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Pflege

Arbeiten in einer Wohngemeinschaft

Bei der Rummelsberger Diakonie gibt es nun eine WG für Menschen, die in lebensbedrohliche Situationen kommen können.

Lena Meiner Foto: Arnica Mühlendyck
Lena Meiner Foto: Arnica Mühlendyck

Rummelsberg.Ein lautes Piepsen ertönt. Lena Meiner springt auf. „Das ist die Nahrungspumpe“, weiß sie. Lena Meiner arbeitet in der Ambulanten Intensivpflege bei der Rummelsberger Diakonie. Das Angebot der ambulanten Intensivpflege gibt es seit einigen Monaten.

Die erste Wohngemeinschaft (WG) des Bereichs in Rummelsberg wurde im Februar eröffnet. In der WG leben Menschen, die jederzeit in akut lebensbedrohliche Situationen geraten können. Sie sind stark pflegebedürftig, werden künstlich beatmet und bedürfen einer kontinuierlichen Beobachtung. Das bedeutet: Die Mitarbeitenden des Ambulanten Intensivpflegedienstes sind im Zweischichtbetrieb permanent in der WG anwesend.

Zwölf Stunden dauert eine Schicht, in der Lena Meiner den Arbeitsplatz nicht verlassen kann, in denen sie aber auch nicht pausenlos auf den Beinen ist. „Man muss jederzeit bereit sein, falls einer der Patienten etwas braucht“, erklärt die 32-Jährige. Medizinische Maßnahmen sollen verhindern, dass bei den Patientinnen Notfälle eintreten. Die Vitalfunktionen werden rund um die Uhr überwacht und dokumentiert. „Ich habe nach der Altenpflegeausbildung direkt den Intensivpflegekurs gemacht. Und während ich im Kurs war, habe ich erfahren, dass es in Rummelsberg eine Ambulante Intensivpflege geben wird. Und da dachte ich, wenn die Rummelsberger so etwas aufziehen, dann will ich da hin“, sagt Lena Meiner. Seit Februar ist sie nun Teil des Intensivpflege-Teams.

„Die Rummelsberger Diakonie ist der erste kirchliche Träger in Deutschland, der ein solches Angebot schafft“, sagt Diakon Aaron Mühlendyck, stellvertretender Pflegedienstleiter im Ambulanten Intensivpflegedienst. „Unser Anspruch ist es, die Qualität der Versorgung sicherzustellen. Und auch einen seelsorgerlichen Bedarf der Angehörigen können wir decken.“

Das Angebot ist Teil der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter. „Dadurch können wir schnell und unkompliziert viele anderen Dienstleistungen des Trägers anbieten, wie beispielsweise die palliative Versorgung“, erklärt Aaron Mühlendyck. Das Alter sei nicht entscheidend, ob ein Patient Teil der WG werden kann. „Da geht es nur um den Schweregrad der Einschränkung.“ Die Betreuungsrate ist hoch: Für maximal drei Patienten ist eine Pflegefachkraft anwesend, auch nachts. Der Fachbereich der Ambulanten Intensivpflege wird weiter wachsen, davon ist Aaron Mühlendyck überzeugt. Der junge Diakon sagt: „Je mehr Menschen in die WG ziehen, desto mehr Pflegefachkräfte brauchen wir.“ Das Team wünscht sich zu den neun Mitarbeitenden, die sich im Moment die Dienste teilen, weitere Kollegen. Die wichtigsten Voraussetzungen: Die Pflegefachkraft muss die Bereitschaft mitbringen, den Intensivpflegekurs zu absolvieren.

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