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Die Gorillas nutzen ihr neues Gehege

Der Nürnberger Tierpark hat unter Auflagen wieder geöffnet.

Gorillamännchen Thomas, das Jungtier Kato und dessen Mutter Habibu (v.l.n.r.) in der neugestalteten Außenanlage  Foto: Tiergarten Nürnberg
Gorillamännchen Thomas, das Jungtier Kato und dessen Mutter Habibu (v.l.n.r.) in der neugestalteten Außenanlage Foto: Tiergarten Nürnberg

Nürnberg.Seit Donnerstag können die Gorillas im Tiergarten der Stadt Nürnberg die umgestaltete Außenanlage nutzen. Erstmals haben die Besucher nun die Gelegenheit, die Gorillas – wenngleich mit größerem Abstand – bei passenden Witterungsverhältnissen ungestört von Zaun oder Scheiben aus zu beobachten. Bei ihrem Erkundungsrundgang hat die Gruppe die Anlage souverän inspiziert und den zentralen Abschnitt zum Lieblingsplatz gewählt. Thomas – der Chef der Gruppe – hat fast den ganzen ersten Tag damit verbracht, die Paviane im Nachbargehege zu kontrollieren, um sich danach zu entspannen. Die Berberaffen in der eigenen Anlage erregten seine Aufmerksamkeit weit weniger, vielleicht, weil er schon in Valencia mit anderen Affenarten vergesellschaftet war.

In Anbetracht der derzeit nötigen Abstandsregelung können nur wenige Besucher zeitgleich die Gorillas beobachten. Auch hier gilt es deshalb, Toleranz zu üben und den Platz nicht zu lange zu blockieren. Der Abstand von Zoogästen und Gorillas bietet auch den Tieren Sicherheit. Nach derzeitigem Kenntnisstand können alle Menschenaffen auch an Corona erkranken. Diese Gefahr droht auch den in der Natur lebenden Affen. Die Verluste im Freiland durch Ebola-Infektionen hatten ihren Ursprung nicht in Kontakten mit Menschen, sondern durch natürliche Kontakte mit an Ebola infizierten oder an Ebola gestorbenen Tieren, wie zum Beispiel Affen oder Duckern.

Es ist jedoch nachgewiesen, dass Affen auch Infektionen hatten, die die Atemwege schädigen, die eindeutig von Menschen mit Bakterien und Viren übertragen wurden. Im Falle eines auch indirekten Kontakts mit einem Menschen, der Coronaviren überträgt, auch ohne selbst erkrankt zu sein, wird es für Affen im Urwald lebensbedrohlich.

Aber nicht nur für die Menschenaffen, sondern für über 5 000 Säugetierarten besteht theoretisch diese Gefahr. Am 8. Mai 2020 publizierte eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Epidemiologen Fabian H. Leendertz vom Robert-Koch-Institut dazu einen Artikel: https://www.preprints.org/manuscript/202005.0141/v1.

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