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Neumarkt
Dienstag, 17. Juli 2018 28° 2

Gründung

Verein sorgt für mehr Selbstbestimmung

Für Menschen mit Behinderung gibt es in Neumarkt neue Ansprechpartner n zur ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung.

Der neue Verein will die Selbstbestimmung stärken Foto: Hollemann
Der neue Verein will die Selbstbestimmung stärken Foto: Hollemann

Neumarkt.Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat am 30. Mai die Förderrichtlinie zur Durchführung der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ veröffentlicht. Die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohter Menschen soll damit gestärkt werden. Dafür wurde nun in Neumarkt ein Verein gegründet.

Dieser will ein zusätzliches Beratungsangebot. Das Besondere daran ist: Menschen mit Behinderung beraten andere Menschen mit Behinderung und deren Angehörige. Der gemeinsame Erfahrungshintergrund eint hier die Berater/in und die Ratsuchenden.

Die bisherige Mitgliederstruktur des Vereins umfasst derzeit verschiedene Träger aus dem Bereich der Behindertenarbeit aus Neumarkt. Die derzeitigen Mitglieder des Vereins sind unter anderem die Lebenshilfe Neumarkt, der Ambulante Betreuungs-Dienst, das Bayerischen Rote Kreuz in Neumarkt, der Caritasverband für die Diözese Eichstätt, das Diakonische Werk Altdorf - Hersbruck - Neumarkt e.V. und die Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung. Hier arbeiten alle zusammen, damit die ratsuchenden Menschen aus Stadt und Landkreis Neumarkt dieses neue und ergänzende Beratungsangebot, das durch die Förderung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) möglich wurde, nutzen können.

Im Mai 2018 ist, zur Freude aller Beteiligten, der Bewilligungsbescheid des Bundesministeriums beim Verein für ergänzende unabhängige Teilhabeberatung in Neumarkt eingegangen. Die Konzeptarbeit, die aufgrund der einzuhaltenden Fristen zeitnah von den Kooperationspartnern umgesetzt werden musste, hat sich also gelohnt. Nun steht die Umsetzung an, damit ratsuchende Menschen mit Behinderung ein weiteres Angebot für sich nutzen können.

Als erste Aufgabe wird eine Fachkraft, als Teilzeit mit 75 Prozent, als Leiterin der Beratungsstelle, gesucht. Da der Schwerpunkt auf der Peer Beratung liegt (Betroffene beraten Betroffene), sind Bewerbungen von Menschen mit einer Behinderung sehr erwünscht. Parallel werden zeitnah Räumlichkeiten, die barrierefrei und zentral gelegen sind, vom Verein zum Mieten gesucht.

Des Weiteren steht der Verein weiteren Interessierten offen. Einerseits können gemeinnützige Organisationen oder Vereine, die im Bereich der Behindertenhilfe, Sozialpsychiatrie der Suchthilfe oder der Selbsthilfe (als juristische Person) tätig sind, Mitglied werden. Andererseits soll ein Selbstvertretungsbeirat entstehen.

Der neue Verein

Mitarbeiter: Da das Ziel des Vereins die Abdeckung möglichst vieler Behinderungsarten in der Beratungstätigkeit ist, werden im nächsten Schritt weitere Peerberater/innen (ehrenamtlich oder in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis) gesucht.

Information: Gibt es beim Vorstand oder unter www.teilhabeberatung.de oder telefonisch bei der Eutb-Beratungsstelle, Tel. 511510

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