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Wahlkampf

Wirbel um Werbefilm des Neumarkter OB

OB-Kandidat Dieter Ries legt Beschwerde ein – das Neumarkter Landratsamt und die UPW bleiben gelassen.

Der OB als Actionheld – kommt nicht bei allen gut an. Filmszene: Freie Wähler
Der OB als Actionheld – kommt nicht bei allen gut an. Filmszene: Freie Wähler

Neumarkt.Der Wahlwerbespot von OB Thomas Thumann schlägt hohe Wellen – nicht nur in den sozialen Medien ist er großes Thema, nun hat OB-Kandidat Dieter Ries (FLitZ) bei der am Landratsamt angesiedelten Kommunalaufsicht der Regierung Beschwerde eingelegt.

„Die Stadt Neumarkt und damit der Oberbürgermeister haben damit erheblichen Einfluss auf die Beteiligten.“

Dieter Ries

Ries stört sich daran, dass „das Filmchen mit OB Thumann als ‚Hans-Kaspar‘ alias irgendwas“ im Open-Air-Kino im LGS-Park zu sehen ist, welches Teil des Sommerprogramms der Stadt ist. „Die Stadt Neumarkt und damit der Oberbürgermeister haben damit erheblichen Einfluss auf die Beteiligten“, klagt Ries.

Der neue Harry Potter?Filmszene: Freie Wähler
Der neue Harry Potter?Filmszene: Freie Wähler

Da die Stadt als Veranstalter des Sommerprogramms auftrete, sei die Unabhängigkeit des Open-Air-Veranstalters nicht gegeben, sagt Ries. Die Stellung der Stadt und des OB seien so mit der Veranstaltung verquickt, dass eine Aufführung dort aus den Grundsätzen einer gleichen Wahl nicht mehr gegeben sei.

Kopfschütteln bei der UPW

Bernhard Lehmeier, Vorsitzender der UPW, kann da nur verwundert den Kopf schütteln. Nicht nur der Filmdreh sei normal bezahlt worden, auch die Ausstrahlung im Kino koste den regulären Tarif, sagt er auf Nachfrage unseres Medienhauses.

Blick in die Ferne – der OB als Retter der Welt. Filmszene: Freie Wähler
Blick in die Ferne – der OB als Retter der Welt. Filmszene: Freie Wähler

Außerdem beanstandet Ries, dass in dem Film ein Ausschnitt enthalten sei, welcher aus städtischen Unterlagen stammen dürfe – das Bild und der Zoom auf das Ganzjahresbad seien nirgends in öffentlichen Unterlagen enthalten, behauptet Ries. Hier habe sich der OB „vermutlich bei städtischen Unterlagen bedient“ – dies sei ein erheblicher Verstoß gegen die Neutralitätspflicht der Stadt in Wahlangelegenheiten. Dies ist nach MZ-Recherchen jedoch nicht richtig: Die Animation des Ganzjahresbads ist online bei den SWN zu finden.

Im Landratsamt sieht man die ganze Angelegenheit indes gelassen: Es gebe „keine Veranlassung für ein rechtsaufsichtliches Einschreiten“, heißt es dort. (mz/ks)

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