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Zwischenbilanz

Tagblatt-Hilfsverein dankt Unterstützern

Zugunsten „Für Menschen in Not e.V.“ gab es Konzerte, leckere Küchl und eine große Firmenspende. Weitere Ideen stehen an.
Von Lothar Röhrl

Ob volksmusikalisch-besinnlich oder poppig-ausgelassen: Der Besuch der Benefizkonzerte war wieder enorm. Das half den Veranstaltern sehr, ihre Erwartungen ans Spendenaufkommen zu erfüllen. Bei „De Andern“ tat sich Michael Meier (im Bild) als Spendensammler hervor.. Foto: Lothar Röhrl
Ob volksmusikalisch-besinnlich oder poppig-ausgelassen: Der Besuch der Benefizkonzerte war wieder enorm. Das half den Veranstaltern sehr, ihre Erwartungen ans Spendenaufkommen zu erfüllen. Bei „De Andern“ tat sich Michael Meier (im Bild) als Spendensammler hervor.. Foto: Lothar Röhrl

Neumarkt.Sie sind das Rückgrat von „Für Menschen in Not e.V.“: die Organisatoren von Benefiz-Konzerten und Benefiz-Aktionen, mit denen der gleichnamige Hilfsverein des Neumarkter Tagblatts/Mittelbayerische Zeitung unterstützt wird. Sie investieren ihre Freizeit, um den Tagblatt-Hilfsverein zu unterstützen. Es soll auch um eine Art „Rechenschaftsbericht“ gehen, den die gekommenen Bürger als Unterstützer dieser Hilfe verdienen.

Und auch um Dank an die Adresse von Musikern und Standlfrauen. Von diesem angesprochen fühlen darf sich auch eine Firma aus dem Landkreis Neumarkt.

De Andern wieder im „Kaiser“

De Andern zeigten beim Helfen wieder selbst viel gute Laune.  Foto: Lothar Röhrl
De Andern zeigten beim Helfen wieder selbst viel gute Laune. Foto: Lothar Röhrl

Beim 13. Mal zurück zu den Wurzeln: Das stand beim Quartett „De Andern“ an. Zurück zur Gastwirtschaft „Zum Deutschen Kaiser“ hieß es Anfang Dezember. Das mehrjährige Ausweichen ins viel größere G6 wurde von weniger Besucher der Benefizkonzerte dort honoriert als erhofft. Schon bald nach Beginn des 13. Benefizkonzerts unter anderem zugunsten des Tagblatt-Hilfsvereins „Für Menschen in Not e.V.“ genossen die vier Musiker und ihre engsten Fans die typische Atmosphäre eines gut gefüllten „Kaisers“.

Ein großes Dankeschön geht auch an all jene, die mit ihrem Besuch das Helfen erst ermöglichen.  Foto: Lothar Röhrl
Ein großes Dankeschön geht auch an all jene, die mit ihrem Besuch das Helfen erst ermöglichen. Foto: Lothar Röhrl

Man hörte Wolfgang Meyer, Bernhard Blank, Norbert Meier und Karl-Heinz „Charly“ Werner an, dass sie an ihrem Songmaterial gearbeitet hatten. Perfekt von Felix Müller ausgesteuert, kamen ihre solistischen Fertigkeiten gut herüber. Dazu sang ihr Publikum kräftig mit. Ob die großen Österreicher wie Ambros und STS oder Eagles und andere Pop-Evergreens von den Stones über R.E.M. bis Barclay James Harvest: der erhofft stimmungsvolle Abend stellte sich schnell ein. Das förderte auch die Spendenbereitschaft. Trotz des festen Eintritts, der komplett die Spende ergab, legte mancher einen Schein drauf. 775 Euro kamen schließlich dem Tagblatt-Hilfsverein zugute.

Alpenländische in St. Anna

Rudi Genitheim (rechts) organisierte das Benefizkonzert „Alpenländische Weihnacht“ in der St:-Anna-Kirche. Heuer las Stefan Thumann (links) die Zwischentexte.  Foto: Lothar Röhrl
Rudi Genitheim (rechts) organisierte das Benefizkonzert „Alpenländische Weihnacht“ in der St:-Anna-Kirche. Heuer las Stefan Thumann (links) die Zwischentexte. Foto: Lothar Röhrl

Eine schöne Tradition ist die „Alpenländische Weihnacht“, die meist am dritten Adventsonntag in der St.-Anna-Kirche stattfindet. Dort gelingt es Rudi Genitheim und den von ihm um sich gescharten Musikern Jahr für Jahr, während gut 80 Minuten wohlige Vorfreude aufs Weihnachtsfest zu verbreiten. Aber auch für etwas nachdenkliche Stimmung zu sorgen.

Letztgenanntes gelang dem als Mundartdichter bekanntgewordenen Hausheimer Stefan Thumann (im Foto mit Rudi Genitheim rechts) bestens. Vor allem der Text, in dem es darum ging, dass ein Sohn seiner Mutter bei einem Weihnachtskonzert nach dem anderen einen Korb gibt, machte betroffen. Dieser konterkarrierte das Fest der Familie in einer Weise, wie es sie wohl leider nicht selten gibt.

