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Notfall

250 Kilo-Bombe in Nürnberg entschärft

Ein Bombenfund in der Kavalstraße bei der Südwesttangente hat Nürnberg am Dienstag zusätzlich in Atem gehalten.
Von Nikolas Pelke

Die Bombe soll sich immerhin in gutem Zustand befunden haben. Foto: Meiler
Die Bombe soll sich immerhin in gutem Zustand befunden haben. Foto: Meiler

Nürnberg.Nach dem Motto „Ein Unglück kommt selten allein“ ist in einer Baugrube in der Kavalastraße bei der Südwesttangente am Main-Donau-Kanal eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe entdeckt worden. Aus Angst vor dem Virus sei die Entschärfung unter erschwerten Bedingungen erfolgt, teilte Horst Gillmeier von der Nürnberger Berufsfeuerwehr auf Anfrage dieses Medienhauses mit.

Unter den knapp 300 evakuierten Personen hätten sich keine Corona-Patienten befunden. Diese beruhigende Information hätten die Sicherheitskräfte vom Gesundheitsamt erhalten. Besondere Vorsicht hätten die 50 Feuerwehrmänner, 60 Rettungskräfte und über 150 Polizisten im Einsatz aber trotzdem an den Tag legen müssen.

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Die zweitgrößte Stadt in Bayern fährt herunter. Um die Virus-Ausbreitung zu verlangsamen, wird auf Notbetrieb umgestellt.

Personen mit verdächtigen Symptomen seien beispielsweise während der Entschärfung am späten Dienstagnachmittag zur Evakuierung in unterschiedlichen Klassenräumen in einer weitläufigen Schule getrennt voneinander untergebracht worden. Menschen ohne Beschwerden hätten sich in der Schulturnhalle in Sicherheit bringen und dort die Zeit bis zur Entwarnung am Abend abwarten können.

Lage der Bombe erleichterte vieles

In Nürnberg wurde eine Fliegerbombe gefunden. Foto: Matthias Balk/dpa
In Nürnberg wurde eine Fliegerbombe gefunden. Foto: Matthias Balk/dpa

Dabei haben die Nürnberger wohl noch Glück im Unglück gehabt. Weil sich die entdeckte Bombe in einer rund drei Meter tiefen Baugrube befunden habe, hätte der Radius zur Entschärfung rund um den Fundort des Sprengkörpers mit rund 300 Meter relativ gering ausfallen können, teilte Feuerwehr-Sprecher Gillmeier weiter mit. Obendrein sei die Gegend rund um den Fundort nur dünn besiedelt. Auch dieser Faktor habe die Entschärfung trotz Coronakrise leichter gemacht.

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Viele Pendler dürften freilich am Dienstagabend im Stau gesteckt haben. Die Südwesttanggente ist wegen der Bombenentschärfung mitten im Feierabendverkehr aus Sicherheitsgründen kurzfristig gesperrt worden. Auch einige Regionalbahnen sind zeitweise stillgestanden. Sprengmeister Michael Weiß hat um 17.45 Uhr am Dienstagabend schließlich Entwarnung geben können.

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