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Justiz

Club-Fan wegen versuchten Mordes angeklagt

Auf dem Weg zum Franken-Derby 2014 randalieren Anhänger des 1. FCN, einer schmeißt einen Feuerlöscher auf eine U-Bahn.

Nürnbergs Fans sind offenbar nicht zimperlich – in Kaiserslautern zündeten sie schon vor dem Anpfiff Rauchbomben.
Nürnbergs Fans sind offenbar nicht zimperlich – in Kaiserslautern zündeten sie schon vor dem Anpfiff Rauchbomben. Foto: dpa

Nürnberg.Die Attacke eines randalierenden Fußball-Fans auf der Fahrt zum Franken-Derby im vergangenen Sommer hat eine U-Bahn-Fahrerin nur mit viel Glück überlebt. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes. Ein 23 Jahre alter Nürnberger soll aus einem fahrenden Sonderzug heraus durch zuvor zertrümmerte Scheiben einen Feuerlöscher auf einen entgegenkommenden U-Bahn-Zug geworfen haben. Dessen Fahrerin erlitt zahlreiche Schnittwunden, wäre aber laut Staatsanwaltschaft bei einem Komplettbruch der Windschutzscheibe „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ gestorben.

Der Fall hatte damals für Entsetzung sowohl unter Fußball-Fans als auch in der Bevölkerung gesorgt. Den Ermittlungen zufolge hatten der 23-Jährige und weitere Anhänger des 1.FC Nürnberg in einem Sonderzug zum Derby zwischen dem Club und der SpVgg Greuther Fürth gleich nach Beginn der Fahrt Überwachungskameras abgeklebt, Fensterscheiben des Waggons zertrümmert und einen Feuerlöscher entleert. Als der 23-Jährige bemerkte, dass ein anderer U-Bahn-Zug entgegenkam, soll er den Feuerlöscher gezielt auf dessen Frontscheibe geworfen haben.

Die damals 22 Jahre alte Fahrerin wurde durch zahlreiche Glassplitter an Gesicht und Armen verletzt. Wenige Tage später kam der jetzt Angeklagte in Untersuchungshaft. Nun muss das Landgericht Nürnberg-Fürth entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird. (dpa)

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