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Verkehr

Baustelle in Nürnberg sorgte für Staus

Autofahrer haben durch die Arbeiten „An den Rampen“ einen kleinen Vorgeschmack auf den Frankenschnellweg-Umbau bekommen.
Von Nikolas Pelke

Extra viel Geduld brauchten Autofahrer beim Baustellen-Nadelöhr auf dem Frankenschnellweg. Foto: Tanja Scholl
Extra viel Geduld brauchten Autofahrer beim Baustellen-Nadelöhr auf dem Frankenschnellweg. Foto: Tanja Scholl

Nürnberg.Die aktuellen Staumeldungen auf dem Frankenschnellweg hat André Winkel genau im Blick. „Gerade beträgt die Zeitverzögerung für Autofahrer in beiden Fahrtrichtungen in Höhe der Baustelle genau elf Minuten“, sagt Winkel und erinnert sich an schlimmere Zeiten. „Am allerersten Baustellentag haben wir Stauzeiten von über einer Stunde gehabt“, erklärt Winkel, der als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim zuständigen Servicebetrieb für den öffentlichen Raum der Stadt Nürnberg (kurz: SÖR) für den Frankenschnellweg zuständig ist.

Kritischer erster Tag

Der erste Tag einer Baustelle sei immer besonders kritisch. „Da wird die Baustelle eingerichtet und nicht jeder Autofahrer kommt auf Anhieb mit der neuen Situation zurecht“, erklärt „Mister Frankenschnellweg“ weiter. Sogar ins Radio ist André Winkel gegangen, um die Autofahrer vor dem drohenden Verkehrschaos zu warnen. „Wir haben mehrfach über die Baustelle am Frankenschnellweg berichtet. Wir haben sogar André Winkel im Interview gehabt. Aber beim Start der Baustelle ist alles schief gelaufen. Das hat überhaupt nicht funktioniert“, erinnert sich Markus Balek, Morgenmoderator und Verkehrsexperte beim Nürnberger Radiosender „Charivari 98.6“, auf Anfrage der Mittelbayerischen. Sogar eine Reporterin habe das Funkhaus zum Auftakt der Baustelle an den Frankenschnellweg geschickt. Schon ab sechs Uhr morgens hätten sich die Fahrzeuge an der Baustelle kilometerweit gestaut.

Ampel war der Knackpunkt

Der Knackpunkt bei der Baustelle „An den Rampen“ sei die Ampel an der Landgrabenstraße gewesen, ist sich André Winkel mittlerweile sicher. Besonders die Autofahrer aus dem Norden seien dort offensichtlich in ernsthafte Schwierigkeiten geraten.

Die Bauarbeiten

  • Von 5. bis 13. August hat die Stadt die Fahrbahn des Frankenschnellwegs rund um das Nadelöhr „An den Rampen“ saniert.
  • Der Verkehr in Richtung Süden ist auf die Gegenspur umgeleitet worden, so dass in beide Richtungen lediglich eine Fahrspur zur Verfügung gestanden ist.

Wer von Fürth gekommen sei und in die Nürnberger Südstadt abbiegen wollte, habe offensichtlich die Ampelschaltung nicht auf Anhieb richtig verstanden. „Für die Linksabbieger in Richtung Südstadt gab es eine eigene Spur und eine Ampel. Wenn diese Ampel auf Rot gesprungen ist – es war extra ein Linksabbiegepfeil auf das Ampellicht montiert – dann hätten die Linksabbieger warten müssen und die Geradeausfahrer hätten weiterfahren können“, erklärt Winkel. Dummerweise seien einige Autofahrer auf der Geradeausspur anscheinend etwas verunsichert gewesen und hätten deshalb wohl fälschlicherweise ebenfalls angehalten.

Diese Verunsicherung auf der Geradeausspur habe immer wieder zu kurzen Zwischenbremsungen geführt. „Es waren zwar immer nur kurze Stopps. Aber genau diese Stopps haben dazu geführt, dass sich Staus mit Wartezeiten von bis zu einer Stunde bildeten.“ Bereits am nächsten Tag hätten sich die Verkehrsteilnehmer laut Winkel an die neue Baustellen-Situation gewöhnt. Dadurch hätte sich das Chaos rund um die Baustelle entspannt. Zwar hätten sich die Autofahrer durch die Fahrbahnarbeiten immer noch durch eine Engstelle quetschen müssen. Aber die Stauzeiten hätten sich deutlich verkürzt und schließlich bei zehn bis 22 Minuten eingependelt.

Dauerbrenner auch im Radio

Von 5. bis 13. August ist die Fahrbahn rund um das Nadelöhr „An den Rampen“ saniert worden. Um die Autofahrer zu schonen, hat die Stadt die Bauarbeiten extra in die Ferienzeit gelegt. „Wir nutzen die Zeiträume mit geringerem Verkehrsaufkommen. Deshalb legen wir solche klassischen Fahrbahnsanierungen häufig in die Ferienzeit“, erklärt Winkel. Staus würden sich aber nie ganz vermeiden lassen.

Davon können nicht nur die Berufspendler auf dem Frankenschnellweg, die seit Jahren auf einen kreuzungsfreien Umbau warten, ein Lied singen. Auch beim Funkhaus sind die Dauerstaus auf dem „Schleichweg“ ein Dauerbrenner. „Wir berichten nur über Staus auf dem Frankenschnellweg, wenn der Zeitverlust mehr als fünf Minuten beträgt“, erklärt Markus Balek, Verkehrsexperte beim Nürnberger Funkhaus. In ganz Franken wisse jedes Kind, dass es an den berühmt-berüchtigten Rampen auf dem „Schnellweg“ meistens nur im Schneckentempo vorangeht.

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