Rudi Genitheims Sohn Christian und Enkelin Marina bildeten ein Gesangsduo. Bildrechte: Röhrl
Rudi Genitheims Sohn Christian und Enkelin Marina bildeten ein Gesangsduo. Bildrechte: Röhrl

Und doch bestimmten neben diesem eher traurigen Kontrapunkt die in vertrautem Dialekt gehaltenen Weisen das Wesen dieses Konzerts. Neben Rudi Genitheim und seiner Pöllinger Stub’nmusi wirkten Rudi Genitheims Sohn Christian und seine Enkelin Marina als Gesangsduo mit. Unter anderem hatten beide das Lied „Dieser Weg“ von Xavier Naidoo dafür ausgesucht. Mit im Alterraum agierten auch die Weisenbläser der Werkvolkkapelle und die Kaltenbachsänger aus Hausheim. Unter anderem für den Tagblatt-Hilfsverein kamen 625 Euro zusammen.

Die gute Idee mit den Küchl‘n

Allein 1000 Euro für den Tagblatt-Hilfsverein brachte der Erlös des Küchl-Verkaufs der Standl-Frauen ein.Foto: Lothar Röhrl
Allein 1000 Euro für den Tagblatt-Hilfsverein brachte der Erlös des Küchl-Verkaufs der Standl-Frauen ein.Foto: Lothar Röhrl

Eine schöne Geste wiederholten die Standlfrauen des Donnerstagmarktes am Unteren Markt. Nicht zum ersten Mal stellten sie ihre Küchlback-Aktion am letzten Donnerstag vor der Allerweltskirchweih für einen guten Zweck zur Verfügung. In diesem Jahr wurden mit dem Erlös von 2000 Euro zu je 1000 Euro erneut der Tagblatt-Hilfsverein sowie die Bürgerstiftung bedacht. Zur Spendenübergabe waren einerseits als Empfänger Vera Finn und Sophie Stepper von der Bürgerstiftung und Vorsitzender Lothar Röhrl vom Tagblatt-Hilfsverein gekommen.

Andererseits hatte die Sprecherin Stilla Klein, ihre Mitstreiterinnen Christine Hering (Schwiegertochter von Hildegard Hering), Stephanie Lehneis (Gemüse), Regina Geier (Direktvermarkter Geier) und Annette Haslinger (Bäckerei Lang) zur Übergabe eingeladen. Nur Imkerin Anni Kieweg fehlte. Die Spende hatten sich die Damen im Schweiße ihres Angesichts verdient. Denn die gut 800 Küchl waren mit Teig geformt, frittiert und verkaufsfertig hergerichtet worden, indem 48 Kilo Mehl verwendet wurden.

„Singer & Sohn“ dachte an Bedürftige

Stolze 2000 Euro spendete die Erasbacher Firma „Singer & Söhne“. Junior-Chef Christian Singer (l.) übergab den Betrag an den Hilfsverein-Vorsitzenden Lothar Röhrl. Bildrechte: Röhrl
Stolze 2000 Euro spendete die Erasbacher Firma „Singer & Söhne“. Junior-Chef Christian Singer (l.) übergab den Betrag an den Hilfsverein-Vorsitzenden Lothar Röhrl. Bildrechte: Röhrl

2000 Euro an den Tagblatt-Hilfsverein waren heuer als Spende der Firma Singer & Sohn gedacht. Christian Singer übergab die Spende in einer der Hallen des in Erasbach beheimateten Spezialunternehmens. Die Firma stellt Sondermaschinen und Förderanlagen für die Lebensmittelindustrie weltweit her. Eine große neue, fertiggestellte Verpackungsanlage bildete die Kulisse der Übergabe an den Vereinsvorsitzenden Lothar Röhrl. Sie stand schon fertig für den Transport nach Norddeutschland bereit.

Volle Bücher, namhafte Kunden – darunter erstmals zwei in Japan – und Erfolge bei der Entwicklung Energie- und damit auch Stickstoffausstoß-sparender Maschinen kennzeichnen die gute Lage der 31 Jahre alten Firma. „In der wollen wir eben an Bedürftige bei uns im Landkreis denken“, begründete Christian Singer im Namen seines Vaters Manfred die erneute Spende.

Mehr aus Neumarkt und Umgebung:

Rund um den Tagblatt-Hilfsverein

  • Nächste Hilfskonzerte:

    Ihre 22, X-mas-Party veranstalten die Midlife Greisis an diesem Samstag ab 21 Uhr im „Milljöh“. Am Sonntag folgen ab 16 Uhr die Maierbachsängerinnen in der Mariahilfbergkirche.

  • Benefiz-Fußballturnier:

    Diese vom BSC Woffenbach abgehaltene Veranstaltung steigt am 2. Weihnachtsfeiertag ab 13 Uhr in der Halle West.

  • Konten „Für Menschen in Not e.V.“:

    Diese sind eingerichtet zum einen bei der IBAN: DE13 7605 2080 0000 1155 50 – BIC BYLADEM1NMA. Und zum anderen bei der Raiffeisenbank Neumarkt: IBAN: DE80 7606 9553 0000 1155 50 – BIC GENODEF1NM1. Wer eine Spendenquittung möchte, sollte dies bitte vermerken und seine komplette Postadresse angeben. (lr)

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