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Verkehr

Ortsumgehung beschäftigt Postbauer-Heng

Wie es an der B 8 weiter geht, ist unklar. Der Bürgermeister regt im Gemeinderat ein neues Tempolimit an.
Von Nicole Götz

Eine mögliche Umgehung der viel befahrenen B 8 durch Postbauer-Heng wird kritisch diskutiert. Foto: ngn
Eine mögliche Umgehung der viel befahrenen B 8 durch Postbauer-Heng wird kritisch diskutiert. Foto: ngn

Postbauer-Heng.In der Marktgemeinderatssitzung des Monats November wurden die Anwesenden über die Bürgerversammlung zur B 8-Umgehung, die bereits im Oktober stattgefunden hatte, informiert. Man habe den Verkehr, insbesondere den Schwerverkehr, im Jahr 2017 gemessen und kam auf etwa 13 000 Fahrzeuge pro Tag, berichtete Bürgermeister Horst Kratzer. Bis zum Jahr 2035 werde eine Steigerung des Verkehrs um etwa 11 Prozent prognostiziert. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 wurde die Umgehung daher als „dringlich“ eingestuft. Im kommenden Jahr sollen nun dort Messungen durchgeführt werden, wo die Umgehung laut Flächennutzungsplan eingeplant ist, um die Eignung festzustellen. Weiter habe man Immissionsmessungen durchgeführt, die ergaben, dass eine Feinstaubbelastung von durchschnittlich 21,1 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Dieser Wert überschreite zwar nicht die gesetzliche Grenze, ist laut Kratzer aber beachtlich. An einen Baubeginn sei allerdings nicht vor 2025/2026 zu denken. Unabhängig davon, wie es mit der Umgehung weitergehe, könne man nun darüber nachdenken, das Tempolimit von 50 km/h auf 30 km/h zu senken. Es gebe Gemeinden, in denen das auf Bundesstraßen eine nennenswerte Verringerung der Feinstaub- und Stickstoffoxidbelastung gegeben hätte.

Höhere Gebühren

Die Meinungen zur B 8-Umgehung sind unter den Gemeinderatsmitgliedern geteilt. Es wurde darauf hingewiesen, dass eine Mobilitätswende bevorstehe und etwa Schwerlasten in Zukunft vermehrt auf die Schienen verlegt werden könnten. Andere sagten, dass die Belastungen durch die B 8 nicht nur die direkten Anlieger, sondern den ganzen Ortskern betreffen. Ein weiterer Punkt war die Gebührenanpassung für Wasser- und Abwasserversorgung. Mit diesen Gebühren dürfe die Gemeinde laut Kämmerer Florian Beyer weder Gewinn noch Verlust machen. Aktuell befinde sich die Gemeinde in einem Defizit von rund 262 000 Euro beim Wasser und 1,2 Millionen Euro beim Abwasser, da man versäumt habe, die Gebühren in den letzten Jahren anzupassen. Daher soll ab 2019 die Gebühr für Wasser von 1,19 Euro pro Kubikmeter auf 1,77 Euro, die Gebühren für Abwasser von 2,12 Euro auf 2,65 Euro pro Kubikmeter angehoben werden. Das sei unter anderem auch wegen der geplanten und der bereits in Arbeit befindlichen Sanierungen des Wassernetzes nötig. Wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Einplanung kalkulatorischer Zinsen, die einen beträchtlichen Teil der Ausgaben ausmachen, soll die Rechnung bis zur nächsten Sitzung noch einmal mit dem niedrigst möglichen Zinssatz durchgeführt werden, um zu sehen, ob die Gebührenanhebung nicht doch geringer ausfallen kann.

Weitere Planungen

Der Satzungsbeschluss „Solarpark Kuhtrifft“ 2 wurde mit zwei Gegenstimmen angenommen. Es müsse laut dem Landesamt für Naturschutz wegen einer Schmetterlingsart, die dort lebt, auf besondere Mähzeiten geachtet werden. Der Satzungs- und Auslegungsbeschluss für das Gewerbegebiet an der Heide 3 wurde ebenfalls mit zwei Gegenstimmen angenommen. Die Problematik rund um den Abtrag des Oberflächenwassers wurde durch ein Rückhaltebecken Richtung Dennenlohe geklärt. Anfang 2019 könne bei entsprechender Witterung mit der Erschließung begonnen werden.

Da der Bahnhofskiosk zu wenig durch Pendler einnimmt, soll das gemeindliche Gebäude nun zur Vermietung ausgeschrieben werden.

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