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Gemeinderat

Von Braunkohle auf Erdgas umstellen

Die Trocknungsgenossenschaft Röckersbühl nutzt künftig keine Braunkohle mehr. Der Antrag auf Umstellung wurde gestellt.
von Michael Schrafl

Die Trocknungsgenossenschaft Röckersbühl rüstet ihre Anlage von Braunkohlestoff auf nunmehr Erdgas um. Foto: Schrafl
Die Trocknungsgenossenschaft Röckersbühl rüstet ihre Anlage von Braunkohlestoff auf nunmehr Erdgas um. Foto: Schrafl

Berngau.Die Trocknungsgenossenschaft Röckersbühl stellte zur Befeuerung der Grüntrocknungsanlage bei der Gemeinde Antrag auf Umstellung des Brennstoffs von Braunkohlestaub auf Erdgas sowie auf vorzeitige Teilmontage der bestehenden Braunkohlestaubfeuerung. Die Genossenschaft hatte erst im Jahre 2011 die Anlage auf Braunkohlestaub und Flüssiggas umgerüstet. Die seit 1972 bestehende Anlage hatte in der Vergangenheit schon verschiedene Heizmaterialien im Einsatz: leichtes Heizöl, schweres Heizöl, Steinkohle, Erdgas und zuletzt Braunkohlestaub.

In der Anlage werden Gras, Luzerne, Mais, Körnermais und Stroh getrocknet. Dabei werden spezielle gemahlene und hydrothermisch behandelte Strohpellets produziert, die vor allem in der Geflügel- und Pferdehaltung eingesetzt werden. Dazu kommt eine Lagerhalle für Cobs. Die Trocknungsgenossenschaft gehört seit 2016 zur Qualitätstrocknung Nordbayern. Bei der Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Wolfgang Wild vom Preisgerichtstag am 6. November zum. So zeigten über 25 Büros am Architektenwettbewerb „Lukas-Anwesen“ Interesse, 18 davon gaben einen Vorschlag (Vorentwurf) ab.

In mehreren Wertungsdurchgängen ermittelte ein Gremium die drei ersten Preisträger: Der erste Preis ging an sturm + schmidt architekten aus Seligenporten, der zweite Preis an das Architektenbüro Alexander Braun aus Neumarkt und der dritte Preis an die Architekten Voitländer und Deffner aus Dachau. Bürgermeister Wild dazu: „ Zum Schluss haben wir ein gutes Ergebnis erzielt.“

Positive Resonanz

In den letzten Tagen hatten die Bürger die Möglichkeit, sich im Pfarrheim alle Vorschläge näher anzuschauen. Die Resonanz war durchwegs positiv. Wie es hieß, hatte der erste und zweite Vorschlag den Bürgern gleichermaßen gut gefallen.

Mit dem Gespräch mit den ersten drei Preisträgern am 18. Dezember wird nunmehr das Vergabeverfahren eingeleitet. Im Sinne des Gemeinderats werden Bürgermeister Wolfgang Wild, Thomas Großhauser, Johann Barth, Peter Fiehl, Josef Grad, Christa Kleebauer und Josef Möges (VG-Geschäftsleiter) entscheiden, wer von den drei Preisträgern letztendlich den Planungsauftrag erhält. Dann kann sich der Sieger an eine detaillierte Planung machen.

Für das Jahr 2019 wird die Gemeinde bei der Regierung der Oberfalz für die Erkläranlage einen Fördermittelbedarf in Höhe von 300000Euro beantragen – sowie weitere Mittel für das Lukas-Anwesen. Dazu gehören 30000 Euro für den Architektenwettbewerb (Restbetrag) und 150000 Euro für Planungen. Für 2020 sollen für die Sanierung des Lukas-Anwesen 1,3 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt werden und für das Jahr 2021 nochmals 800000 Euro.

Die Fischerfreunde Berngau haben zum 1. November den Bastarweiher für zehn Jahre gepachtet. Für die Dammsanierung an den drei Weihern in Röckersbühl werden derzeit Angebote eingeholt.

Die Gemeindeverbindungsstraße Röckersbühl-Dippenricht wurde am Mittwoch für den Verkehr offiziell freigegeben. Die Baukosten für den einen Kilometer beliefen sich auf 870000 Euro. Die Förderung betrug 437000 Euro.

Tempo wird gedrosselt

Von Richtung Dippenricht her gibt es vor dem Kreuzungsbereich Neuricht/Wolfsricht eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Stundenkilometern. Darauf haben sich Polizei und Straßenverkehrsbehörde bei der Verkehrsschau verständigt. Aufgrund der Anhebung der Straße um 20 Zentimeter sind die Straßengräben teilweise recht tief, aber aus der Sicht der Verkehrsexperten unproblematisch. Im Waldbereich dienen Leitplanken der Sicherheit.

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