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Stadtleben

Nürnberg will mehr Events

„Sport-Bürgermeister“ Klemens Gsell (CSU) will mehr sportliche Großveranstaltungen nach Nürnberg locken.
von Nikolas Pelke

Beste Beach-Atmosphäre gab es bereits im Jahr 2014 bei der Premiere des smart beach cup in Nürnberg. Foto: Thomas Victor
Beste Beach-Atmosphäre gab es bereits im Jahr 2014 bei der Premiere des smart beach cup in Nürnberg. Foto: Thomas Victor

Nürnberg.Nürnberg Klotzen statt kleckern: Bürgermeister Klemens Gsell (CSU) will mehr sportliche Großveranstaltungen nach Nürnberg holen. Dafür soll die Stadt mehr Geld ausgeben und aktiv um Sport-Events buhlen. Kürzlich hat der Stadtrat einstimmig für die neue „Sport-Agenda“ gestimmt. Demnach soll ein jährliches Veranstaltungsbudget zur Förderung und Etablierung von „kleineren Großsportveranstaltungen“ in Höhe von 50 000 Euro im Rahmen der Haushaltsberatungen geschaffen werden.

Daneben soll die Option bestehen, große Events per Einzelfallentscheidung im Stadtrat zu etablieren. Das heißt im Klartext: Nürnberg will notfalls noch mehr Geld auf den Tisch legen, um Mega-Events nach Nürnberg zu lotsen. Klemens Gsell verweist auf die Konkurrenz, die offenbar nicht schläft. Vergleichbare Städte würden jährlich rund zwei Millionen Euro bereitstellen, um Großsportveranstaltungen – die tatsächlich den Namen verdient haben mit spürbarem Effekt bezüglich Bekanntheitsgrad und Image - durchführen zu können.

Sport-Events

  • Studie Eine wissenschaftliche Untersuchung der Hochschule für angewandtes Management im bayerischen Ismaning ist zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass Nürnberg zwar „eine akzeptable Großsportrepräsentanz“ vorhanden sei, diese aber noch ausbaufähig sei.

Mega-Events dürften mit ziemlicher Sicherheit für Nürnberg eine Vielzahl von positiven Effekten haben. Nicht nur für die städtische Besucherstatistik. Auch dem Ansehen der Stadt würden Sport-Events sicher gut tun. Nürnberg will offensichtlich besonders die Herzen der jüngeren Zielgruppe erreichen. Nürnberg will den Fokus auf Trendsportarten wie Skateboard legen.

Viele positive Effekte

Ein attraktives Portfolio von Großsportveranstaltungen, ist sich „Sport-Bürgermeister“ Klemens Gsell sicher, könne für die Frankenmetropole eine Vielzahl von positiven Effekten haben. Bislang sei das Thema allerdings aus Mangel an personellen und finanziellen Ressourcen nicht aktiv gestaltet, sondern nur auf Initiativen von Vereinen oder Veranstaltern reagiert worden. Oder anders ausgedrückt: Bislang hat Nürnberg einfach abgewartet und die Füße hochgelegt. Weil diese fast schon fahrlässige Haltung zuletzt offensichtlich überhaupt nicht mehr funktioniert hat, soll damit nun Schluss langsam aber sicher Schluss sein.
„Aktive Akquise“ lautet die neue Marschrichtung, die Klemens Gsell der Stadt bei Großveranstaltungen vorgeben will. Allerdings kann Gsell nur langsam den städtischen Tanker in die neue Richtung lenken. Als ersten Schritt soll lediglich eine halbe Stelle im städtischen Verwaltungsapparat mit der Jobbeschreibung „Spitzensport“ geschaffen werden. Der oder die neue Sport-Sachbearbeiterin wird die Aufgabe haben, konkrete Sport-Events nach Nürnberg zu locken.
Bislang liegen der Stadt bereits konkrete Interessenbekundungen beispielsweise vom „Beach Volleyball Cup“ vor. Schon bei diesem beliebten Event auf dem Hauptmarkt soll die neue „Sport-Agenda“ greifen. Für den „Beach Cup“ soll es neben der kostenfreien Nutzung des Hauptmarkts auch eine „Veranstalterpauschale“ in Höhe von 10 000 Euro geben.

Grünes Licht für Radsport

Auch beim Radsport soll sich bereits etwas tun. Die Stadt habe laut Gsell bereits „grünes Licht“ für Verhandlungen mit den Veranstaltern der „Deutschland Tour“ gegeben.

Nürnberg will sich demnach die finale Etappe mit spektakulärer Zielankunft im nächsten Jahr sichern. Falls das gut funktioniert, soll Nürnberg „in drei bis fünf Jahren“ erneut Etappenziel werden, um das Radsportprofil der Stadt zu schärfen. Zusätzlich sollen Veranstaltungen mit großem Medienecho wie das Damen-Tennisturnier der Nürnberger Versicherung oder das Norisringrennen „gehalten und erweitert“ werden.

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