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Umwelt

Nürnberger Bäume suchen Gieß-Paten

Die Stadt Nürnberg sucht mit einer genauso bunten wie witzigen Aktion nach fleißigen Baumpaten – und hat damit Erfolg.
Von Nikolas Pelke

Bürgermeister Christian Vogel (SPD) und Michael Kläver von der Sparkasse Nürnberg hängen eine rote Gießkanne an einen Baum. Foto: Pelke
Bürgermeister Christian Vogel (SPD) und Michael Kläver von der Sparkasse Nürnberg hängen eine rote Gießkanne an einen Baum. Foto: Pelke

Nürnberg.Die Bäume in Nürnberg haben einen immensen Durst. Besonders in den heißen Sommermonaten kommt die Stadt Nürnberg mit dem Gießen kaum noch nach. Um die Bäume vor dem Verdursten zu retten, ist Bürgermeister Christian Vogel (SPD) gemeinsam mit der örtlichen Sparkasse auf eine ungewöhnliche Idee gekommen. Mit roten Gießkannen sollen die Menschen auf die Wasserproblematik aufmerksam gemacht werden. 200 Metallgießkannen sind mit Hanfseilen an 200 Bäumen überall im Stadtgebiet aufgehängt worden, um die Herzen der Bürger zu erreichen und die Menschen zum Handeln zu bewegen.
Unter dem Motto „Gieß mich – Baumpaten gesucht!“ will die Stadt Nürnberg neue Baum-Kümmerer gewinnen. Die Zahl der ehrenamtlichen Baumpaten hat sich in den letzten Jahren laut Stadt stetig erhöht. 2017 habe es „erst“ 985 Baumpaten gegeben, die sich um fast 1400 Straßenbäume gekümmert haben. 2018 habe es bereits über 1100 Baumpaten gegeben, die rund 1600 Straßenbäume regelmäßig gegossen haben.

Im aktuellen Wonnemonat Mai gibt es laut Stadt bereits über 1200 Baumpaten, die über 1700 Straßenbäume pflegen. Doch das ist Bürgermeister Christian Vogel immer noch nicht genug. Denn insgesamt gibt es in Nürnberg rund 28000 Straßenbäume Das Stadtgrün brauche im Zeichen des Klimawandels noch mehr Unterstützung, ist sich Vogel sicher. Der trockenwarme Frühlingsauftakt habe auch in diesem Jahr bereits gezeigt, dass man die Straßenbäume weiterhin nach allen Kräften unterstützen müsse. „Wir haben bereits einen festen Stamm an engagierten Baumpaten innerhalb der Nürnberger Bürgerschaft gewonnen und viele Städte haben bundesweit unser Erfolgsmodell übernommen“, freut sich Bürgermeister Vogel.

Der Hochsommer naht

Auch wenn der Mai relativ viel Regen gebracht hat, dürfe die Stadt im Hinblick auf den nahenden Hochsommer nun nicht nachlassen, die Zahl der Engagierten zum Wohle der Straßenbäume weiterhin zu steigern. Das sei das Ziel der aktuellen „Gießkannen-Aktion“, die die Stadt gemeinsam mit einem örtlichen Geldinstitut auf den Weg gebracht hat. Die Sparkasse Nürnberg habe laut Michael Kläver bereits mit ihrer Aktion „Mehr Bäume für Nürnberg“ seit 2012 maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Nürnberger im gesamten Stadtbild über mehr Grün freuen können.

Nürnberger Bäume suchen Gieß-Paten

  • Ehrenamt

    : Aktuell kümmern sich über 1200 Baumpaten um 1700 Straßenbäume. Insgesamt gibt es in Nürnberg rund 28000 Straßenbäume. Neue Baumpaten bekommen einen Pflanzgutschein in Höhe von 50 Euro und ein Schild

  • Aktion:

    Mit der Gießkannen-Aktion „Gieß mich“ will Nürnberg jetzt noch mehr Baumpaten gewinnen. Dafür sind 200 rote Gießkannen im Stadtgebiet aufgehängt worden.

Das Finanzinstitut habe über fünf Jahre hinweg insgesamt 650000 Euro in neue Straßenbäume für die Frankenmetropole investiert. Vor diesem Hintergrund habe sich die Sparkasse Nürnberg entschlossen, auch die Aktion „Baumpatenschaften“ zu unterstützen. Die aktuelle Aktion mit den roten Gießkannen sei für Michael Kläver von der Sparkasse eine sinnvolle Ergänzung des Engagements. „Wir freuen uns über jeden, der Verantwortung für einen Baum in seiner Nachbarschaft übernimmt und dafür sorgt, dass er auch in einem heißen Sommer genügend Wasser bekommt“, erklärte der Kommunikationschef der Sparkasse beim Start der Gießkannen-Aktion.

Aktion bringt Erfolg

Mit den roten Gießkannen hat die Stadt offensichtlich ins Schwarze getroffen. Immer mehr Menschen sind mittlerweile bereit, freiwillig eine Baumpatenschaft zu übernehmen. Über die Internet-Seite www.baumpaten.nuernberg.de können sich Baumfreunde als ehrenamtliche Baumpfleger direkt bei der Stadt bewerben. „Jeden Tag treffen fünf bis zehn Neuanträge für eine Baumpatenschaft bei uns ein“, teilt Pressesprecherin Ulrike Goeken-Haidl auf Anfrage dieses Medienhauses mit. Unter den neuen Anwärtern für eine Baumpatenschaft seien viele Bürger, die sich bereits im Hitzejahr 2018 „einfach so“ um einen Straßenbaum in ihrem Wohnquartier gekümmert haben. Viele Baumpaten würden nicht nur die Bäume mit Wasser versorgen, sondern auch das Beet rund um den Baumstamm auf Vordermann bringen, freut sich Goeken-Haidl. Neue Baumpaten bekommen einmalig einen Pflanzgutschein in Höhe von 50 Euro und ein Schild mit dem Titel „Hier ist ein Baumpate aktiv“.

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