MyMz
Anzeige

Erster Weltkrieg

Warten auf die Gefallenenlisten

Seit Anfang August 1914 kämpfen und sterben Neumarkter Soldaten im Ersten Weltkrieg. Das Kriegsministerium gibt aber noch keine Namen bekannt.

Ob ihre Männer, Söhne und Brüder auf einem Soldatenfriedhof die letzte Ruhe fanden, erfuhren die Neumarkter meist erst aus offiziellen Verlustlisten. Foto: Bouvy

Neumarkt.Am 20. August 1914 ist der Erste Weltkrieg im vollen Gange. An den Fronten im Westen und Osten sterben Franzosen, Deutsche, Briten, Russen und Österreicher. Der prominenteste Tote dieses Tages stirbt aber fern der Schlachtfelder in Rom: Papst Pius X.

Davon erfahren die Leser des Neumarkter Tagblatts in der Ausgabe vom 20. August aber noch nichts. Diese widmet sich vielmehr einer drohenden Gefahr für die Kolonien des Deutschen Reiches im Fernen Osten. Das japanische Kaiserreich hatte Deutschland bereits am 15. August ein Ultimatum gestellt, alle deutschen Kriegsschiffe aus chinesischen und japanischen Gewässern abzuziehen und die deutsche Kolonie in China, Tsingtau, an die Japaner zu übergeben.

Das Ultimatum sollte am 23. August enden und in die Belagerung sowie letztlich die Eroberung Tsingtau durch Japan im November 1914 münden.

Dabei kamen viele Soldaten auf beiden ums Leben. Über das Schicksal der Männer aus Neumarkt und der Region an den verschiedensten Fronten des Weltkriegs sind deren Familien und Freunde Mitte August aber oftmals noch im Ungewissen. Das Tagblatt macht diesen auch für die nächste Zeit keine Hoffnung, dass sich dies ändert. Die offiziellen Verlustlisten lägen dem Kriegsministerium noch nicht vor, schreibt die Zeitung.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht