarkts beteiligt“

Amtsinhaber Thumann startete seinen Wahlkampf mit einer „sehr positiven“ Bestandsaufnahme und dem Versprechen zu Kreativität.
Von Lothar Röhrl

Überwiegend Parteifreunde der UPW/Freie Wähler waren ins Staufer Sportheim gekommen, als Thomas Thumann seinen Wahlkampf startete.Foto: Röhrl
Überwiegend Parteifreunde der UPW/Freie Wähler waren ins Staufer Sportheim gekommen, als Thomas Thumann seinen Wahlkampf startete.Foto: Röhrl

Neumarkt. Am Ende gewährte er noch einem Staufer Bürger ein Vier-Augen-Gespräch: Dort, wo Thomas Thumann bei der OB-Wahl 2011 mit exakt 78 Prozent das beste Resultat in einem Neumarkter Stadtteil – noch vor den 77,7 Prozent in „seinem“ Holzheim – gelandet hatte, hat der UPW-Amtsinhaber am Donnerstagabend seinen Wahlkampf begonnen. Rund 50 Personen, darunter fast ausschließlich Parteifreunde, spendeten Thumann im Sportheim des SV Stauf heftigen Applaus, nachdem dieser um eine Chance für seine dritte Amtszeit bat.

Thumann streifte Thema „Wasser“

„Ich hoffe auf 50,01 Prozent“ antwortete später Thomas Thumann auf unsere Frage nach seinem Ergebnis am 24. September. Foto: Röhrl
„Ich hoffe auf 50,01 Prozent“ antwortete später Thomas Thumann auf unsere Frage nach seinem Ergebnis am 24. September. Foto: Röhrl

50 Prozent Rückschau auf die vergangenen sechs Jahre, 50 Prozent Vorstellung dessen, was er bei einer Wiederwahl bis 2023 vorhabe: So war die meist frei gehaltene Rede unterteilt. Im Rückblick als Neumarkts Stadtoberhaupt ging es Thomas Thumann zunächst um das „meist unterschätzte“ Projekt der Sicherung eines zweiten Standbeins der Wasserversorgung der Stadt ein. Dem fügte er hinzu, dass es gelungen sei, die Nitratbelastung des Neumarkter Wassers mit 14 Milligramm pro Liter deutlich unter dem Grenzwert von 50 zu halten. Doch dieser „sehr positive“ Wert werde von der wieder aufgeflammten Diskussion um die Härte des Neumarkter Trinkwassers „überstrahlt“, bedauerte der OB.

Kurz streifte Thumann die Entscheidung für das Ganzjahresbad. In Anspielung auf Aussagen seiner beiden Gegenkandidaten verteidigte er den Standort, an dem am 2. August Spatenstich gefeiert wird. Diesen immer noch in Frage zu stellen, sei Zeichen fataler Politik. Und zum Umbau des ehemaligen Kapuzinerklosters urteilte Thumann, dass daraus ein Schmuckstück geworden sei. Dagegen habe sein Vorgänger (Gemeint Alois Karl; Anmerkung der Redaktion) lange kein richtiges Konzept gehabt.

Thumann hatte seine Rede in eine Rück- und eine Vorschau aufgeteilt. Foto Röhrl
Thumann hatte seine Rede in eine Rück- und eine Vorschau aufgeteilt. Foto Röhrl

Mit Verweis unter anderem auch auf Neuen Markt und Umbau des Turnerheims sprach der Amtsinhaber von der „größten Bauoffensive der Nachkriegszeit“. Neben der Stadt träten aber auch private Investoren auf. So freute er sich, dass die Innenstadt zunehmend für private Investoren in Sachen „Wohnen in der Altstadt“ interessant werde. Nach der Wolfsgasse stehe mit dem bisherigen Hackner-Areal das nächste Wohnbau-Vorhaben an. Von einem Sterben der Klostergasse könne keine Rede sein. So wisse er aktuell von vier Bauanträgen alleine in der Klostergasse. In der nahen Marktstraße soll es Interessenten für neue Geschäfte geben. Insgesamt könne seiner Überzeugung nach von einer „Hoch-Zeit“ der Stadt Neumarkt gesprochen werde. „Ich will nicht sagen, dass ich dafür verantwortlich bin. Aber ich habe meinen Beitrag dafür geleistet“.

Bald Wasserspielplatz am Rathaus

In der Vorschau über die von ihm als „Periode der Kreativität“ überschriebenen kommenden sechs Jahre, sagte Thumann, dass er glaube, noch viel für Neumarkt tun zu können. Unter anderem führte er auf, dass die Stadt Studenten des Zweiges „Management in der Biobranche“ im Areal unterbringen wolle, der sich westlich an den Residenzplatz anschließt. Zudem kündigte er schon für Herbst sieben Bürgerkonferenzen zum Thema „Stadtleidbild“ an. In einer soll es um die Vorstellungen von Kindern und Jugendlichen dazu geben. Er sprach sich auch für einen begehbaren Wasserspielplatz statt des jetzigen Brunnens auf dem Rathausplatz aus. Schon konkret sei ein Gastspiel der Nürnberger Symphoniker 2019 beim ersten Klassik-Open-Air im Stadtpark.

Während Gastredner MdL Karl Vetter aus Cham seinen Parteifreund Thomas Thumann als „Garant“ für die weiter prosperierende Entwicklung Neumarkts empfahl, kritisierte er dessen CSU-Herausforderer. Foto: Röhrl
Während Gastredner MdL Karl Vetter aus Cham seinen Parteifreund Thomas Thumann als „Garant“ für die weiter prosperierende Entwicklung Neumarkts empfahl, kritisierte er dessen CSU-Herausforderer. Foto: Röhrl

Anders als Thumann sprachen Gastredner, MdL Dr. Karl Vetter aus Cham, und UPW-Stadtrat Rainer Hortolani Thumanns „Mitbewerber aus der staatstragenden Partei“ (Gemeint: Richard Graf) an. Für Vetter sei dieser in rechtlichen Fragen „nicht sattelfest“. Hortolani beweise dessen Aussage, dass Neumarkt Jahre mit wenig Aktivität hinter sich habe, mangelndes Geschichtsverständnis: „Wo lebt dieser Mann?“, sagte der Staufer Stadtrat.

Mehr Informationen und Nachrichten über den Neumarkter OB-Wahlkampf können Sie bei uns im Internet unter www.mittelbayerische.de/ob-wahl-neumarkt finden.

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