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Nürnberg
Samstag, 24. Februar 2018 2

Empfang

Politik, Humor und Markus Söders Träume

Der designierte Bayerische Ministerpräsident verrät in Nürnberg, was er in diesem Jahr unbedingt machen möchte.
Von Birgit Ropohl

Gleich geht Markus Söder ans Rednerpult, hier unterhält er sich noch mit seinem Staatssekretär Albert Füracker. Foto: Ropohl

Nürnberg.In den zurückliegenden Wochen sei er schon oft gefragt worden, was denn seine Träume fürs neue Jahr seien, erzählt Dr. Markus Söder am Donnerstagabend beim Finanz- und Heimatempfang 2018. Zwei dieser Empfänge gibt er: einen in München für Südbayern – und einen zweiten für Nordbayern. Zu dem hatte er jetzt ins Heimatministerium am Lorenzer Platz in Nürnberg eingeladen.

Meister und Aufsteiger

Seine Träume? Er möchte, sagt Söder, auf jeden Fall im Mai noch zwei Empfänge halten. Einen wiederum in München, „für den neuen Deutschen Fußballmeister“, den anderen in Nürnberg, hier oder auf der Kaiserburg, „für den Aufsteiger“.

Der Beifall ist herzlich, die Stimmung ausgesprochen locker. Der designierte Ministerpräsident heißt „450 plus“ Anwesende willkommen, politische Mandatsträger aus der Region ebenso wie Vertreter von Behörden, aus der Wirtschaft, Kirche oder Kultur. Er dankt fürs Engagement, würdigt erfolgreiche Unternehmen wie etwa die NürnbergMesse, „die eine schwarze Zahl nach der anderen liefert“.

Oder er zeigt am Beispiel des Flughafens Nürnberg auf, dass man etwas verändern kann, wenn man es mit voller Kraft macht: „Wir haben ihn neu aufgestellt“, mit neuer Spitze, neuer Strategie, neuem Namen. Alles sehr erfolgreich. Nun habe schon die Anfahrt mit dem Auto ein ganz anderes Niveau. „Gott sei Dank steht jetzt das Schild Albrecht-Dürer-Airport dort“. Früher habe man den Eindruck gehabt, man fahre in eine Kleingartenkolonie. Das Publikum lacht, klatscht. Es mag solche Schwenker ins Humorvolle.

Antworten geben

Aber natürlich kommt die Politik nicht zu kurz. Deutschland sei so stark wie nie, Bayern noch viel stärker. Jetzt sei in Berlin hoffentlich die Situation gegeben, „dass wir eine stabile Regierung bilden können.“

Kernauftrag der Politiker sei es, für die Menschen im Lande etwas zu erreichen und nicht für sich persönlich. Politik müsse Antwort auf die Fragen geben, die die Bürger stellen. „Es ist die Kunst zu erspüren, was die Menschen bewegt: Wo haben sie Sorgen, wo können wir helfen?“ Die Politik könne zwar nicht alles tun, müsse aber unterstützen, wo es gehe.

Etwa bei der Schaffung von Wohneigentum: „Die eigenen vier Wände sind die beste Vorsorge fürs Alter“. Oder durch mehr Polizei-Präsenz, die die öffentliche Sicherheit stärke: „Sicherheit ist das höchste Gut“.

Lang ist die Liste von Söders Plänen. „Wir wollen etwas verändern“, sagt er und mit Anspielung auf die Beschränkung der Amtszeit, „aber nicht ewig.“ Der Wechsel gehöre in der Demokratie einfach dazu, um neue Impulse zu geben. Er spreche selbstverständlich nur vom Amt des Ministerpräsidenten, lächelt er.

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