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Daisy musste eingeschläfert werden

Die Flachlandtapir-Dame litt unter hochgradiger Arthrose.

Daisy im Februar 2020 in ihrem Außengehege.  Foto: Helmut Mägdefrau
Daisy im Februar 2020 in ihrem Außengehege. Foto: Helmut Mägdefrau

Nürnberg.Im Alter von 38 Jahren ist am Montag im Tiergarten der Flachlandtapir Daisy gestorben. Daisy war der mit Abstand älteste Flachlandtapir (Tapirus terrestris) in europäischen Zoos. Sie wurde am 8. Juli 1981 im Tierpark Hagenbeck in Hamburg geboren und kam am 16. Dezember 1982 nach Nürnberg. Daisy zog in Nürnberg zehn Jungtiere auf. Sie lebte mit ihrem Ende 2007 geborenen Gefährten Poroto.

Daisy hatte bereits seit längerer Zeit Arthrose in den Gelenken und zunehmend auch Zahnprobleme. Sie erhielt eine eigens für sie entwickelte Spezialkost aus gekochtem Gemüse. Da sie am liebsten Bananen fraß, was sie jedoch aus gesundheitlichen Gründen nur sehr begrenzt durfte, wurden ihr ihre Medikamente in Bananen versteckt verabreicht. In den letzten Tagen verschlechterte sich ihr Zustand zusehends. Ihre hochgradige Arthrose machte ihr zu schaffen und sie stürzte immer wieder. Zu ihrem Schutz legten die Tierpfleger ihre Schlafbox mit Stroh aus. Zuletzt kamen bei Daisy massive Verdauungsstörungen und trotz intensiver therapeutischer Behandlung Schwierigkeiten beim Kotabsatz hinzu. Am Abend des 11. Mai konnte Daisy nicht mehr aufstehen und musste eingeschläfert werden.

Jörg Beckmann, im Tiergarten Nürnberg als stellvertretender zoologischer Leiter tätig und im europäischen Zooverband der Vizevorsitzende der Arbeitsgruppe für Tapire und Schweine, bedauert den Tod von Daisy. „Mit Daisy geht eine Ära zu Ende. Die Planung des Tierbestands des Tiergartens sieht vor, dass wir ihren Lebensgefährten Poroto im Rahmen des Erhaltungszuchtprogramms nun an einen anderen Zoo abgeben.“

Flachlandtapire gelten als „lebende Fossile“, da ihre Abstammungslinie 55 Millionen Jahre zurückreicht. Ihr heutiges Aussehen unterscheidet sich kaum von dem ihrer Vorfahren. Die in weiten Teilen Südamerikas beheimatete Tapirart lebt in tropischen Regenwäldern oder in der Nähe von Flüssen, Seen oder Sümpfen.

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