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Freizeit

„Öko-Ferien“ immer beliebter

Immer mehr Touristen wollen einen umweltbewussten Urlaub in Franken verbringen. Der Brombachsee wird heuer 50 Jahre alt.
von Nikolas Pelke

Urlaub in der Natur, wie hier beim Paddeln auf dem Kleinen Brombachsee, wird in Franken immer beliebter.  Foto: Manuel Arnu
Urlaub in der Natur, wie hier beim Paddeln auf dem Kleinen Brombachsee, wird in Franken immer beliebter. Foto: Manuel Arnu

Nürnberg.Mehr Wanderer, mehr Radler: Immer mehr Touristen wollen ihren Urlaub in Franken ohne Auto verbringen. „Viele Gäste wollen das Auto stehenlassen und zu Fuß über weite Strecken durch Franken wandern“, freute sich Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag bei der Vorstellung der Jahresbilanz des fränkischen Tourismusverbands in Nürnberg über den Trend zum nachhaltigen Urlaub. Auch die Zahl der Radler, die ihre Ferien in Franken ohne schlechtes Umweltgewissen verbringen wollen, würde stetig wachsen.

„Die Gäste wollen wieder wirklich in der Natur ihren Urlaub verbringen“, sagte Herrmann, Vorsitzender des Tourismusverbands Franken. Er verwies darauf, dass in Franken allein zehn Naturparks liegen. Diese machen mehr als die Hälfte des fränkischen Urlaubslands aus, sagte Herrmann und präsentierte die „stolze Bilanz“ eines „großartigen“ Tourismusjahres, zu dem auch Landschaftsregionen wie das Fichtelgebirge oder der Frankenwald immer mehr beitragen würden. „Zum siebten Mal in Folge haben wir das Ergebnis des Vorjahres getoppt“, freute sich Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag bei der Vorstellung der Jahresbilanz des fränkischen Tourismusverbands in Nürnberg.

Franken-Tourismus

  • Trend: Immer mehr Urlauber wollen ihre Ferien in Franken in der Natur verbringen. Von diesem Trend haben Naturregionen wie der Frankenwald und das Fichtelgebirge profitiert, die mittlerweile hohe Wachstumsraten verzeichnen.

Mehr als zehn Millionen Gäste hätten die fränkischen Sehenswürdigkeiten im letzten Jahr besucht. Rund 23 Millionen Übernachtungen habe der Tourismusverband in den vergangenen zwölf Monaten registriert. Damit hätten die fränkischen Urlaubsregionen ein Plus in Höhe von einem Prozent verzeichnen können. Die meisten Gäste kommen aus dem Inland. Lediglich in der Gunst der ausländischen Besucher sei Franken um zwei Prozent gegenüber 2018 zurückgefallen.

Wasser fehlt im Sommer

Der Klimawandel mache mittlerweile auch Franken als Reiseland zu schaffen, sagte Herrmann und erinnerte an die letzten beiden Hitzesommer. In den Sommermonaten könnte die Wasserknappheit in Franken zum Problem werden. Umso wichtiger sei die Funktion des Fränkischen Seenlandes als Wasserüberleiter vom wasserreichen Süden in den niederschlagsarmen Norden des Freistaats. Die touristische Attraktivität der Seenplatte soll dies aber nicht beeinträchtigen. „Das Wasser wird im Brombachsee nicht weniger“, versuchte Herrmann die Fans des fränkischen Meers zu beruhigen.

Das künstliche Wasserparadies feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Im Landtag ist 1970 die Entscheidung getroffen worden, durch den Bau der großen Stauseen zwischen Gunzenhausen, Pleinfeld und Hilpoltstein den trockenen Norden besser mit Wasser zu versorgen. Im Zuge dieses Jahrhundertprojekts ist mit dem Seenland, das sich heute harmonisch in die Hügellandschaft einfügt, ein völlig neues Urlaubsgebiet entstanden. Auf den insgesamt 19 Quadratkilometer großen Wasserflächen tummeln sich seither Surfer, Segler, Sonnenanbeter.

„Seenländer“-Wanderweg

Alles über die Entstehung des Fränkischen Meeres erfahren Besucher im Jubiläumsjahr in der Mandlesmühle bei Pleinfeld. Natürlich setzt auch das Seenland auf Reisende, die die Seen klimaneutral auf dem Wanderweg mit dem passenden Titel „Der Seenländer“ umrunden wollen.

Eher fürstlich als umweltbewusst wird wohl dagegen die Würzburger Residenz gefeiert, deren Grundsteinlegung sich am 22. Mai zum 300. Mal jährt. „Ein Schloss über allen Schlössern“ soll der Würzburger Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn beim Bau des Prunkschlosses gefordert haben, als er den damals noch unbekannten Baumeister Balthasar Neumann mit den Bauplänen betraute.

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