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Weihnachten

Besucher aus Nah und Fern

Der Christkindlesmarkt in Nürnberg lockt Gäste aus aller Welt an. Ein Grund dafür sind wohl auch die Traditionen.
von Nikolas Pelke und Stefanie Roth

Viele Gäste aus aller Welt spazieren durch den Christkindlesmarkt in Nürnberg. Aus Amerika kommen laut Fremdenverkehrsbüro der Stadt die meisten Besucher nach Nürnberg. Foto: Daniel karmann/dpa
Viele Gäste aus aller Welt spazieren durch den Christkindlesmarkt in Nürnberg. Aus Amerika kommen laut Fremdenverkehrsbüro der Stadt die meisten Besucher nach Nürnberg. Foto: Daniel karmann/dpa

Nürnberg.Dampfende Glühweintassen, Lichterzauber und Lebkuchen: Die Bilder des Christkindlesmarkts in Nürnberg gehen um die ganze Welt und locken auch internationale Gäste an. Woher aber kommen die Besucher aus Nah und Fern, die es in die Frankenmetropole lockt?

Die Congress- und Tourismuszentrale hat im Dezember des vergangenen Jahres lediglich 750 Ankünfte aus der Türkei festgestellt. Die Temperaturunterschiede könnten eine Erklärung dafür sein, warum die Zahl der türkischen Besucher des Christkindlesmarktes trotz der offenbar guten Flugverbindungen vom Nürnberger Airport aus immer noch etwas zu wünschen übrig lässt.

Zum Vergleich: Aus Amerika seien laut Fremdenverkehrsbüro im gleichen Zeitraum über 11.000 Besucher nach Nürnberg gekommen. Damit seien die US-Gäste beim Christkindlesmarkt laut Yvonne Coulin, Leiterin der Nürnberger Tourismuszentrale, weiterhin die Spitzenreiter bei den ausländischen Gästen.

Italien folgt auf Platz zwei

Auf dem weiteren Plätzen würden Italien mit 12.700 Übernachtungen im Dezember 2018, England mit rund 12.500 Übernachtungen, Österreich mit rund 9000 Übernachtungen und die Schweiz mit etwas über 7000 Übernachtungen folgen.

Besonders zum Auftakt des Christkindlesmarktes, bei dem das Christkind den Prolog liest, mischen sich Jahr fürs Jahr auch Gäste unters Publikum, die den Christkindlesmarkt beruflich bei Kollegen und Geschäftspartnern in ihrem Umfeld als Treffpunkt in der Adventszeit etabliert haben.

Flughafen-Chef Michael Hupe zum Beispiel hat Geschäftspartner Olcay Turker mit Familie in die Frankenmetropole eingeladen. „Ich will die Kultur und die Tradition in Deutschland zur Weihnachtszeit erleben“, sagt Olcay Turker, Vizechef der türkischen Fluggesellschaft Corendon Airlines, während Michael Hupe dem Gast aus der Türkei eine Tasse mit dem heißen Gewürzwein reicht.

Die Idee zum gemeinsamen Besuch des Christkindlesmarktes sei vor zwei Wochen in Antalya an der türkischen Mittelmeerküste entstanden. Dort haben Hupe und Olcay über die wachsende Zusammenarbeit zwischen dem Albrecht-Dürer-Airport in Nürnberg und der Corendon Airlines in Antalya gesprochen.„Nürnberg ist der älteste, traditionellste und schönste Weihnachtsmarkt in Deutschland“, schwärmt Olcay Turker über den berühmten Christkindlesmarkt. Auch sein sechsjähriges Kind nickt zustimmend.

„Meiner Tochter hat besonders das Karussell auf der Kinderweihnacht gefallen“, erklärt Turker. „Es ist nur ein bisschen kalt“, sagt Seda Turker, die Ehefrau des Airlines-Chefs, und reibt sich die frierenden Hände. „In Antalya sind es derzeit knapp 20 Grad“, sagt Olcay.

Mehr Gäste erwünscht

Geht es nach Michael Hupe und Olcay Turker soll ihrer Ansicht nach die Zahl der türkischen Gäste auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt langfristig zunehmen. „In der Türkei wird seit Neuestem viel Werbung für Weihnachtsmärkte in Deutschland gemacht“, berichtet Turker aus seinem Heimatland. Immer mehr Türken würden sich für Wochenend-Ausflüge in die fränkisch-kalte, aber idyllisch beleuchtete Weihnachtsgemütlichkeit interessieren. Noch bis Heilig Abend am 24. Dezember um 14 Uhr hat der Christkindlesmarkt im Herzen von Nürnberg geöffnet.

Besucher

  • Gäste: Immer mehr Gäste kommen vorbei. Im letzten Jahr hat die Stadt bei den Übernachtungen ein Plus in Höhe von vier Prozent auf insgesamt über 330.000 Übernachtungen verzeichnet.

  • Welt: Bei den ausländischen Gästen bleiben die USA Spitzenreiter.

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