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Digital Festival steigt in Nürnberg

Beim Digital Festival geht es um Digitalisierung. Für Eltern gibt es einen Zockerabend. Im Blick ist auch die Privatsphäre.
von Nikolas Pelke

Keine Party ohne Laptop: Beim „Digital Festival“ in Nürnberg dreht sich alles um den Computer. Foto: Jolanta Dworczyk
Keine Party ohne Laptop: Beim „Digital Festival“ in Nürnberg dreht sich alles um den Computer. Foto: Jolanta Dworczyk

Nürnberg.Nürnberg ist mehr als Bratwurst und Lebkuchen. Seit Jahren macht ein Netzwerk aus Wirtschaft, Technologie und Bildung darauf aufmerksam, dass die Metropolregion ein nicht zu unterschätzendes Zentrum der Computerwelt ist. Unter neuem Namen geht die ehemalige „Internet-Woche“ in diesem Jahr zum ersten Mal als „Digital Festival“ an den Start. Rund 10.000 Teilnehmer werden heuer erwartet. Der neue Name soll die gewachsene Bedeutung der Digitalisierung in der Region unterstreichen. Mit über 150 Veranstaltungen wird das Szene-Treffen so groß wie niemals zuvor. Auch die Themen werden heuer vielfältiger. Nicht nur klassische Digitalisierungsthemen wie Programmieren stehen auf dem Programm.

Für Eltern wird es zum Beispiel einen Computer-Spieleabend geben. Anschließend können sich die modernen Mamas und Papas über digitale Spielsachen im Kinderzimmer austauschen. Besonders im Blickfeld steht die Digitalisierung in Medizin und Gesundheit. Nach dem Umzug Gesundheitsministeriums von München nach Nürnberg wird sich dieses zum ersten Mal mit einer eigenen Veranstaltung beim „Digital Festival“ beteiligen.

Digitale Neuerungen

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) mahnt, dass bei aller Begeisterung für digitale Neuerungen der Schutz der Privatsphäre oberste Priorität haben müsse. „Gerade in dem hochsensiblen Bereich Gesundheit müssen die Menschen auch weiterhin die Selbstbestimmung über ihre Daten behalten“, fordert die Ministerin, die sich darauf freue, mit Bürgern und Experten über die Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegebereich in Nürnberg zu diskutieren.

Festival stärkt Region

„Die digitale Transformation betrifft nicht nur die digitale Szene, sondern alle Lebensbereiche und die gesamte Stadtgesellschaft“, ist sich Nürnbergs Wirtschaftsreferent, Michael Fraas (CSU), sicher. Das neue „Digital Festival“ bringe die Region als digitalen Standort im Hinblick auf Arbeitsplätze und Innovationen nach vorne, betont Fraas. Wirtschaftsunternehmen wie die Nürnberger Software-Schmiede „Datev“ schätzen das „Digital Festival“ aus vielen Gründen. „Als Datev haben wir den Anspruch, die digitale Transformation mitzugestalten.

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Dafür ist es wichtig, neue Technologien frühzeitig auf dem Schirm zu haben, ihre Potenziale zu erkennen und zu prüfen, ob, wo und wie sie unsere Lösungen noch besser machen können“, sagt Martin Krämer, Mitglied der „Datev“-Geschäftsleitung. Kommunikation und Austausch wie beim „Digital Festival“ seien dafür das beste Mittel. Als einer der größten IT-Unternehmen in der Region wolle Datev mit seiner Festival-Teilnahme auch zeigen, dass die Software-Firma „an spannenden Themen“ arbeite und „interessante Jobs“ zu bieten habe, sagt Martin Krämer. Besonders die interessante Mischung der Teilnehmer mache das Festival laut Krämer so spannend. Manager und Forscher, Erfinder und Anwender würden in Nürnberg auf Augenhöhe über Zukunftsthemen diskutieren.

Image soll wachsen

Nürnberg habe in der jüngeren Vergangenheit laut Martin Krämer einen beachtenswerten Strukturwandel vollzogen. Vom Industriestandort sei die Stadt zum Dienstleistungs- und Technologiestandort geworden. „In den Köpfen von Nicht-Nürnbergern ist das vielfach aber noch nicht angekommen“, ist sich Martin Krämer sicher. Gerade deshalb sei eine Veranstaltung wie das „Nürnberg Digital Festival“ nicht nur für den fachlichen Austausch wichtig. Für das Image der Region als Zukunftsstandort spiele das Festival eine entscheidende Rolle. Auch für den Erfolg des Softwarehauses sei das Festival wichtig. „Wir bei Datev wollen die Digitalisierung im Bereich der betriebswirtschaftlichen Prozesse, die letztlich jeden Unternehmer betreffen, aktiv voranbringen.“ Krämer weist auf einen gravierenden Wandel von der bloßen Arbeitsteilung zur Prozessintegration hin. „Für Insellösungen und Silodenken ist da kein Raum.“

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