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Sie haben viel für die Stadt getan

Das Jahr 2013 war auch eines der Abschiede: Egal, ob Stadtwerkedirektor, Stadtbaumeister oder Kulturamtsleiterin – sie alle schieden aus ihren Ämtern.
von Thorsten Drenkard

  • Die überdimensionalen Pflanztöpfe in der Innenstadt sind auch die Idee von Dr. Gabriele Moritz, ehemalige Leiterin des Kulturamts, gewesen.
  • Zum Abschied gab es einen Edelstahl-Heizstrahler für Stadtbaumeister a.D. Rudolf Müller-Tribbensee. Foto: Regnet
  • OB Thumann (l.), Manfred Tylla (r.) und seine Gattin Ursula stießen auf das Dienstjubiläum an. Foto: Röhrl

Neumarkt.Während seiner knapp 20-jährigen Zeit als Neumarkts Stadtbaumeister war Rudolf Müller-Tribbensee auch stets irgendwo der „Herr der Ringe“. Schließlich hatte er in seiner verantwortungsvollen Funktion verschiedenste Kreisverkehre aller Größen und Dimensionen im Neumarkter Stadtgebiet bauen lassen.

Doch damit nicht genug: Während seiner zwei Jahrzehnte umspannenden Amtszeit fielen unter anderem die Sanierungen des Reitstadels sowie des Schreiberhauses an, wurde der Bauhof neu gebaut sowie das Klärwerk errichtet. Mit 40 Millionen Euro ist es das größte Einzelprojekt des ehemaligen Stadtbaumeisters.

Bei seiner Verabschiedung Ende Januar im Reitstadel mahnte Müller-Tribbensee in Richtung der Stadträte, zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen, ein konzentriertes Miteinander zu zeigen und mehr Vertrauen in die kompetenten Mitarbeiter im Rathaus zu setzen – unter anderem in seinen Nachfolger Matthias Seemann.

Nach fast 20 Jahren gegangen

Auch im Kulturamt gab es im Jahr 2013 einen Wechsel. Dr. Gabriele Moritz, die fast 20 Jahre dessen Leitung inne hatte, verabschiedete sich zum 1.November in Richtung Nürnberg, wo sie nun für die fünf kulturhistorischen Museen der Stadt zuständig ist.

Neumarkt sei eine Stadt mit einem „sehr profilierten Kultur-Angebot geworden“, sagte Moritz im großen Tagblatt-Interview Ende Oktober. Mit einem starken Kulturamts-Team sei es während ihres Schaffens gelungen, das Stadtmuseum sowie das Stadtarchiv auszubauen sowie den Reitstadel und die Festsäle der Residenz weiterzuentwickeln. Nicht zu vergessen die Kultur-Nacht, die Internationale Meistersingerakademie und vor allem das Museum Lothar Fischer, das in ihre Zeit als Kulturamtsleiterin falle.

Kultur ist niemals elitär

Letztlich sei das Motto „Kultur für alle“ in Neumarkt verwirklicht, denn Kultur sei nie elitär. Der Stadt Neumarkt und der Kulturszene wird sie weiter verbunden bleiben. „Ich werde verfolgen, was das Stadtmuseum zu bieten hat“. Und natürlich werde sie auch zum Altstadtfest kommen – Ehrensache.

Hauptsache waren für Manfred Tylla mehr als 40 Jahre die Stadtwerke Neumarkt (SWN). Genau am 1. April 1973 war es, als der damals 23 Jahre alte Tylla seine Anstellung als Sachbereichsleiter „Stromversorgung“ bei der Neumarkter Dienststelle der OBAG (Energieversorgung Ostbayern AG) begonnen hatte.

Ende August 2013 schied der mittlerweile 63-Jährige schließlich als langjähriger SWN-Direktor (20 Jahre) aus seinem Amt und ging aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand.

Zu den positiven Errungenschaften seiner prägenden Amtszeit zählte er das „zweite Wasserstandbein”, das nach Jahren des Hin und Her mit dem Anschluss an die Laber-Naab-Gruppe gefunden worden sei. Seine größte Enttäuschung sei hingegen nach fünfjähriger Planung das Aus für das Biomasseheizkraftwerk durch den Neumarkter Stadtrat gewesen.

Dennoch zog Manfred Tylla ein zufriedenes Fazit seiner Zeit als SWN-Direktor: „Ich habe die Stadtwerke auf so viele Säulen gestellt, dass sie nun nah am Puls der Zeit sind.”

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