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Wahlen

„Da gehen schon manchmal die Zettel aus“

Zehn Stunden lang hatten die Wähler am Sonntag Zeit, ihre Stimmen abzugeben – und Neumarkts Wahllokale waren gut besucht.
von Luis Münch

Nicht nur im Rathaus war bei der Bundestags- und Oberbürgermeisterwahl am Sonntag viel los. Foto: Münch
Nicht nur im Rathaus war bei der Bundestags- und Oberbürgermeisterwahl am Sonntag viel los. Foto: Münch

Neumarkt.Als Benjamin Gerber seinen Wahlzettel in die Wahlurne legt, ist er sich sicher, dass seine Stimme Gewicht hat. „Wenn zu viele Leute denken, dass ihre nicht zählt, haben wir das Problem, das nur Extreme zur Wahl gehen“, sagt Gerber. Wie viele andere wahlberechtigte Neumarkterinnen und Neumarkter es am Sonntag getan haben, gab auch er seinen Wahlzettel zur Oberbürgermeister- beziehungsweise zur Bundestagswahl ab. Die Menschen der verschiedenen Wahlbezirke der Stadt strömten am Sonntag in die Wahllokale – von acht bis 18 Uhr hatten alle Wahlberechtigten Zeit, ihre Kreuze zu setzen.

In den Wahllokalen war viel los

Gerber meint, es gehöre dazu, zu wählen, auch wenn man nur alle vier Jahre mitmachen könne. „Regional hat die Stimme aber wohl mehr Gewicht als bundesweit“, sagt Gerber, der seine Stimme am Sonntag in der Stadtbibliothek abgab. Dort war Alicia Haselmann Wahlhelferin. Schon am Vormittag sei sehr viel los gewesen: „Da gehen schon manchmal die Zettel aus“, sagt Haselmann.

Die Wahlbeteiligung und auch die Stimmung unter den Wählern sei gut. „Es sind alle nett und höflich“, erklärt die Wahlhelferin. Der Großteil der Wähler würden sich freuen, dass sie wählen gehen dürfen und es nicht als lästige Pflicht sehen. Am Nachmittag erwarteten die Wahlhelfer der Stadtbibliothek viele Wähler. „Ich vermute schon, dass weiterhin viele kommen“, sagt Haselmann.

Weitere Informationen und Hintergründe zur OB-Wahl finden Sie in unserem MZ-Spezial.

Carina Sczogiel gab ihre Stimme ebenfalls in der Stadtbibliothek ab. Weil der Altersschnitt in Deutschland sehr hoch ist, sollten ihre Meinung nach die jungen Menschen wählen gehen. „Bei den älteren Wählern kommt immer das gleiche Ergebnis raus“, meint Sczogiel.

Martin Bayer ging zur Wahl, weil es ihm wichtig ist, selbst seine Stimme abzugeben. „Sonst liegt es in der Hand von anderen“, sagt Bayer. Wählen sei wichtig, damit ein anständiges Ergebnis rauskommt, weil es ganz Deutschland betreffe, so Bayer. Theresa Körner ist der Meinung, dass die Wahl die einzige Möglichkeit ist, auf die Demokratie einzuwirken.

„Mitlenken, wohin die Politik geht“

„Es ist sehr viel los“, sagt Barbara Bleisteiner, Wahlhelferin im Rathaus. Unter den Wählern seien auch viele Erstwähler und die Wahlbeteiligung sei sehr gut. „Viele Wähler sind froh, dass sie wählen dürfen“, sagt Bleisteiner. Zu den Aufgaben der Wahlhelfer gehörte am Sonntag auch das Auszählen der Stimmen. Die Wahlhelfer überwachen, dass geheim gewählt wird und kontrollieren, ob die Wähler auch wahlberechtigt sind.

Felix Kempf war einer von vielen Wählern, die am Sonntag im Rathaus ihre Kreuze setzten. Für ihn ist es nicht selbstverständlich, dass man wählen darf. „Man sollte diese Chance wahrnehmen“, sagt Kempf. Tina Suchomel ist der Meinung, dass man sich an der Demokratie beteiligen sollte. „Die Wahl ist wichtig, damit man mitlenken kann, wohin die Politik gehen soll“, so Suchomel.

Katrin Beyer ist der Meinung, dass man als Einzelner nicht viel bewirken kann. „Wenn viele Menschen wählen gehen, dann aber schon“, erklärt Beyer. Sie geht wählen, weil sie nicht will, dass ihre Stimme verloren geht. „Deshalb war es mir schon wichtig“, sagte Katrin Beyer.

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