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Handwerker bauen neues Mühlrad

Das Freilandmuseum rekonstruierte ein Wasserrad nach alten Vorlagen.

Die prächtige Mühle aus Unterschlauersbach
Die prächtige Mühle aus Unterschlauersbach Foto: Ute Rauschenbach

Nürnberg.Die Mühle aus Unterschlauersbach ist eines der prächtigsten Gebäude des Fränkischen Freilandmuseums. Immer wieder wird sie in Betrieb genommen, so dass die Besucher sehen können, wie Getreide gemahlen wird. Doch nun war der Radkranz des hölzernen Mühlrades gebrochen. Das Wasserrad des Mahlgangs musste neu gebaut werden, teilte das Museum mit.

Das Mühlengebäude wurde 1576 in Unterschlauersbach, im heutigen Landkreis Fürth, erbaut und 1601 erweitert. Von den ursprünglichen hölzernen Rädern ist keines erhalten. Zum Wiederaufbau im Museum 1984 wurden zwei hölzerne Wasserräder nach alten Vorlagen rekonstruiert. Für die Handwerker des Freilandmuseums stellte der Bau des neuen Mühlrades eine nicht alltägliche Herausforderung dar. Die Herstellung von Wasserrädern ist eine aufwendige und anspruchsvolle Arbeit. Der Bau geschieht in der großflächigeren Abbundhalle der Werkstatt und in der engen Radkammer der Mühle selbst.

Im Januar 2019 wurde das defekte Rad in Einzelteilen abgebaut. Als Maß- und Konstruktionsvorlage für das neue Rad wurde es in der Abbundhalle des Bauhofs eingelagert. Hier wurden die verschiedenen Elemente des neuen Rades ausgearbeitet, zusammengepasst und für den Aufbau gekennzeichnet. Die Ausarbeitung erfolgte mit Handwerkzeugen, großen Handmaschinen und stationären Maschinen. Wer sich noch genauer mit der Technik des Mühlradbaus beschäftigen möchte, findet auf der Webseite des Museums (https://freilandmuseum.de ein „Bautagebuch“ mit Bildern und Beschreibungen, die den Neubau des Mühlrades dokumentieren.

Das Freilandmuseum mit seinen drei Mühlen (Aumühle, Unterschlauersbach und der Ölmühle der Flederichsmühle) ist täglich geöffnet bis Oktober von 9 bis 18 Uhr, Eintritt sieben Euro, ermäßigt sechs Euro, Familien 17 Euro, Teilfamilien 10 Euro, Kinder unter sechs Jahren sind frei. Zurzeit sind aus hygienischen Gründen nicht alle Häuser geöffnet.

Aktuell offen sind die Sonderausstellungen „Sauberkeit zu jeder Zeit! Hygiene auf dem Land“ große Jahresausstellung im Erdgeschoß der Ausstellungsscheune mit einem Teilbereich „Schwitzen, Schröpfen und Kurieren – Bader in Franken“; „Wolfskinder. Verlassen zwischen Ostpreußen und Litauen“ Fotoausstellung in der Ausstellungsscheune Betzmannsdorf im Obergeschoß; „Pfarrerssohn, Maler, Lebenskünstler: Johann Christian Reinhart, ein Deutschrömer aus Hof. Radierungen aus der Sammlung Heinz Schuster“ in der Spitalkirche im Museum Kirche in Franken.

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