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Initiative

Tierschutz auf kreative Art und Weise

In Nürnberg hat sich eine Gruppe gegründet, die sich mit Theaterstücken etwa gegen die Massentierhaltung engagieren will.
Von PETER BUDIG

  • Kathrin Schmid (r.) will nach ihrem Erfolg in München auch in Nürnberg Tierschutztheater etablieren: Elvira, Karoline und Aron machen mit. Foto: BUG
  • Mit „Das Pelzstück“ hat das Tierschutztheater in München schon große Erfolge gefeiert. Foto: Schmid

NÜRNBERG.Kurz vor dem Wochenende hat sich in Nürnberg eine neue Laiengruppe gegründet, die sich dem „Tierschutztheater“ verschrieben hat. Erste Interessenten haben sich im Jugendzentrum Quibble getroffen. Sie wollen künftig alle 14 Tage zusammen kommen und – mit Straßentheater beginnend – für den Tierschutz werben.

Kathrin Eva Schmid verbindet zwei leidenschaftliche Interessen für einen guten Zweck: Sie spielt und inszeniert gerne Laientheater, schreibt sogar die Stücke selbst. Und sie ist sehr an aktivem Tierschutz interessiert. In München hat sie das Tierschutztheater 2009 mitgegründet.

In ihren Auftritten thematisiert die rege Gruppe Themen des Tierschutzes: Massentierhaltung, Pelztierzucht, Stierkampf, Misshandlung von Tieren – das sind Inhalte, die im Komödientheater zwar spielerisch rüberkommen, aber gerade dadurch Menschen neu erreichen. Das ist die Idee von Kathrin Schmid. Inzwischen sind die Münchner Tierschützer mit etlichen Theaterstücken erfolgreich, die bei Laientheatertreffen auch auf der großen Bühne aufgeführt wurden.

Dieser Erfolg war Grundlage für die Gründung einer weiteren Gruppe in Ingolstadt. Nun will Schmid in der Metropolregion daran anknüpfen, wobei die neuen Mitglieder auf Erfahrungen der Münchner aufbauen können. „Wir suchen Leute, die gerne Theater spielen oder sich sonst einbringen mögen: Ton, Maske, Technik, Fotografie oder Video-Hilfe. Auch für die Requisite sind geschickte Hände gefragt.

Gleichzeitig sollen die Ehrenamtlichen auch an Fragen des Tierschutzes Interesse haben.“ Dass ist bei Karoline Kreitz, sie kommt aus dem Rother Landkreis extra nach Nürnberg, gewiss der Fall: „Ich habe von der Laiengruppe bei einem Veganertreffen gehört“, erzählt sie. Sie ist schon lange im Tierschutz aktiv und eine vegane Lebensführung, die Ernährung aber auch Kleidung ohne Tierprodukte umfasst, ist für sie selbstverständlich.

Kathrin Eva Schmid findet diese Lebensweise „für Tierschützer naheliegend, aber fürs Mitmachen bei uns nicht erforderlich“. Ihr alter Kumpel Aaron Gimbel aus München studiert inzwischen in Nürnberg und wird hier in Nürnberg mitmachen und seine Erfahrungen einbringen. Er hat gleich eine Kommilitonin aus dem Jurastudium, Elvira Türker, mitgebracht.

Noch einige andere haben sich gemeldet, in 14 Tagen wollen sie loslegen: Erste Straßentheater-Stücke einüben, Auftrittsmöglichkeiten eruieren aber auch Bekanntschaft schließen und Fragen des Tierschutz diskutieren. Kathrin Eva Schmid wird die junge Gemeinschaft einige Wochen begleiten und grundsätzlich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Irgendwann soll die Nürnberger Theaterspielgruppe jedoch auf eigenen Füßen stehen, Veranstaltungen organisieren und vielleicht sogar eigene Theaterstücke schreiben und inszenieren: Alles für einen aktiven Tierschutz.

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