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Musik

Orchesterfarben sollen leuchten

Ein Konzert würdigt Ravel, Tschaikowsky und Brahms.

Joana Mallwitz (Mitte) ist Generalmusikdirektorin der Staatsphilharmonie Nürnberg. Foto: Sven Hoppe/Dpa
Joana Mallwitz (Mitte) ist Generalmusikdirektorin der Staatsphilharmonie Nürnberg. Foto: Sven Hoppe/Dpa

Nürnberg.Mit einem markanten Crescendo eröffnen Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz und die Staatsphilharmonie Nürnberg am 20. September die neue Spielzeit: Beim 1. Philharmonischen Konzert unter dem Titel „Mallwitz – Capuçon“ wird Ravels manisch-geniale Liebeserklärung an die Kleine Trommel, der „Boléro“, alle Farben des Orchesters in der Meistersingerhalle zum Leuchten bringen. Der französische Star-Cellist Gautier Capuçon spielt den äußerst anspruchsvollen Solopart in Tschaikowskys Rokoko-Variationen, hinter deren verspieltem Titel sich eines der berühmtesten Cellokonzerte verbirgt. Brahms will in seiner 1. Symphonie nach neuen Wegen suchen, an Beethoven anknüpfen und dabei dennoch etwas unverkennbar Eigenes schaffen.

Seinen ursprünglich als Ballett konzipierten „Boléro“ widmete Maurice Ravels der Tänzerin Ida Rubinstein, die ihn gebeten hatte, für sie ein Musikstück in der Form eines spanischen Balletts zu komponieren. So kreierte er einen einsätzigen, langsamen, in Melodie, Harmonik und Rhythmus fast monoton anmutenden Tanz, der hauptsächlich im Wechsel der Melodiestimme von einer Instrumenten¬gruppen zur anderen und im ausdrucksvollen Crescendo des Orchesters variiert. Der große Erfolg blieb dem 1928 in der Pariser Oper uraufgeführten „Boléro“ zwar zu Ravels Lebzeiten verwehrt, mittlerweile zählt es jedoch zu den meistgespielten Orchesterwerken weltweit.

Die „Rokoko-Variationen“ zählen neben dem Violinkonzert und dem ersten Klavierkonzert zu den populärsten konzertanten Werken von Tschaikowsky. Stilistisch orientierte er sich dabei an Kompositionen des 18. Jahrhunderts, vor allem denen Haydns und Mozarts, die für ihn den Inbegriff des Rokoko-Stils darstellten. Gewidmet hat er das Werk seinem Freund Wilhelm Fitzenhagen, einem deutschen Cellisten und Professor am Moskauer Konservatorium.

Karten für das Konzert (20 Uhr, Meistersingerhalle) gibt es unter Tel. (0180) 1344276 oder unter www.staatstheater-nuernberg.de.

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