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Region Nürnberg
Samstag, 26. Mai 2018 24° 8

Nürnberg

Die Nürnberger „Blaue Nacht“ fasziniert

Wer bei 250 Programmpunkten die Höhepunkte nicht verpassen will, der sollte sich auf die Kulturnacht vorbereiten.
Vom Nürnberg-Korrespondent Nikolas Pelke

Fünf Touren legen die Macher vom Kulturamt in diesem Jahr den Besuchern ans Herz. Für Familien ist eine spezielle Route durch die „Blaue Nacht“ ausgearbeitet worden. Foto: Peter Doerfel

Nürnberg.Die Stadt ist groß, die Nacht ist kurz. Das Kulturamt kennt als Veranstalter der „Blauen Nacht“ das Dilemma und stellt deshalb für die Besucher verschiedene Routenvorschläge für erlebnisreiche Rundgänge durch die blau beleuchtete Altstadt zusammen.

Fünf Touren legen die Macher vom Kulturamt in diesem Jahr den Besuchern ans Herz. Für Familien ist eine spezielle Route ausgearbeitet worden. Bei der Familien-Tour darf das Spielzeugmuseum nicht fehlen. In dem beliebten Kinder-Museum spukt es in diesem Jahr bei der „Blauen Nacht“. Von dort geht die familienfreundliche Tour weiter zum Spielearchiv. Im historischen Gewölbekeller wird dort bis zur Geisterstunde das Brettspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“ gespielt.

Wer besonders viel erleben will, sollte die Expeditionstour für Entdecker ins Auge fassen. Gleich 30 Stationen stehen bei diesem Reisevorschlag durch die Nacht auf dem Programm. Der nächtliche Kulturmarathon beginnt im Kulturdreieck in der Lessingstraße zwischen DB Museum, Museum für Kommunikation und Staatstheater Nürnberg. Dort startet man bereits um 17 Uhr in die „Blaue Nacht“ mit einem bunten Mitmachprogramm für die ganze Familie.

Die Welt des Zirkus

Kinder können in die Welt des Zirkus eintauchen, sich von einer Luftballonkünstlerin begeistern lassen und zu den Klängen der Kinderrockband mit dem schönen Namen „Andi und die Affenbande“ über die Straße tanzen. Im Museumsgebäude in der Lessingstraße 6 können die Besucher die Sonnenaufgänge aus aller Welt erleben. Das Staatstheater bietet zusammen mit der Sternwarte nächtliche Führungen auf das Theaterdach mit spektakulären Ausblicken an. Die Staatsphilharmonie gibt im Opernhaus ein Konzert unter dem Motto „Griechische Nacht“. Derweil wird im Schauspielhaus der Dauerbrenner „Ewig jung“ gezeigt. Zum Abschluss steigt eine Party im mondänen Ambiente des Opernhauses. Wer alle 30 Programmpunkte der großen Entdecker-Tour bewältigen will, der sollte sich freilich schon viel früher am Abend zu den nächsten Stationen aufmachen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Blauen Nacht:

Die Blaue Nacht 2018

  • Termin:

    Die 19. Auflage findet am Samstag ab 19 Uhr in Nürnberg statt.

  • Tickets:

    Die Eintrittspreise sind teurer geworden. Ein Ticket kostet in diesem Jahr 15,70 Euro. Es gibt Ermäßigungen und Gruppentarife.

  • Internet:

    Weitere Infos rund um Karten und Programm gibt es im Internet unter www.blauenacht.nuernberg.de. (npe)

Wer es dagegen etwas gemütlicher mag, aber dennoch am Puls der Nacht bleiben will, für den könnte der Kunst-Weg genau der richtige Pfad durch die Nacht sein. Diese Tour führt entlang der Beiträge, die im Kunstwettbewerb um die Gunst des Publikums kämpfen. Dabei kann man das Sterntor-Parkhaus im neuen Licht erleben. Unter der Überschrift „Über den Wolken ist der Horizont grenzenlos“ baut Leyla Gersbach im Parkhaus eine multimediale und begehbare Rauminstallation auf. Gersbach verwandelt die karge Architektur zu einer Bühne der verborgenen Sehnsüchte. Das klingt genauso spannend wie die Videoinstallation „Guten Abend, gute Nacht“ im Herrenschießhaus von Joanna Maxellon und Anna Poetter. Die beiden Künstlerinnen aus Nürnberg laden zu einer assoziativen Reise mit starken Traumbildern ein.

Hier finden Sie weitere Informationen aus Nürnberg.

Das Wahrzeichen der Stadt

Auf keiner Tour fehlen darf natürlich die Burgprojektion von Dan Reeder, der unter dem Motto „Anything goes“ das Wahrzeichen der Stadt mit Kunst bespielt. Wer nach dem nächtlichen Streifzug eine Atempause sucht, der sollte im frisch restaurierten Pellerhof am Egidienberg vorbeischauen. In der Nacht präsentiert sich der wieder völlig hergestellte Prachthof mit seinen grandiosen Sandsteinornamenten als Insel der Ruhe. Der Schaugiebel wird ebenso wie die Arkadengalerien in mildes Licht getaucht. Keine Führungen oder Erklärungen sollen den Zauber stören. Ein wenig Ruhe werden Nachtschwärmer sicher zu schätzen wissen. Immerhin werden heuer wieder über 100 000 zahlende Besucher erwartet.

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