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Investition

Parsberg stärkt Feuerwehren

Der Hauptausschuss beschließt den Kauf neuer Fahrzeuge. Sie kommen nach Hörmannsdorf, Willenhofen und Rudenshofen.
Von Markus Rath

Die Feuerwehr Hörmannsdorf erhält ein neues Fahrzeug.  Foto: Peter Tost
Die Feuerwehr Hörmannsdorf erhält ein neues Fahrzeug. Foto: Peter Tost

Parsberg.Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Montag mit großer Mehrheit die Investition von rund 350000 Euro in neue Feuerwehrfahrzeuge beschlossen. Demnach dürfen sich die Wehrmänner in Hörmannsdorf auf ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TFS) mit Atemschutz und Wasser freuen. Willenhofen und Rudenshofen erhalten ebenfalls ein TFS.

Bürgermeister Josef Bauer machte beim Sachvortrag zu diesem Thema deutlich, dass die Feuerwehren der Stadt hervorragende ehrenamtliche Arbeit leisten, ohne die die Sicherheit der Bürger nicht zu gewährleisten wäre. Trotzdem sei für ihn die Ausstattung der Wehren nie Gradmesser für die Wertschätzung dieser Arbeit, persönliche Eitelkeiten hätten nie eine Rolle gespielt, heißt es in der Beschlussvorlage. Dagegen habe die Sicherheit der Einsatzkräfte oberste Priorität. Diese steht und fällt mit einem Fahrzeug mit Blaulicht und der Möglichkeit, eine Unfallstelle gut auszuleuchten. Es dürfe nicht sein, dass die Feuerwehr dem Rettungsweg mit der Taschenlampe freimachen muss.

Sportheim Parsberg

  • Sanierung:

    Der TV hat Unterstützung bei der Grundsanierung in Bereich der Umkleiden, Duschen und dem angrenzenden Lagerbereich beantragt.

  • Finanzierung:

    Der Verein bringt 50 Prozent (31 150 Euro) Eigenleistung. Zuschüsse kommen vom Landkreis (zehn Prozent) und vom BLSV (20 Prozent) Die Stadt trägt 20 Prozent und gewährt ein zinsloses Darlehen für die Eigenleistung.

Sicherheit steht im Vordergrund

Bauer erläuterte, dass nach dem Feuerwehrbedarfsplan für Hörmannsdorf und Willenhofen jeweils ein TFS Wasser vorgesehen sind. Sein Nutzen steht und fällt aber mit der Mannschaft, die für den Einsatz unter Atemschutz ausgebildet ist. Bauer: „Hörmannsdorf hat sich sehr schnell auf den Weg gemacht und inzwischen sechs Atemschutzträger, drei weitere stehen kurz vor der Prüfung, drei weitere befinden sich in Ausbildung.“ Deshalb sei es jetzt sinnvoll, hier in eine neues Fahrzeug zu investieren.

Dem wollte der Fraktionsvorsitzende der CSU/FWL/JB, Wolfgang Graf, so nicht folgen. Mit dem Verweis auf die Situation in der Nachbargemeinde Lupburg, wo zwar ein Auto vorhanden sei, aber die notwendige Anzahl Atemschutzträger fehle, stimmte er gegen die Neuanschaffung. „Ein TFS Wasser braucht auch eine entsprechende Mannschaft, damit es nicht nur herumsteht.“ Graf schlug vor, erst wie in Willenhofen nur ein TFS mit Atemschutz zu kaufen. Wenn die Mannschaft stabil vorhanden sei, könne man immer noch nachrüsten. Matthias Lehner (JB), der neben dem Ehrenamt als Stadtrat auch als Kreisbrandmeister zur Feuerwehrführung des Landkreises gehört, widersprach seinen Fraktionskollegen und wies darauf hin, dass die Situation in Lupburg inzwischen nicht mehr so schlecht sei wie von Graf dargestellt. Zudem sei die Situation in Willenhofen, wo man mit der Ausbildung im Atemschutz erst begonnen habe und Hörmannsdorf nicht vergleichbar. Dort gebe es jetzt eine motivierte Mannschaft. „Atemschutz ohne Wasser ist nichts Halbes und nichts Ganzes“, sagte er.

Anhänger ist 50 Jahre alt

Unstrittig war in der Sitzung die Aufrüstung der Feuerwehr Rudenshofen über den Bedarfsplan hinaus. Der sieht nämlich noch einen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) vor, angeschafft wird aber ein TFS. Der alte TSA ist inzwischen 50 Jahre alt. Auch werde es immer schwieriger, einen Traktor als Zugfahrzeug zu finden.

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