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Freizeit

Nürnberg wird Küstenstadt

Seit Freitag ist der Stadtstrand auf der Insel Schütt eröffnet. 80 Palmen wurden extra dafür aus Spanien importiert.
von Nürnberg-Korrespondent Nikolas Pelke

  • Lorenz Kalb hatte vor neun Jahren mit vier Kollegen die Idee für den Stadtstrand. Fotos: Pelke
  • Auch ein Pool steht bereit.

Nürnberg.Mit dem Stadtstrand kehrt wieder Urlaubsstimmung auf der Insel Schütt ein. Lorenz Kalb ist deshalb im Stress, sobald die Eröffnung des Stadtstrandes näher rückt. Die Sandmassen sind schon verteilt. Die 1500 Liegestühle bereits aufgebaut. Auch die Palmen sind schon auf dem 4000 Quadratmeter großen Gelände verteilt.

Idee vor neun Jahren

Vor neun Jahren hat Lorenz Kalb, der sich als Schausteller in Nürnberg einen Namen gemacht hat, die Idee zum Strandfeeling in der City mit vier Kollegen gehabt. Zum Start des Beach-Events im Jahr 2010 hätte sich der Schausteller nicht vorstellen können, welche Ausmaße die Strandparty im Herzen der fränkischen Metropole einmal annehmen würde. „Wir haben uns das damals wesentlich einfacher vorgestellt. Wir wollten ein bisschen Sand hinschmeißen, ein paar Liegestühle darauf stellen und dazu ein paar Getränke verkaufen. Kein Mensch hat diesen Aufwand von heute im Kopf gehabt“, erinnert sich Kalb. Allein der weiße Sand wird in 40 Lastwagen-Ladungen angekarrt. Die insgesamt 80 Palmen werden sogar aus Spanien nach Nürnberg kutschiert.

Ein Video zum Stadtstrand sehen Sie hier:

Der Stadtstrand hat heuer knapp drei Monate am Stück täglich geöffnet. Unter dem Motto „Sommerurlaub in der Heimat“ werden Fitness- und Gesundheitskurse angeboten. Neben Yogastunden und Zumbakursen gibt es auch ein Beachvolleyball-Feld, das wie die Kurse kostenlos für die Besucher zur Verfügung steht. Dazu gibt es Veranstaltungen vom Poetryslam bis zur Flirtparty. Natürlich darf auch eine Modenschau nicht fehlen.

Der Eintritt zum Strandvergnügen ist umsonst. Dafür liegen die Getränkepreise wohl deutlich über dem ortsüblichen Niveau in der Altstadt. Einige Besucher beschweren sich im Internet über teilweise „gesalzene“ oder sogar „unverschämte“ Preise. Immerhin gibt es täglich bis 19 Uhr eine „Happy Hour“.

Wörtlich darf man das mit dem Strand natürlich auch nicht nehmen. Das Meer zum Strand wird beispielsweise durch einen kleinen Pool ersetzt. In dem knietiefen Wasser kann man nicht wirklich schwimmen, aber sich dafür an der Poolbar wie im Urlaub fühlen und beim Sonnenbaden die Füße im Pool abkühlen. Immerhin ist das Flussufer der Pegnitz nicht weit. Bekannt ist der Stadtstrand auch für seine Kopfhörer-Party, die heuer am 15. Juni stattfindet. „Wir können hier alles außer laut“, sagt Kalb im Hinblick auf die Anwohner dazu.

Lob vom Citymanager

Citymanager Reto Manitz lobt das Engagement der fünf Schausteller, die den Stadtstrand auf die Beine stellen. „Der Stadtstrand bringt viel junges Publikum in die Stadt.“ Allerdings findet Manitz, dass es in der Innenstadt neben Großevents auch Platz für authentische und familiäre Veranstaltungen mit weniger Aufwand geben müsse. „Wir sind mit Sicherheit der schönste Stadtstrand in dieser Größenordnung in Deutschland“, findet Kalb.

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