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Freizeit

Stadtpark in Neumarkt wird größer

Es ist das wohl größte Grünanlagenprojekt seit der Landesgartenschau. Was mit den Bäumen passieren soll, steht bereits fest.

So könnte die große Wiese einmal aussehen. Illustration: Stadt Neumarkt
So könnte die große Wiese einmal aussehen. Illustration: Stadt Neumarkt

Neumarkt.Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann sagt zu dem Projekt: „Ich bin überzeugt, dass wir ein tolles Projekt entwickelt haben und wir uns alle auf den vergrößerten und attraktiv gestalteten Stadtpark freuen dürfen“. In einer Bürgerinformation an die Haushalte der Stadt Neumarkt legt er dar, wie die Planungen aussehen.

Thumann weist er darauf hin, dass es zunächst darum gehe, den Stadtpark um rund 3500 Quadratmeter zu vergrößern. Denn der Behelfsparkplatz „Hotel Wunder“ werde aufgelassen und zur Stadtparkfläche umgestaltet. In dem Bereich soll auch der Leitgraben wieder freigelegt und als historisches Bauwerk erlebbar gemacht werden.

Wasserterrassen und ein Spielbereich sollen das Gelände attraktiv gestalten, dazu gehört auch eine Pergola, die Schatten für die Besucher spenden soll. Als Kompensation für die Autostellplätze entsteht gegenüber in der Mühlstraße ein Parkplatz.


Der BN hatte Befürchtungen, was bei der Umgestaltung mit den Bäumen passiert.

Auch im restlichen Stadtpark sind zahlreiche Umgestaltungen vorgesehen, so etwa auf der Großen Wiese auf der Schanze, die künftig als Areal für Erholung und Freizeit für alle Altersstufen dienen sein soll. Nach unten hin zum Weiher und zum Leitgraben sollen Terrassengärten mit Sitzstufen, Stauden und Heckenbändern eine angenehme Umgebung schaffen.

Eine große Treppe zwischen der Großen Wiese auf der Schanze und dem unteren Stadtparkbereich soll der Erschließung dienen und zum Besuch einladen. Extensive Wiesenflächen am Südhang schaffen zudem neue Lebensräume für Insekten und seltene Pflanzen, außerdem ergeben sich dadurch schöne Ausblicke.

Richtung Papiermühle

Hinter der großen Wiese auf der Schanze in Richtung Papiermühle entsteht das sogenannte „Blaue Tal“. Dieser Arbeitstitel umfasst einen Abschnitt des Parks, wo Kunst und Kultur unter alten Eichen ihren Platz finden sollen. Angedacht sind hier blaue Frühjahrsblüher, die dem Bereich den Namen geben.

Grüngürtel Neumarkt

Treppenstufen zum Sitzen und Flanieren. Illustration: Stadt Neumarkt
Treppenstufen zum Sitzen und Flanieren. Illustration: Stadt Neumarkt

Oberbürgermeister Thumann weist darauf hin, dass mit der rund 5,1 Mio. Euro Investition für den Stadtpark der gesamte Grüngürtel um die Altstadt geschlossen werde. Die Freilegung des Leitgrabens im Ostbereich, der Wasserspielplatz und der Bau des Museums Lothar Fischer in der Zeit von Oberbürgermeister Alois Karl sowie die Umgestaltung der Grünanlagen an der Ringstraße und am Ludwigshain in seiner Amtszeit seien seiner Ansicht nach wichtige Bausteine gewesen.

Oberbürgermeister Thumann betont in der Bürgerinformation, dass es für das jetzige Vorhaben eine hohe Förderung der Regierung von bis zu 2,8 Mio. Euro geben wird. Dies geschehe, weil die Stadt hier eine vorbildliche Planung vorgelegt habe, die nicht nur die Belange des Natur- und Umweltschutzes beachte, sondern eben auch darauf abziele, einen Freizeit- und Lebensraum für alle Altersgruppen und Schichten in der Innenstadt zu schaffen, der eine wichtige Funktion übernehme.

Stadtpark für „alle“

„Es wird ein Park für alle“, sagt Neumarkts Oberbürgermeister Thumann. Auch der Umweltreferent des Stadtrates, Werner Thumann, bekräftigt das in der Bürgerinformation: „Unser Stadtpark wird größer und schöner, der Leitgraben wird renaturiert und der absolut überwiegende Anteil großer, ökologisch wertvoller Bäume wird nicht angetastet. Wir Neumarkter können uns auf einen wunderbaren Park freuen!“

Oberbürgermeister Thumann ging auch darauf ein, dass selbstverständlich für die Umgestaltung Eingriffe notwendig seien. Aber der Großteil der rund 380 jetzt im Stadtpark befindlichen Bäume werde gar nicht angetastet und schon gar nicht werde der wertvolle Bestand mit den großen Eichen im östlichen und nördlichen Teil von den Arbeiten berührt sein.

„Ich glaube, dass der Stadtpark mit den attraktiven Wasserlandschaften, den Stufenanlagen, der Treppe und den vielen Möglichkeiten nach der Umgestaltung ein markanter Anziehungspunkt werden wird, der ähnlich wie der Landesgartenschaupark von allen geschätzt wird.“

Oberbürgermeister Thomas Thumann

47 neue Bäume

Zudem wolle die Stadt 47 Neuanpflanzungen von Bäumen vornehmen und das gesamte Areal werde ökologisch aufgewertet. Viele in Neumarkt hätten ihn bereits angesprochen, dass die Stadt doch möglichst schnell in die Umsetzung komme. Kernaussage von vielen sei, dass der Stadtpark lange genug ein „Dornröschendasein“ geführt habe, unansehnlich sei und viele Bürger manche Bereiche sogar meiden, weil sich dort ein Unsicherheitsgefühl einstellt.

„Ich glaube, dass der Stadtpark mit den attraktiven Wasserlandschaften, den Stufenanlagen, der Treppe und den vielen Möglichkeiten nach der Umgestaltung ein markanter Anziehungspunkt werden wird, der ähnlich wie der Landesgartenschaupark von allen geschätzt wird“, sagte Neumarkts Oberbürgermeister Thumann.

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