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Region Nürnberg
Mittwoch, 23. Mai 2018 26° 8

Verbraucher

Aktionen machen Lust auf Bio

Probieren, diskutieren: Beim öffentlichen Programm der BioFach in Nürnberg spricht sogar eine Alternative Nobelpreisträgerin.
Von Birgit Ropohl

Bio probieren: Anlässlich der BioFach in Nürnberg, der weltgrößten Bio-Messe, gibt es zahlreiche Sonderaktionen. Foto: Ropohl

Nürnberg.Wenn am Mittwoch, 14. Februar, im Messezentrum in Langwasser die größte Bio-Messe der Welt beginnt, dann hat zwar nur das Fachpublikum Zutritt. Doch zahlreiche engagierte Akteure sorgen unter dem Dach der „Biometropole Nürnberg“ dafür, dass das Thema auch in der Stadt und Region erlebbar wird. „Wir wollen den Bio-Geist in die Stadt hinaus tragen“, sagt Daniela Brunner (NürnbergMesse). „Und wir wollen natürlich Inspirationen bieten.“

Genusstage und Genussführer

Zum Beispiel durch die Bio-Genusstage, einem gastronomischen Rahmenprogramm zur BioFach. Es dauert bis zum Sonntag, 18. Februar. Ausgewählte Restaurants und Märkte in der Region beteiligen sich mit Kennenlern-Angeboten und Sonderaktionen. Im Auguste (Nürnberg, Königstraße 93) etwa präsentiert die Klosterbrauerei Weißenohe am Donnerstag um 18, 19 und 20 Uhr bei einstündigen kulinarischen Mini-Workshops fünf ihrer Bio-Craftbiere, begleitet von passenden kulinarischen Spezialitäten. Anmeldungen sind erforderlich, das Fünf-Gänge Menü kostet 29 Euro.

Ein eigener Genussführer – bereits die siebte Auflage – zeigt, wo man in der Region Bio essen und einkaufen kann.

Die Themen „Chancen eines Stadtgartens“, solidarische Landwirtschaft und ein Smoothie-Workshop gehören zum Angebot des „4. Nürnberger Saatgutfestivals“ am Samstag im Künstlerhaus (Königstraße 93). Mehr als 30 Aussteller wirken mit. Von 11 bis 17.30 Uhr besteht nach Auskunft von Organisator Frank Braun (Vorstand Verein Bluepingu) außerdem die Möglichkeit, bei der großen Saatgutbörse die im eigenen Garten gewonnenen Samen mit anderen Hobbygärtnern zu tauschen.

Eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde befasst sich am Mittwoch ab 19.30 Uhr im Maritim Hotel mit der „Fair-Änderung“. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Vandana Shiva, erläutert auf dem Podium zusammen mit der ehemaligen Landwirtschaftsministerin Renate Künast und Professor Dr. Markus Beckmann (FAU Erlangen-Nürnberg) wie Wirtschaft und Politik dazu beitragen können, eine zukunftsfähige Welt zu schaffen - mitdiskutieren erlaubt, der Eintritt ist frei.

Den Mitstreitern des Netzwerkes „Nürnberg – Die Biometropole“ ist es schon seit vielen Jahren ein Anliegen, immer mehr Bürger für Öko-Landwirtschaft und Bio-Lebensmittel zu begeistern, wie Nürnbergs Umweltreferent Dr. Peter Pluschke sagt. Die Stadt selbst geht mit gutem Beispiel voran. So werde sie in diesem Jahr ihr „anspruchsvolles Ziel“ erreichen, dass in den Nürnberger Kitas 50 Prozent der Essen in Bio-Qualität auf den Tisch kommen. Pluschke: „Wir sind außerdem dabei, bei städtischen Veranstaltungen – inklusive Christkindlesmarkt und Bardentreffen – eine Bio-Quote von 25 Prozent zu erreichen.“

Großküchenbetreibern und weiteren Interessenten, die eventuell auf Bio umstellen möchten, bietet das Netzwerk die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Köchen, die diesen Schritt bereits vollzogen haben.

Malwettbewerb der Schüler

Wie gut man auch Kinder für gesunde Ernährung und verantwortungsbewusstem Umgang mit der Umwelt sensibilisieren kann, beweist ein Malwettbewerb. Gut 800 Schüler von vierten Jahrgangsstufen aus der Metropolregion haben ihre Werke eingereicht. Die Siegerbilder sind bis zum 2. März im Caritas-Pirckheimer-Haus (Königstraße 64) ausgestellt.

In Sachen Biometropole zählt Nürnberg zu den bundesweiten Vorreitern. Pluschke: „Inzwischen konnten wir rund 20 deutsche Bio-Städte um uns gruppieren“. Die Geschäftsführung des Netzwerks liegt in Nürnberg.

Gemeinsames Ziel ist es, die Bio-Bewegung auszuweiten – auch auf europäischer Ebene. Der Grundstein dafür wurde am 8. Januar bei einer Tagung in Paris gelegt. Unter anderem beteiligen sich künftig Mailand und Wien.

Detaillierte Informationen zur Biometropole gibt es online unter: www.die-biometropole.de.

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