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Gorilla Lena mit 44 Jahren gestorben

Das Tier musste im Tiergarten Nürnberg eingeschläfert werden. Eine Obduktion soll die Ursache der schweren Krankheit klären.

Gorilla Lena im Tiergarten Nürnberg
Gorilla Lena im Tiergarten Nürnberg Foto: Dr. Helmut Mägdefrau/Stadt Nürnberg / Tiergarten

Nürnberg.Am Dienstag musste im Tiergarten der Stadt Nürnberg das Gorilla-Weibchen Lena eingeschläfert werden, um ihr weiteres Leiden zu ersparen. Seit zwei Wochen habe Lena ein stark eingeschränktes Bewegungsvermögen gezeigt, teilte der Tiergarten Nürnberg mit.

Hinzu kam, dass sie über Tage hinweg so gut wie nichts mehr getrunken und nur noch wenig gegessen hatte. Ihr Gewicht lag im Tiergarten immer zwischen 117 und 92 Kilogramm. Jetzt wog sie nur noch 80 Kilogramm. Tagelang lag sie fast unbeweglich im Schlafbereich und reagierte nur noch auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu denen sie ein enges Verhältnis hatte. Alle Behandlungsversuche, auch unter Hinzuziehung von Humanmedizinern, brachten keine Besserung.

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Gorilla ist in Kamerun geboren

Das Gorilla-Weibchen Lena stammt aus Kamerun, wo sie 1976 geboren wurde. Am 10. September 1977 kam sie in den Zoo von Saarbrücken. Da sich dort kein Nachwuchs einstellte, wurde sie zu Zuchtzwecken von 1988 bis 1992 an den Zoo Heidelberg abgegeben, wobei sich die Hoffnungen auf Nachwuchs auch dort nicht erfüllten.

Am 9. April 1997 kam Lena schließlich auf Empfehlung des Erhaltungszuchtprogramms von Saarbrücken in den Tiergarten Nürnberg. Doch auch hier sorgte Lena nicht für Nachwuchs. Zunächst zeigte sie kein sexuelles Interesse an dem Gorillamännchen Fritz. Dann war dieser nicht mehr zeugungsfähig. Mit 44 Jahren gehörte Lena zu den acht ältesten noch lebenden Gorillas in Zoos weltweit.

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Lena wird obduziert

Um die Ursachen von Lenas schweren Erkrankung zu ermitteln, wird ihr Körper obduziert. Auch der Grundlagenforschung dient das Tier nach ihrem Ableben noch. So erforscht das internationale Forschungsprojekt „Evolution of Brain Connectivity Project“ mit Hilfe der sterblichen Überreste von Menschenaffen beispielsweise die Entwicklung von Sprache und Werkzeuggebrauch, um die Entwicklung des Menschen verstehen zu können.

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