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Gesang

Stimmen, die die Seele berühren

Die talentierten Teilnehmer der IMA gaben beim Eröffnungskonzert in Neumarkt Einblicke in ihr Können. Bei den Auftritten kam auch die Show nicht zu kurz.
Von Michael David

  • Karen Vuong (Sporan) setzte bei „Nun eilt herbei“ auch eine lebhafte Mimik und Gestik ein. Fotos: David
  • John Bate (Bariton) sang „Largo al Faktotum“ aus „Der Barbier von Sevilla“.

Neumarkt.Zum zweiten Mal ist Neumarkt mit seinem, für die außergewöhnlich gute Akustik bekannten Konzertsaal des historischen Reitstadels für sechs Wochen Gastgeber der Internationalen Meistersinger Akademie (IMA). Unter mehr als 90 Sängerinnen und Sängern aus aller Welt haben sich dieses Jahr 17 Nachwuchstalente aus neun verschiedenen Nationen für den Kurs qualifiziert. Zentraler Bestandteil der IMA ist der Unterricht durch die Künstlerische Leiterin Prof. Dr. Edith Wiens und durch zahlreiche hochkarätige Gastprofessoren.

Beeindruckende Darbietungen

Das Eröffnungskonzert mit den talentierten Sangeskünstlern und dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Michael Hofstetter, fand am Donnerstagabend im Festsaal des historischen Reittadels statt. Den ersten Teil des Programms widmete man den Opern von Wolfgang Amadeus Mozart. Einzelne Arien aus „Cosi fan tutte“, „Die Zauberflöte“, „Die Hochzeit des Figaro“ und „Don Giovanni“ wurden von den jungen Künstlern auf beeindruckende Weise vorgetragen.

Abwechslungsreicher, von kompositorischer Seite, wurde es nach der Pause. Beginnend mit verschiedenen Arien aus „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck, Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ und endend mit Gioacchino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“.

Die Australierin Rachel Bate (Sopran) setzte das erste imponierende Ausrufezeichen mit der Arie „E Susanna non vien!… Dove sono“ aus Wolfgang Amadeus Mozart Oper „Die Hochzeit des Figaro“. Ihre Stimme so zart und weich, dann wieder bestimmend und kraftvoll, berührte die am weitesten entfernten Stellen der Seele und spiegelte die Emotionen des verlorenen Glücks und der bedingungslosen Liebe in einem verzauberten Licht.

Wahre Lebensfreunde

Äußerst konzentriert und technisch auf sehr hohem Niveau interpretierte die aus Armenien stammende Sopranistin Lussine Levoni „O zittre nicht, mein lieber Sohn“ aus „Die Zauberflöte. Frei nach dem Motto, „in der Kürze liegt die Würze“ überzeugte der polnische Bariton Szymon Komasa mit „Finch’an das vino“ aus „Don Giovanni“. Aus den USA kam Karen Vuong (Sopran). Ihre durch Leichtigkeit und Humor geprägte Interpretation von „Nun eilt herbei“ aus „Die lustigen Weiber von Windsor“ versprühte die reinste Freude am Leben. Dabei unterstrich sie ihre kräftige Stimme mit lebhafter Mimik und Gestik.

Ebenfalls aus Amerika stammt John Brancy (Bariton). Seine Darbietung, die bekannte Arie „Largo al Faktotum“ aus „Der Barbier von Sevilla“, war die personifizierte Verbindung aus ansprechender Show und qualitativ hochwertigen Gesang.

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