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Energie

Windrad wird ausgetauscht

Die Berchinger Anlage aus dem Jahr 2001 schreibt Geschichte: Sie ist bayernweit die erste, die gegen eine leistungsstarke ausgetauscht wird.
Von Dagmar Fuhrmann

Die Anlage bei Oening soll gegen eine der neuesten Generation (Foto) ersetzt werden.

BERCHING. Berchings erste Windkraftanlage bei Oening schreibt ein kleines Stück Geschichte. Sie ist nämlich bayernweit die erste, die durch eine moderne Turbine ersetzt werden soll. Der Bauausschuss beschäftigt sich in seiner Sitzung am Dienstag um 19 Uhr mit dem Antrag der Firma Windpower auf „Repowering“ der Oeninger Anlage.

Johannes Ehbauer, er ist bei der Firma Windpower für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, erläutert, was sich hinter dem Begriff Repowering verbirgt. Die Oeninger Anlage stammt aus dem Jahr 2001 und wird von 80 Bürgern der Region als Bürgerwindrad durch die Jura Windkraftwerke betrieben. Die 70-Meter hohe Anlage gehöre zur ersten Generation mit entsprechend geringer Leistung verglichen mit den modernen Turbinen.

„Mit einer modernen Anlage lässt sich der Ertrag verfünffachen“, sagt Ehbauer. Das sei nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch aus ökologischen Gründen. Hinzukomme als weiterer positiver Effekt, dass sich die größeren Rotoren der neuen Anlagen wesentlich langsamer drehen als kleinere Propeller. Dadurch entstehe optisch mehr Ruhe. Moderne Windenergiealagen würden nicht nur das Windangebot besser ausnutzen, sondern sich auch sehr viel besser in das elektrische Netz integrieren lassen. Seines Wissens nach ist die Oeninger Anlage, die erste, die in Bayern wieder abgebaut wird, sagt Ehbauer.

Zunächst wird neben dem vorhandenen Windrad eine Anlage der neuesten Generation gebaut. Erst danach wird die bestehende abgebaut. Das ausgediente Windrad dürfe zwar noch bis zu einem halben Jahr stehen bleiben, es sei aber sinnvoll es schnell rückzubauen, da es ansonsten verschleißt.

Der Abbau dürfte relativ unkompliziert vor sich gehen, da es sich bei dem Turm um ein Stahlrohr handele. Die Anlage wird in Richtung Osteuropa verkauft werden, da sie in Deutschland nicht mehr aufgestellt werden darf. Auch bei diesem Projekt arbeitet die Firma Windpower wieder eng mit der Firma Max Bögl zusammen.

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