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Interview

Ein Neumarkter macht Schulpolitik

Adrian Ademi aus der Mittelschule Weinbergerstraße ist Bezirksschülersprecher. Er verrät, was seine Aufgaben sind.
Von Luis Münch

Adrian Ademi vor der Mittelschule an der Weinberger Straße ist Bezirksschülersprecher.
Adrian Ademi vor der Mittelschule an der Weinberger Straße ist Bezirksschülersprecher. Foto: Münch

Neumarkt.Warum hast Du Dich zur Wahl des Bezirksschülersprechers aufstellen lassen?

Adrian Ademi: Zunächst habe ich mich an der Mittelschule zum Schülersprecher aufstellen lassen, weil ich mich für die Schule interessiere und dort auch viele Projekte stattfinden. Danach fand die Landkreisschülersprecherwahl in Lauterhofen statt – und dort wurde ich dann zum Landkreisschülersprecher gewählt. In einem engen Zeitraum fanden dann auch die Wahlen zum Bezirksschülersprecher statt. Ich habe mich dort aufstellen lassen, weil ich gerne mitwirke und meine Schule repräsentiere. Letztendlich wurde ich dann auch zum Bezirksschülersprecher der Mittelschulen gewählt

Wie liefen die Wahlen ab?

Die Wahlen waren sehr unterschiedlich. Bei der Wahl zum Landkreisschülersprecher war keine absolute Mehrheit notwendig. Es reichte, die meisten Stimmen von allen Kandidaten zu bekommen. Bei der Bezirksschülersprecherwahl in Regenstauf war das aber anders. Dort brauchte man die absolute Mehrheit, um zum Bezirksschülersprecher gewählt zu werden. Ich musste dort gegen sieben Mädchen antreten – letztendlich wurde ich gewählt, weil ich überzeugt habe.

Wie haben Deine Mitschüler reagiert, als sie hinterher vom Ergebnis der Wahl erfahren haben?

Ich wurde beglückwünscht und es hat natürlich auch Durchsagen gegeben. Vor allem intern in der Klasse haben sich viele für mich gefreut.

Welche Aufgaben erwarten Dich als Bezirksschülersprecher?

Ich werde immer wieder die Landesschülerkonferenzen besuchen. Die finden entweder in einer Jugendherberge in München statt oder direkt im Kultusministerium in München. Ich habe gemerkt, dass das mein Ziel ist. Solche Konferenzen machen mir auch Spaß.

Was hast Du im Amt als Schülersprecher schon machen müssen?

Schulintern haben wir schon einige Projekte auf die Beine gestellt. Zu Weihnachten haben wir beispielsweise ein Schauspiel und Geschenke für die Klassen organisiert. Wir haben ein angenehmes Weihnachten verbracht.

Wie kannst Du als Bezirksschülersprecher etwas erreichen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten. Entweder kommt ein Schüler, der einen Antrag stellt und fragt, ob man dieses oder jenes in Schulen durchbringen kann. Oder ich stelle einen Antrag, der dann auf den Landesschülerkonferenzen besprochen wird. Bei so einem Antrag, der beispielsweise von Schülern oder von mir kommt, muss immer eine Begründung vorhanden sein. Den Antrag besprechen wir dann bei den Landesschülerkonferenzen und formulieren ihn, falls nötig, auch noch um. Anschließend entscheiden wir per Abstimmung, ob der Antrag an das Kultusministerium weitergeleitet werden soll oder nicht.

Auf welche Aufgabe freust Du Dich am meisten?

Mir machen vor allem die Landesschülerkonferenzen sehr viel Spaß. Dort treffen sich 40 Schüler aus unterschiedlichen Schulen und Verbindungslehrer. Bevor man spricht, muss man beispielsweise ein Namensschild hochhalten. Mir gefällt daran besonders, dass man sich in Diskussionen einbringen kann. Man bekommt dort auch Meinungen von jüngeren und älteren Schülern zu hören und diskutiert dann darüber. Für solche Konferenzen bin ich immer besonders motiviert.

Bist Du wegen des Amtes als Bezirksschülersprecher schon des Öfteren vom Unterricht befreit worden?

Manchmal. Stressig wird es dann, wenn auf einem kurzen Zeitraum viele Proben hintereinander anstehen und ich viel Unterricht verpasse. Wenn ich in den Unterricht komme, nehme ich Informationen aber schnell auf. Ich lerne insgesamt sehr schnell, deshalb ist es meist eigentlich kein Problem für mich. Wenn ich mal vom Unterricht befreit bin, ist es sehr wichtig, mit den Lehrern und den Rektoren zusammenzuarbeiten. Das klappt an meiner Schule sehr gut. Die gute Kooperation mit den Lehrern und den Schulrektoren hilft mir sehr.

Welche Eigenschaften sollte ein Schülersprecher Deiner Meinung nach mitbringen?

Ich finde, dass sich ein Schülersprecher immer selbstbewusst zeigen sollte. Wenn man Selbstbewusstsein ausstrahlt, wird man auch wahrgenommen. Kontaktfreudigkeit ist auch sehr wichtig. Man sollte die Meinung anderer tolerieren können, kooperativ und objektiv sollte man sein. Das ist besonders bei politischen Themen sehr wichtig. Ein sehr großer Faktor: die Motivation. Umso besser man motiviert ist, umso mehr Projekte kann man bewegen.

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