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Verkehr

VAG zieht eine sehr positive Bilanz

Immer mehr Menschen lassen in Nürnberg ihr Auto stehen und setzen auf die öffentlichen Verkehrsmittel.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in Nürnberg auf dem Vormarsch. Foto: Peter Roggenthin dpa
Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in Nürnberg auf dem Vormarsch. Foto: Peter Roggenthin dpa

Nürnberg.Die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg erhebt seit 1989 sämtliche Daten zum Mobilitätsverhalten der Nürnberger: Wie häufig sind die Menschen mit Bus und Bahn unterwegs? Für welche Wege fahren sie mit den Öffentlichen und wie oft lassen sie im Gegenzug ihr Auto stehen? Im Lauf der Jahre ist der ÖPNV stetig besser geworden, 2017 war ein Rekordjahr für den ÖPNV. Es waren so viele Fahrgäste mit Bussen und Bahnen unterwegs, wie noch nie: Jeder Nürnberger legte 2017 durchschnittlich 219 Fahrten mit dem ÖPNV zurück, das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung. 1989 waren es nur 194 Fahrten pro Jahr und Per-son. Gut jeder vierte Nürnberger nutzte 2017 pro Tag die öffentlichen Verkehrsmittel. Das ist nicht nur ein toller Erfolg für die VAG, sondern auch für die Umwelt und das Klima sowie ein Zeichen dafür, dass die Menschen immer häufiger umdenken – weg vom Auto hin zu nachhaltiger Mobilität.

Deutlich erkennbar wird die Entwicklung zugunsten des ÖPNV, wenn man die Wege pro Person genauer betrachtet. 2017 wurde hier der höchste ÖPNV-Anteil seit Beginn der Messungen erzielt. Von allen Wegen im Alltagsverkehr legten die Nürnberger im vergangenen Jahr 23 Prozent mit dem ÖPNV zurück. Zum Vergleich: 2003 waren es gerade einmal 20 Prozent. Dank dieser Zunahme, aber auch aufgrund der steigenden Zahlen bei Fahrradfahrern und stabilen Zahlen bei Fußgängern, ist der gesamte Umweltverbund so stark wie noch nie. Für insgesamt rund 59 Prozent der Wege nutzten die Nürnberger den Umweltverbund: In 23 Prozent der Fälle waren sie zu Fuß unterwegs, in 13 Prozent mit dem Fahrrad und in 23 Prozent mit Bus oder Bahn. Das hat zur Folge, dass der Pkw-Fahrer-Anteil gesunken ist. Er erreicht 2017 sogar ein historisches Minimum: Die Nürnberger legten nur noch etwa 32 Prozent mit dem eigenen Pkw zurück, zu Beginn der Erhebung waren es noch 35 Prozent. Auch der Anteil der Wege als Mitfahrer im Pkw ist gesunken – von zuvor elf auf aktuell neun Prozent.

Passend zur Aufwärtsentwicklung beim ÖPNV nehmen 2017 die Pkw-Fahrten pro Tag ab. Wurde das eigene Auto 1989 noch rund 2,3 Mal pro Tag genutzt, bewegten es die Nürnberger Autobesitzer 2017 nur noch 1,8 Mal pro Tag. Die Pkw-Nutzungsquote sank von 67 Prozent in 1989 auf 60 Prozent in 2017. Dementsprechend ist auch die tägliche Nutzungsdauer auf 33 Minuten pro Tag gesunken. 1989 lag sie noch bei 41 Minuten pro Tag.

Nicht nur an der gestiegenen ÖPNV-Nutzung und der geringeren Anzahl an Autofahrten zeigt sich, dass das Thema Verkehr wieder deutlich mehr im Bewusstsein der Bürger verankert ist. Bei der Frage danach, welches kommunale Problem die Nürnberger 2017 am meisten beschäftigte, landete der Verkehr mit Abstand auf Platz eins. Immer mehr Bürger sehen die Folgewirkungen des Straßenverkehrs kritisch: Gerade einmal elf Prozent halten die Verkehrsbelastung für gut verträglich, 89 Prozent sehen darin ein ernstzunehmendes Problem.

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