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Tourismus

Franken feiert neue Besucher-Rekorde

Die Zahl der Besucher ist um fünf Prozent gestiegen. Doch eine Veranstaltung wie das Oktoberfest gibt es in Franken nicht.
Von Nikolas Pelke

Joachim Hermann hat am Freitag zum sechsten Mal in Folge neue Rekordzahlen für den fränkischen Tourismus präsentiert. Foto: Matthias Merz
Joachim Hermann hat am Freitag zum sechsten Mal in Folge neue Rekordzahlen für den fränkischen Tourismus präsentiert. Foto: Matthias Merz

Nürnberg.Über 22 Millionen Menschen haben im vergangen Jahr mindestens eine Nacht in Franken verbracht. Das entspricht einer Steigerung in Höhe von knapp fünf Prozent. Mittlerweile kommen auch immer mehr Besucher aus dem Ausland nach Nordbayern. Rund 3,5 Millionen Touristen aus der ganzen Welt haben im Jahr 2018 eine Reise ins Frankenland unternommen.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Rolle des Albrecht-Dürer-Airports bei der Internationalisierung des fränkischen Tourismus lobend hervorgehoben. „Der Flughafen Nürnberg bringt sehr viele Gäste aus Europa nach Franken“, sagte Herrmann am Freitag in Nürnberg. Überhaupt ist der fränkische Tourismus laut Herrmann „sehr gut“ aufgestellt. In ganz Franken hängen rund 177000 Arbeitsplätze vom Tourismus ab. Der Fremdenverkehr in Franken habe mittlerweile einen Umsatz von über zehn Milliarden Euro erreicht.

„Franken ist als Ferienregion unverwechselbar. Wir haben uns mittlerweile gut etabliert. Franken ist in Deutschland inzwischen überdurchschnittlich gut bekannt. Gerade die Weinregion in Unterfranken. Oder das Bierland in Oberfranken“, freute sich Innenminister Herrmann bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen.

Rothenburg legt zu

  • Rekord:

    Bereits zum sechsten Mal in Folge präsentierte der Vorsitzende des Tourismusverbands Franken, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), ein neues Rekordergebnis.

  • Bilanz:

    Stark zeigen sich in der fränkischen Tourismusbilanz 2018 besonders die fränkischen Städte, darunter Rothenburg ob der Tauber mit einem Zuwachs von über zwölf Prozent bei den Ankünften.

In Franken gibt es kein Oktoberfest

Lediglich an der internationalen Bekanntheit könnte Franken noch etwas arbeiten. Ausländer würden beim Stichwort Bayern leider immer noch in erster Linie an Berge oder Oktoberfest und nicht an Sandkerwa oder Kaiserburg denken. „Aber innerhalb Deutschlands haben Franken mittlerweile schon einen guten Ruf.“ Langfristig sei Franken als Ferienregion auf einem guten Weg. „Wir haben ein gesundes Wachstum“, betonte Herrmann und verwies auf den erneuten Anstieg der Besucherzahlen im vergangenen Jahr um vier Prozent.

Bei einem noch stärkeren Anstieg beispielsweise mit zweistelligen Zuwachsraten würde die fränkische Tourismusregion bald überfordert werden. Schließlich würden die fränkischen Gastronomen schon heute händeringend nach Fachkräften wie Köchen und Kellnern suchen.

„Aber innerhalb Deutschlands haben Franken mittlerweile schon einen guten Ruf.“

Joachim Hermann, Innenminister

Mit Hilfe des Fremdenverkehrs will Herrmann besonders den strukturschwachen Regionen in Franken unter die Arme greifen. „Der Städtetourismus blüht sowieso. Wir müssen in Nürnberg kein Hotel fördern. Aber in den strukturschwächeren Gebieten beispielsweise im östlichen Oberfranken wollen wir über den Tourismus die Wirtschaft noch stärker ankurbeln“, sagte Herrmann. „Wir haben in Franken eine großartige Natur. Dadurch haben wir großes Potenzial.“

Neben Familien mit Kindern wolle sich der fränkische Tourismus verstärkt dem wachsenden Anteil von Senioren unter den Besuchergruppen zuwenden. „Unsere Senioren wollen nicht immer rund um den Globus in den Urlaub fliegen. Diese älteren aber aktiven Menschen wollen vor der Haustür etwas unternehmen und ihre Freizeit gestalten“, ist sich Herrmann sicher, der in der wachsenden Gruppe der älteren Touristen eine „große Chancen“ für den fränkischen Fremdenverkehr ausgemacht hat. „Die Senioren sind eine ganz wichtige Zielgruppe.“ Damit immer mehr ältere Menschen in Franken tatsächlich ihren Urlaub verbringen wollen, müsse die Qualität unbedingt stimmen. „Bei der Qualität haben wir in den letzten Jahren in Franken viel aufgeholt.“ Durch besondere Highlights im Veranstaltungskalender wolle der Tourismusverband neue Gäste nach Franken locken.

Fürth legt am stärksten zu

Spitzenreiter bei den Ankünften und Übernachtungen sind im vergangenen Jahr das Romantische Franken mit über acht Prozent sowie die Städteregion Nürnberg mit über sieben Prozent gewesen. Besonders sticht Fürth heuer in der fränkischen Tourismusbilanz mit einem Plus von fast 35 Prozent bei den Übernachtungen heraus. Für viele touristische Baumaßnahmen ist der Startschuss bereits gefallen. So wird die Franken-Therme in Bad Windsheim für rund neun Millionen Euro modernisiert.

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