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Raiffeisenbanken: Weg für Fusion frei

Die Institute Parsberg-Velburg und Hemau-Kallmünz wollen künftig gemeinsam arbeiten – Parsberg hat jetzt zugestimmt.
Von Vera Gabler

Heinrich Riel (Bildmitte mit Ehefrau Andrea) wurde aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. Foto: Vera Gabler
Heinrich Riel (Bildmitte mit Ehefrau Andrea) wurde aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. Foto: Vera Gabler

Parsberg.Einer Fusion der Raiffeisenbank Parsberg-Velburg mit der Raiffeisenbank Hemau-Kallmünz steht seitens der Bank Parsberg-Velburg nichts mehr im Wege. Bei der Vertreterversammlung am Dienstag im Gasthaus Neugebauer in Herrnried stimmten alle 39 anwesenden von insgesamt 58 Vertretern einstimmig für die Fusion.

„Dies ist der richtige Schritt, um weiterhin im Sinne von Kunden, Mitgliedern, Mitarbeitern und Bank die Zukunft eigenverantwortlich gestalten zu können.“

Roland Lehner

Bevor über die Verschmelzung mit der Raiffeisenbank Hemau-Kallmünz informiert wurde, stellte Aufsichtratsvorsitzende Roland Lehner zu Beginn der Versammlung die beiden Vorstände Klaus Federholzner und Stephan Paulus von der Raiffeisenbank Hemau-Kallmünz vor. Gleichzeitig erläuterte Lehner die Wichtigkeit des geplanten Zusammenschlusses vor. „Dies ist der richtige Schritt, um weiterhin im Sinne von Kunden, Mitgliedern, Mitarbeitern und Bank die Zukunft eigenverantwortlich gestalten zu können“, erklärte der Vorsitzende.

Wettbewerbsfähigkeit sichern

Vorstandssprecher Martin Reindl ergänzte in seinen Ausführungen, dass sich die Raiffeisenbank Parsberg-Velburg mit derzeit 5777 Mitgliedern den Anforderungen der Zeit und der für Banken nicht einfachen Entwicklung der vergangenen Jahre angepasst habe. „Allerdings erfordern die Anforderungen für die Zukunft weitere Anstrengungen und Bemühungen zur Sicherung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit“, so Reindl.

Mit der jetzigen Betriebsgröße und Organisation stoße man allerdings an die Grenzen, deshalb sei man in Fusionsverhandlungen mit der Nachbargenossenschaft Raiffeisenbank Hemau-Kallmümz getreten.

Die Zeiten sind schwierig, doch die Raiffeisen ist mit dem Geschäftsjahr 2018 zufrieden. Foto: Boris Roessler/dpa
Die Zeiten sind schwierig, doch die Raiffeisen ist mit dem Geschäftsjahr 2018 zufrieden. Foto: Boris Roessler/dpa

Reindl versicherte, dass man so die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit besser gewährleisten könne. Nach der Erläuterung des Verschmelzungsvertrages und dem Verlesen des Prüfungsgutachtens durch Franz Penker stimmten die Vertreter einer Fusion mit der Raiffeisenbank Hemau-Kallmünz zur neuen Bank Raiffeisenbank im Oberpfälzer Jura einstimmig zu und genehmigten den Verschmelzungsvertrag.

Wenn nun die Mitglieder der Raiffeisenbank Hemau-Kallmünz ebenso der Fusion zustimmen, steht der Verschmelzung rückwirkend zum 1. Januar nichts mehr im Wege.

Bilanzsumme stieg auf knapp 400 Million Euro

Im weiteren Verlauf der Versammlung berichtete Reindl über das Geschäftsjahr 2018 unter anderem über die wirtschaftliche Entwicklung in Europa, die auch an den Kapitalmärkten nicht spurlos vorüber gehe. Auch wegen der immer noch anhaltenden Niedrigzinsphase, die die Ertragslage der Banken nach wie vor belaste, sei die Raiffeisenbank weiterhin stark gefordert, so Reindl.

Vorstand Roland Pirzer konnte den Vertretern dennoch ein zufriedenstellendes Jahresergebnis präsentieren, die Bank sei erneut gewachsen. Die Bilanzsumme wurde auf 398,8 Millionen Euro gesteigert. Die Mitglieder und Eigentümer der Bank würden Dividende und Mitgliederbonus erhalten.

Das Ergebnis der Waren-GmbH sei von schwierigen Witterungsbedingungen geprägt gewesen, der Rückgang konnte teilweise durch eine Absatzsteigerung bei Futtermitteln und Dünger sowie durch den Außendienst kompensiert werden.

Künftig nur noch fünf Sitze im Aufsichtsrat

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Verabschiedung von Heinrich Riel aus Seubersdorf. Er stellte sich nicht mehr zur Wahl, so dass er bei der Versammlung für seine 25-jährige Tätigkeit, davon sechs Jahre als Vorsitzender, vom Regionaldirektor des Genossenschaftsverbandes Bayern, Franz Penker, geehrt wurde. Mit der Überreichung der Silbernen Ehrennadel wurde Riel für sein langjähriges Engagement und seine Treue gedankt.

Turnusgemäß schied auch Franz Ehrensberger aus dem Aufsichtsrat aus, er erklärte sich aber zur Wiederwahl bereit. Aufgrund der geplanten Fusion mit der Raiffeisenbank Hemau-Kallmünz wurde einstimmig beschlossen, den Aufsichtsrat auf fünf Mandate zu reduzieren, so dass der Platz von Riel nicht mehr zu besetzen war.

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