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Politik

Das Wahl-Rennen an der OBI-Kreuzung

Die Neumarkter UPW und CSU suchten in der Nacht bei der Plakatierung die besten Plätze. Noch keine Werbung für Dieter Ries.
Von Lothar Röhrl

  • Thomas Thumann hebt Thomas Thumann hoch: Der OB-Kandidat gehörte zum zehnköpfigen Trupp, der in dieser Nacht unterwegs war. Foto : Röhrl
  • Die CSU hatte noch vor der UPW den vermeintlich besten Platz besetzt. Foto: Röhrl

Neumarkt.Es hat es tatsächlich gegeben: ein Rennen an der OBI-Kreuzung. Gerade war der Kleintransporter mit den CSU-Plakaten angekommen, da rauschten auf dem Kurt-Romstöck-Ring aus Richtung Unteres Tor zwei Sportwagen heran. Ein roter wurde von einem grauen mit gefühlt 140 km/h gejagt. Vom Geräusch her könnten es zwei Porsche gewesen sein, die da im Nu auch schon Richtung Münchner Ring in der Nacht verschwunden waren. Damit gehörte die Szenerie rund um die OBI-Kreuzung wieder einem ganz anderen Rennen. Dem um die besten Plätze für das Aufstellen großer Wahlplakate.

In der Nacht auf Montag durfte damit begonnen werden. Weil halt am 24. September nicht nur Bundestagswahl, sondern auch die etwas prestigeträchtigere OB-Wahl stattfindet, war schnell klar: Die kleinen Plakate für den Bund, die großen für das Rennen um den nächsten Oberbürgermeister.

Wie bei Hau-den-Lukas

Dabei wurde deutlich, wer da mehr auf die Optik „Platzwahl, Größe, Bildersprache“ eines Plakats setzt: Das war die UPW. Mit zum Trupp gehörte derjenige, um den es auf den Bildern geht: Thomas Thumann. Der Titelverteidiger sozusagen wollte zur Mannschaft in dieser Nacht gehören, die das Neumarkter Stadtgebiet zuplakatiert. Ein Lastwagen mit Anhänger hielt an. Darauf waren mehrere schwere Wände, deren Vor- und Rückseite fertigplakatiert waren, hochkant geschlichtet. Man merkte, dass der Trupp schon einige Aufstellplätze absolviert hatte. Jeder wusste, wo er hinzulangen hatte. Zum Abschluss haute noch einer wie beim echten „Hau-den-Lukas“ 200 Meter Luftlinie auf dem Volksfestplatz entfernt drauf – fertig war das Ganze. Ab zum nächsten Aufstellplatz – direkt auf der anderen Seite gegenüber.

Beschaulicher ging es zeitgleich bei der CSU zu. Aber auch mit Plan. Den zog CSU-Stadtverbandsvorsitzender Marco Gmelch aus der Tasche. Auf einem Luftbild der Stadt war die OBI-Kreuzung markiert – und da die Stelle, wo westlich gleich neben der Einfahrt zum Parkplatz am Donauer-Kindergarten eine Plakatwand hinkommen sollte. Neben Gmelch waren unter anderem auch Fraktionschef Markus Ochsenkühn und – allerdings als einziger nicht in Arbeitsklamotten – kurz Alois Karl zu sehen. Er war übrigens – plakatmäßig – der eigentliche „Erste“ an diesem Abend an der OBI-Kreuzung. Dezent mit einem „Reiter“ hatte das Karl-Plakat noch vor Mitternacht die Vorhut der Ver-Plakatierung gemacht.

Während Karls Konterfei das kleine Plakat ziert, blieb die vom CSU-Trupp um Gmelch und Ochsenkühn aufgestellte Plakatwand erst einmal Plakat-los. Einzig den Fuß für den besten Platz in die Türe zu bekommen, lautete wohl die Taktik der CSU. Und danach erst das große Plakat darauf zu tapezieren, das Richard Graf als nächsten Oberbürgermeister Neumarkts empfiehlt.

Noch kein Ries-Plakat

Übrigens: Ein bisschen hat unser Medienhaus schon noch gewartet, bis noch ein weiterer Trupp – und zwar der des dritten OB-Kandidaten – seine Aufwartung an der OBI-Kreuzung in diesen Momenten des Wechsels von Sonntag auf Montag macht. Doch von Dieter Ries und FLitZ war keine Spur.

Bei der Fahrt weg von der OBI-Kreuzung zeigte es sich: In Neumarkt hat in dieser Nacht jetzt auch unübersehbar die heiße Phase des Doppel-Wahlkampfes begonnen. Erste SPD-Plakate mit Johannes Foitzik – der Neumarkter bewirbt sich um den Sieg im Bundeswahlkreis Amberg-Sulzbach – wurden auch schon vereinzelt an Leuchtmasten gesichtet.

Weitere Nachrichten rund um den OB-Wahlkampf lesen Sie in unserem MZ-Spezial.

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