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Wirtschaft

NürnbergMesse bricht alle Rekorde

2016 war ein Jahr der Superlative. Um auch in Zukunft weltweit vorne mitmischen zu können, stehen gewaltige Investitionen an.
Von Birgit Ropohl

Roland Fleck (l.) und Peter Ottmann schufen die Voraussetzungen für die Rekordzahlen. Foto: Ropohl
Roland Fleck (l.) und Peter Ottmann schufen die Voraussetzungen für die Rekordzahlen. Foto: Ropohl

Nürnberg.Jetzt liegt die Bilanz endgültig vor: 2016 geht als das bislang beste Jahr in die Geschichte der 1974 gegründeten NürnbergMesse ein. Gleich fünf neue Spitzenwerte stellte sie auf. Die beiden Geschäftsführer Dr. Roland Fleck und Peter Ottmann präsentierten sie am Donnerstagmittag gut gelaunt bei der Bilanzpressekonferenz.

Hoher Umsatz, hoher Gewinn

Die Details: Die 172 durchgeführten Veranstaltungen der NürnbergMesse Group erwirtschafteten einen Rekordumsatz von 288 Millionen Euro (52 Millionen Euro mehr als im bisherigen Rekordjahr 2012). Die Zahl der Aussteller betrug 32 317 – bei den nationalen und internationalen Fachmessen in Deutschland liegt Nürnberg damit laut Fleck hinter Frankfurt und Düsseldorf auf Rang drei. Die Aussteller buchten netto 1,126 Millionen Quadratmeter Fläche, so viel, wie nie zuvor. Und nie zuvor war Nürnberg internationaler (43 Prozent der Aussteller und 19 Prozent der Besucher kommen aus dem Ausland). Schließlich erreichte auch der Gewinn Rekordniveau: Exakt 15,4 Millionen Euro betrug er (50 Prozent mehr als 2012).

Diese neuen Rekorde machen nach Angaben von Fleck und Ottmann deutlich, dass die NürnbergMesse „wieder einmal“ erheblich schneller wachse als die Branche. Besonders sichtbar wird die Steigerung, wenn man 2016er-Zahlen mit dem turnusgemäß vergleichbaren Zahlen von 2014 in Relation setzt: acht Prozent mehr Besucher, elf Prozent mehr Aussteller, 13 Prozent mehr Nettofläche, 14 Prozent mehr Veranstaltungen.

Erfolgsfaktor Ausland

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die starke internationale Ausrichtung, verbunden mit dem besonderen Gespür für passgenaue Messen für unterschiedlichste Branchen. Produktfamilien wie BioFach und BrauBeviale, die in mehreren Ländern Ableger haben, treffen den Nerv der Kunden. Ottmann: „Wir schicken uns gerade an, Weltmarktführer bei Craft-Beer-Messen zu werden.“

So herausragend 2016 auch war: 2017 kann die Messe diese Spitzenzahlen nicht erreichen. Das „Tagesgeschäft läuft zwar grandios“, aber turnusmäßig finden heuer so wenige Messen statt wie nur alle zwölf Jahre. „Für 2018 sind wir sehr optimistisch, beim Umsatz wieder bei über einer viertel Milliarde Euro zu landen.“

Aktuell werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Die NürnbergMesse – sie zählt zu den 15 größten Messegesellschaften der Welt – investiert in den kommenden zehn Jahren rund 600 bis 700 Millionen Euro ins Nürnberger Gelände, in Infrastruktur und Digitalisierung. Gerade ist die topmoderne Halle 3C im Bau – „ein Signal an unsere Kunden, dass wir weiter in der Champions- League spielen wollen“, wie es die Geschäftsführer sagen.

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